Beschreibung der Studie

Es ist bislang weitgehend unklar, in wie weit Schwindel und Gleichgewichtsstörungen zu Veränderungen der Alltagsmobilität mit oder ohne Stürze und dadurch bedingten Einschränkungen führen. Ziele der Studie: 1) Erfassung von Mobilitätsparametern und Maßen der körperlichen Aktivität in Patienten mit unterschiedlichen vestibulären und nicht-vestibulären Schwindel- und Gleichgewichtserkrankungen 2) Erfassung des Zusammenhangs zwischen Mobilitätsparametern und Maßen der körperlichen Aktivität mit Sturzereignissen und assoziierter Morbidität. Patientenkollektiv: Patienten mit Schwindel- und Gleichgewichtserkrankungen unterschiedlicher Ursache Ablauf der Studie: Während einer einmaligen Studienvisite werden eine Gang- und Standanalyse durchgeführt sowie eine systematische Sturzabfrage und versch. Fragebögen und Scores (subjektive Aktivitäts- und Mobilitätseinschätzung, Lebensqualität, Demenz-Test) erhoben. Die Patienten bekommen einen Sensor (Akzelerometer) am Körper angebracht, den sie für 14 Tage im Alltag tragen sollen. Weiterhin werden mittels eines Sturzkalenders und monatlichen Telefoninterviews die Stürze über die kommenden 12 Monate erfasst.

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Studiendetails

Studienziel Erfassung von Mobilitätsparametern und Maße der körperlichen Aktivität in Patienten mit unterschiedlichen vestibulären und nicht-vestibulären Schwindel- und Gleichgewichtserkrankungen mittels Akzelerometerdaten
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 250
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Deutsches Schwindel- und Gleichgewichtszentrum und Neurologische Poliklinik und Klinik der Universität München; Finanzierung: Ludwigs-Maximilians-Universität München, FöFoLe

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Arm1: Eindeutige Primär-Diagnose, Alter zwischen 18 und 90 Jahren, Schriftliches Einverständnis des Patienten nach Aufklärung, Kooperationsfähigkeit des Patienten.
  • Arm 2: Kein Schwindel, Benommenheitsgefühl oder Gleichgewichtsstörung sowie keine sensorischen oder motorischen Defizite an den unteren Extremitäten. Alter zw. 18 und 90 Jahren,Schriftliches Einverständnis des Patienten nach Aufklärung, Kooperationsfähigkeit des Patienten.

Ausschlusskriterien

  • Arm 1: Andere Erkrankung, die zu einer Gangstörung führt (Paresen der unteren Extremitäten aufgrund eines Schlaganfalls, Multipler Sklerose, Spinalkanalstenose, etc; Z.n. Einsatz einer Endoprothese in den vorangegangenen 6 Monaten), Nicht-einwilligungsfähige Probanden.
  • Arm 2: zusätzlich zu den Ausschlusskriterien von Arm 1: Schwindel oder Gleichgewichtsstörung, Sensilibitätsstörung, Kraftminderung oder sonstige motorische Einschränkung an der unteren Extremität.

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Nystagmus-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Es ist bislang weitgehend unklar, in wie weit Schwindel und Gleichgewichtsstörungen zu Veränderungen der Alltagsmobilität mit oder ohne Stürze, sturz-assoziierter Morbidität und Mortalität führen. Gerade für die überwiegend benigne verlaufenden Schwindelerkrankungen ist die Erfassung von krankheitsspezifischen Einschränkungen der täglichen Aktivität und Mobilität und damit die Einschränkung der gesundheitsspezifischen Lebensqualität von zentraler Bedeutung. Ziel der Studie: A.) Erfassung von Mobilitätsparametern und Maße der körperlichen Aktivität in Patienten mit unterschiedlichen vestibulären und nicht-vestibulären Schwindel- und Gleichgewichtserkrankungen. - Zeigen Patienten mit Schwindel- und Gleichgewichtsstörungen Auffälligkeiten in der täglichen Mobilität und körperlichen Aktivität? - Wenn ja: gibt es einen Zusammenhang zu (a) der Erkrankungsentität und (b) zum Verlaufstyp der Erkrankung (chronisch vs. episodisch vs. paroxysmal)? - Besteht ein Zusammenhang zwischen Mobilität und körperlicher Aktivität in Schwindelpatienten? B.) Erfassung des Zusammenhangs zwischen Mobilitätsparametern und Maße der körperlichen Aktivität mit Sturzereignissen und assoziierter Morbidität. - Ist ein erhöhtes Sturzrisiko mit manifesten Einschränkungen der Mobilität oder körperlichen Aktivität assoziiert. - Wenn ja: Lassen Sich Mobilitätsparameter oder Maße der körperlichen Aktivität zur Voraussage und Abschätzung des individuellen Sturzrisikos verwenden? Die Untersuchung wird an Patienten mit folgenden Erkrankungen erfolgen. 1. Unilaterales vestibuläres Defizit (Unilaterale Vestibulopathie, benigner paroxysmaler Lagerungs-schwindel, M. Menière, Vestibularisparoxysmie, Perilymphfistel) 2. Bilaterales vestibuläres Defizit (Bilaterale Vestibulopathie) 3. Somatoformer Schwindel (inkl. phobischer Schwankschwindel) 4. Zentrale Schwindelformen (Downbeatnystagmus Syndrom, zerebelläre Okulomotorikstörungen, Wallenberg-Syndrom, Z.n. Infarkt/SHT) 5. Sensorischer Schwindel (Polyneuropathie, Visusminderung) Außerdem sollen Gesunde als Kontrollpersonen eingeschlossen werden. Die Rekrutierung der Patienten erfolgt über die Spezialambulanz des Deutschen Schwindelzentrums IFB. Die entsprechenden Patienten werden innerhalb der klinischen Routine sowie über die Patientendatenbank und die zugehörigen medizinische Dokumentation ermittelt. Studienablauf: Untersuchungen vor Ort bei der Studienvisite: Gang- und Standanalyse (Ganganalyse (GaitRite), Timed up and go-Test, Functional Gait Assessment (FGA), Posturographie); systematische Sturzanamnese; kognitive Funktionsfähigkeit (MoCA); klinisch-neurologische Untersuchung; spez. appartive Diagnostik; Anamnese zu Begleiterkrankungen und Medikation; Fragebögen (gesundheitsbezogene Lebensqualität, Sturzbedenken) Jedem Proband wird ein Minisensor (Akzelerometer und Goniometer) am Körper angebracht. Die Anbringung erfolgt mittels Klebefolie am ventralen Oberschenkel. Die Aufzeichnung erfolgt 24 Stunden pro Tag für 14 Tage. Die Daten werden auf einer internen SD-Karte gespeichert. Zusätzlich 1-Jahres Follow up mittels Sturzkalender ( Sturzfrequenz, -schweregrad, -auslöser), zusätzlich monatiliche Telefoninterviews

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