Beschreibung der Studie

Die Individualisierte Metakognitive Therapie (MKT+) stellt eine Variante der kognitiv-behavioralen Therapie für Psychosen dar. Ihr Ziel ist es, jene Prozesse, welche zur Entstehung und Aufrechterhaltung psychotischer Symptome beitragen (v.a. die Positivsymptomatik), zu verbessern. Um die Wirksamkeit der MKT+ zu untersuchen, werden Patienten, die an der MKT+ teilnehmen, mit einer Kontrollgruppe von Patienten verglichen, die Computerübungen zu kognitiven Fähigkeiten (z.B., Gedächtnis, Problemlösen, Konzentration) ausführen. Die Studie untersucht die Frage, inwieweit die Positivsymptomatik zu drei Testzeitpunkten verändert werden kann: (T0) vor der Intervention, (T1) unmittelbar nach der Intervention (6 Wochen), (T2) 6-Monats-Follow-up. Der primäre Outcome ist die Veränderung der Positivsymptomatik (von T0 zu T2). Als sekundäre Outcomes werden sowohl die Veränderung kognitiver Prozesse als auch weitere Schizophreniesymptome, Lebensqualität und das soziale Funktionsniveau herangezogen.

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Studiendetails

Studienziel Die PSYRATS ist ein halb-strukturiertes Interview, welches quantitative und qualitative Aspekte von Wahnvorstellung und Halluzination einschließlich Überzeugung und Leidensdruck misst. Die Differenz der Punktzahl des PSYRATS von T0-T2 für Wahnvorstellung und Halluzination dient als primärer Zielparameter. Die Validität der PSYRATS wurde an psychotischen Patienten wiederholt nachgewiesen. Es gibt drei Messzeitpunkte: Baseline, Post-Testung, (6 Wochen nach der Baseline), und eine Follow-up Testung (6 Monate später).
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 328
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

Ausschlusskriterien

  • Intelligenz: IQ < 70, gemessen mit dem Wortschatztest (WST)
  • Rating für unkooperatives Verhalten und Feindseligkeit ≥ 5 auf der PANSS-Skala (Range: 1-7; G8, P7)
  • Akute Suizidalität
  • Aktuelle Substanz- und Alkoholabhängigkeit, außer Tabak (d.h. Abstinenz < 6 Monate; Substanz- und Alkoholmissbrauch werden toleriert)
  • neurologische oder medizinische Krankheit, die die psychotischen Symptomen verursachen könnten
  • Teilnahme an der MKT+ innerhalb der letzten 12 Monate
  • Deutschkenntnisse sind nicht ausreichend für eine Teilnahme am MKT+
  • keine ausreichende Testfähigkeit

Adressen und Kontakt

Asklepios Klinik Wandsbek, Hamburg

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LWL-Universitätsklinikum Bochum, Bochum

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Zentralinstitute für Seelische Gesundheit, Mannheim

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Universitätsklinikum, Hamburg

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Die Individualisierte Metakognitive Therapie (MKT+) ist eine niedrigschwellige psychotherapeutische Intervention für Betroffene mit Schizophrenie. Sie hat das Ziel, durch korrigierende Erfahrungen kognitive Denkverzerrungen, welche zur Entstehung und zur Aufrechterhaltung von psychotischen Symptomen der Schizophrenie beitragen (u.a. voreiliges Schlussfolgern, Überkonfidenz in Fehlurteile), zu verbessern. Im Rahmen der Studie wird die MKT+ Gruppe mit einer aktiven Kontrollgruppe (kognitive Remediation; mybraintraining®) verglichen. Die Gruppenzuteilung erfolgt randomisiert-kontrolliert. Die Untersucher sind verblindet und Daten werden zu drei Testzeitpunkten erhoben: (T0) vor der Intervention , (T1) unmittelbar nach der Intervention (6 Wochen), (T2) 6-Monats-Follow-up. Der primäre Outcome ist die Veränderung der Positivsymptomatik, gemessen durch die Psychosis Symptoms Rating Scales (PSYRATS) (Hypothese: stärkerer Rückgang von T0 vs. T2 zugunsten der MKT+). Als sekundäre Outcome-Variablen werden weitere psychopathologische Syndrome (gemessen über die PANSS) sowie voreiliges Schlussfolgern, Lebensqualität, Selbstwert und das soziale Funktionsniveau herangezogen (Hypothese: stärkere Verbesserungen von T0 vs. T2 in der Interventionsgruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe).

Quelle

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