Beschreibung der Studie

Parkinson ist eine weit verbreitete chronische neurologische Erkrankung. Ein häufiges nicht-motorisches Symptom ist die Urininkontinenz. Sie kann in allen Stadien der Erkrankung auftreten und beeinträchtigt die Lebensqualität der betroffenen Personen. Ziel des vorliegenden Projektes ist, die Kontinenz und somit die Lebensqualität der Personen mit Parkinson nachhaltig zu verbessern und das Wissen der Pflegenden über Urininkontinenz zu fördern, indem ein strukturiertes Urininkontinenzmanagement bei Menschen mit Parkinson durchgeführt wird. Dies beinhaltet folgende Schritte: Inkontinenzassessment, daraus abgeleitete individuelle Massnahmen, Entlassungsmanagement und Begleitung zu Hause. Die Studie wird im Parkinson-Zentrum der Rehaklinik in Zihlschlacht durchgeführt. Die definierten Ergebnisse sind die Lebensqualität und die Kontinenz der teilnehmenden Patientinnen und Patienten sowie das Wissen der Pflegenden über Urininkontinenz und ihre Arbeitsbelastung.

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Studiendetails

Studienziel Inkontinenz (Pad Test, Miktionsprotokoll, ICIQ-SF Fragebogen, 3 Monate nach Austritt) Lebensqualität (I-QOL, 3 Monate nach Austritt)
Status Teilnahme nicht mehr möglich
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Standardtherapie
Finanzierungsquelle Ebnet Stiftung

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Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Idiopathische Parkinsonkrankheit
  • Urininkontinenz
  • Zuhause lebend
  • Verständnis deutscher Sprache

Ausschlusskriterien

  • Dauerkatheter
  • MMST< 18
  • Depression
  • Delirium / Halluzinationen
  • Heimeintritt nach Reha

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sie aktuelle Parkinson-Studien.

Häufig gestellte Fragen

Parkinson ist eine weit verbreitete chronische neurologische Erkrankung. Ein häufiges nicht-motorisches Symptom ist die Urininkontinenz. Sie kann in allen Stadien der Erkrankung auftreten und beeinträchtigt die Lebensqualität der betroffenen Personen. Ziel des vorliegenden Projektes ist, die Kontinenz und somit die Lebensqualität der Personen mit Parkinson nachhaltig zu verbessern und das Wissen der Pflegenden über Urininkontinenz zu fördern. Die nicht-randomisierte kontrollierte Studie wird im Parkinson-Zentrum der Rehabilitationsklinik in Zihlschlacht durchgeführt. Die geplante Stichprobe beträgt 50 Patientinnen und Patienten, 20 in der Kontrollgruppe und 30 in der Interventionsgruppe. In der ersten Phase der Studie findet die Kontrollphase statt, in dieser wird die übliche Pflege durchgeführt. Anschliessend werden die Pflegenden geschult und trainiert das neu entwickelte, strukturierte Urininkontinenzmanagement bei Menschen mit Parkinson durchzuführen. Diese komplexe Intervention beinhaltet folgende Schritte: Inkontinenzassessment, daraus abgeleitete individuelle Massnahmen, Entlassungsmanagement und Begleitung zu Hause. Nach Abschluss der Schulungen (finden zwischen Kontroll- und Interventionsphase statt) folgt die Interventionsphase, in welcher die Pflegenden die Intervention durchführen. Die definierten Outcomes sind die Lebensqualität und die Kontinenz der teilnehmenden Patientinnen und Patienten sowie das Wissen der Pflegenden über Urininkontinenz und ihre Arbeitsbelastung. Zur Beantwortung der Forschungsfragen werden die Daten mithilfe der deskriptiven und explorativen Statistik analysiert. Update Amendment BASEC Nr. PB_2016-01989 vom 05.07.16: Reduktion der Stichprobenzahl aufgrund Rekrutierungsproblemen.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Die Ergebnisse von klinischen Studien beeinflussen die Behandlungsmethoden, mit denen Betroffene in der Gegenwart und der Zukunft behandelt werden. Daher ist es wichtig, zuverlässige Ergebnisse zu erhalten. Um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, müssen Studien sorgfältig geplant werden. Dazu gehört, dass die Teilnehmer vor Beginn in verschiedene Gruppen eingeteilt werden und genau definiert wird, wie die Gruppen behandelt werden. Auf diese Weise können Behandlungsmethoden unter gleichen Bedingungen miteinander verglichen werden. So kann im Anschluss der Studie eine Aussage darüber gefällt werden, welche der eingesetzten Behandlungsmethoden für die untersuchte Fragestellung am besten geeignet ist. Unabhängig davon, welcher Gruppe die Teilnehmer angehören, werden Sie intensiv durch das Studienpersonal betreut.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien