Beschreibung der Studie

Derzeit liegen keine Informationen zu patientenbezogenen Befragungen zum Erleben und Auskommen mit zahnärztlichen Maßnahmen in den studentischen Behandlungskursen am Zentrum Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde vor. Solche Befragungen liefern wichtige Informationen inwiefern sich die Patienten gut behandelt fühlen oder nicht, aber auch, wie belastend solche Behandlungen erlebt werden. Dies ist Voraussetzung, um die Patientenaufklärung und -versorgung zu optimieren. Im Falle von studentischen Behandlungskursen schlägt sich dies auch in den Schwerpunkten der Lehre nieder. Unter derzeitiger Lehrbelastung ist es notwendig, solche Anstrengungen gezielt einzusetzen und gleichzeitig die Patientenversorgung zu verbessern. Weiter bilden Eindrücke von den Belastungen eine wichtige Zusatzinformation zu standardisierten Variablen der letztendlichen Qualität von und dem Auskommen mit dem Zahnersatz.

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Studiendetails

Studienziel Vergleich der BiPD-Q Werte in einer studentischen Behandlung zu Normwerten aus der Validierungsstudie des BiPD-Q Fragebogens für jeden Behandlungsschritt und am Behandlungsende.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Tübingen

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Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Behandlung im Studentenkurs der Zahnersatzkunde

Ausschlusskriterien

  • keine; Kein Wunsch zur Teilnahme an Befragung

Adressen und Kontakt

Tübingen

Ansprechpartner: Dr. Fabian Huettig

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Häufig gestellte Fragen

Der BiPD-Q Fragebogen bezieht sich darauf wie die Belastung einer prothetischen Behandlung im Verlauf einzelner Behandlungsschritte vom Patienten wahrgenommen wird und sich möglicherweise ändert. Die Qualität einer Behandlung kann man im Wesentlichen in ergebnisbezogene, strukturbezogene und prozessbezogene Bereiche unterteilen. Da es bisher keine prozessbezogenen Studien im Bereich der prothetischen Versorgung gab, ist dieser Fragebogen erstellt worden. In der Studie von Reissmann et.al. wurden 104 Patienten zu Patientenaufklärung, Anästhesie, Zahnpräparation, Abformung, provisorische Versorgung, Einprobe, Zementieren und die allgemeine zahnerhaltende Behandlung befragt, um mithilfe der Ergebnisse den endgültigen Fragebogen erstellen zu können. Diese Patienten wurden von einem Zahnarzt in einer privaten Praxis befragt und sowohl mit festsitzendem Zahnersatz (86,5%), als auch mit festsitzend-herausnehmbarem Zahnersatz (9,6%) und mit herausnehmbarem Zahnersatz (3,8%) versorgt. Die Patienten konnten dabei ihr subjektives Empfinden über die Belastung anhand der 10 cm langen, visuellen Analogskala (VAS) angeben. Es kommt dabei die Frage auf, ob sich bei diesen Behandlungen die Unerfahrenheit eines Behandlers auf das subjektive Empfinden und die Zufriedenheit des Patienten auswirken könnten. Eine Objektivierungsmöglichkeit bietet hierzu der entwickelte Fragebogen (BiPD-Q). Der Einsatz eines solchen Fragebogens im Studentenkurs soll daher das Ziel haben die Belastungen, die durch die Studenten während der Behandlung ausgehen, anhand der Normwerte objektivierbar vergleichen zu können. Dadurch soll der Einfluss der Belastungen auf die Zufriedenheit der Patienten abgeleitet werden können.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien