Beschreibung der Studie

Im Rahmen einer Stabilisierung der Lendenwirbelsäule werden Schrauben über eine Knochenbrücke (Pedikel) passgenau in den Wirbelkörper sowie ein Kunststoffplatzhalter (Cage) in das Bandscheibenfach eingebracht, um eine ausreichende Stabilität bei Instabilitäten oder Verschleißerkrankungen der Wirbelsäule zu gewährleisten. Die minimal-invasive Technik der sogenannten transforaminalen lumbalen interkorporellen Fusion (MIS TLIF) weist gegenüber der offenen Technik Vorteile wie kleinere Hautschnitte, ein geringeres Muskeltrauma, seltenere Wundheilungsstörungen, einen geringeren Blutverlust bei der Operation, eine frühere Mobilisation sowie eine frühere Entlassung aus der stationären Behandlung auf. Für diese Operationstechnik ist die Datenlage hinsichtlich der peri- und postoperativen Komplikationen bei Patienten mit Adipositas permagna (body mass index (BMI) >40 kg/m2) sehr begrenzt. Vorliegende Studien bescheinigten kein wesentlich erhöhtes Risiko bei Patienten mit einem BMI >30 kg/m2. Der Anteil der Patienten mit einem BMI >40 kg/m2 war in diesen Untersuchungen allerdings gering. Daten hinsichtlich der peri- und postoperativen Komplikationen nach MIS TLIF bei Patienten ausschließlich mit einem BMI >40 kg/m2 liegen nicht vor. Ziel des vorliegenden Forschungsvorhabens ist die rückblickende Erfassung von peri- und postoperativen Komplikationen bei Patienten mit einem BMI >40 kg/m2 nach minimal-invasiver lumbaler interkorporeller Fusion (MIS TLIF) und deren Vergleich mit Patienten mit einem normgewichtigen BMI von 20-25 kg/m2.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Eintreten von Major-Komplikationen innerhalb von 30 Tagen nach MIS TLIF: Tod, Myokardinfarkt, Insult, Lungenembolie, schwere Pneumonie/Beatmungspflichtigkeit, Re-Operation, neues motorisches Defizit KG (Kraftgrad) ≤ 3/5.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 30
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Freiburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit Adipositas permagna (BMI >40 kg/m2) bzw. gematchte normalgewichtige Patienten (BMI 20-25 kg/m2), die zwischen März 2009 und Februar 2014 aufgrund lumbaler Instabilität oder Degeneration mittels MIS TLIF operiert wurden.

Ausschlusskriterien

  • Patienten ohne Adipositas permagna bzw. nicht normalgewichtige Patienten in der gematchten Gruppe. MIS TLIF aufgrund von Infektion oder Trauma.

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sie aktuelle Wirbelgleiten-Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Im Rahmen einer lumbalen dorsalen Stabilisierung werden Schrauben transpedikulär passgenau in den Wirbelkörper sowie ein Cage in das Bandscheibenfach eingebracht, um eine ausreichende Stabilität bei Instabilitäten oder degenerativen Erkrankungen zu gewährleisten. Die minimal-invasive Technik der transforaminalen lumbalen interkorporellen Fusion (MIS TLIF) weist gegenüber der offenen Technik Vorteile wie kleinere Hautschnitte, ein geringeres Muskeltrauma, seltenere Wundheilungsstörungen, einen geringeren intraoperativen Blutverlust, eine frühere Mobilisation sowie eine frühere Entlassung auf. Für diese Operationstechnik ist die Datenlage hinsichtlich der peri- und postoperativen Komplikationen bei Patienten mit Adipositas permagna (BMI >40 kg/m2) sehr begrenzt. Vorliegende Studien bescheinigten kein wesentlich erhöhtes Risiko in Patientenkollektiven, welche sich jedoch bereits aus Patienten mit einem BMI >30 kg/m2 zusammensetzten. Der Anteil der Patienten mit einem BMI >40 kg/m2 war in diesen Untersuchungen allerdings gering. Daten hinsichtlich der peri- und postoperativen Komplikationen nach MIS TLIF bei Patienten ausschließlich mit einem BMI >40 kg/m2 liegen nicht vor. Ziel des vorliegenden Forschungsvorhabens ist die retrospektive Erfassung von peri- und postoperativen Komplikationen bei Patienten mit einem BMI >40 kg/m2 nach minimal-invasiver lumbaler interkorporeller Fusion (MIS TLIF) und deren Vergleich gegenüber gematchten Patienten mit einem normgewichtigen BMI von 20-25 kg/m2.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.