Beschreibung der Studie

Unter Herzfrequenzvariabilität (HRV) versteht man die Fähigkeit eines Organismus die Frequenz des Herzrhythmus zu verändern. Die Messung dieses Parameters des autonomen Nervensystems wird schon lange ganz generell zur Zustandsbeurteilung eines Patienten heran gezogen. Die Messung der Herzfrequenzvariabilität hat hierbei in unterschiedlichen Bereichen Bedeutung. Im medizinischen Bereich bestehen beispielsweise Zusammenhänge im Rahmen der Risikoevaluation nach Herzinfarkt oder der Entwicklung einer Neuropathie (Nervenschädigung) bei Vorliegen eines Diabetes mellitus („Zuckerkrankheit“). Darüber hinaus entwickelten sich neue Anwendungsfelder, zum Beispiel im Bereich der Psychosomatik (Depression und Herzfrequenzvariabilität), Umweltmedizin (Luftverschmutzung und Herzfrequenzvariabilität) oder auch Sportmedizin und Sportwissenschaft. Schließlich findet man Geräte zur Messung der Herzfrequenzvariabilität nun auch unter den Schlagwörtern Stressprävention oder Biofeedback, sodass die Messung der Herzfrequenzvariabilität sowohl im medizinischen als auch im Sport- oder auch lifestyle-Bereich Anwendung findet. Ermittelt werden kann sie direkt aus der EKG-Kurve („Herzstromkurve“) oder indirekt aus Pulswellenkurven, welche am Ohr oder Finger abgeleitet werden können. In dieser Untersuchung sollen nun an Probanden und an einem technischen Modell die Erfassung der Herzfrequenzvariabilität und ihre Veränderung nach Simulation einer Stresssituation mit zwei unterschiedlichen Messsystemen verglichen werden: ein professionelles Herzfrequenzvariabilität-System zur Durchführung von Probandenstudien (HRV-Scanner Study der Firma BioSign) mit einer kostenfrei im App-Store der Firma Apple erhältlichen Stresssoftware (Stress Check der Firma Azumio Inc. auf einem Apple iPhone 4S). Von Interesse ist hierbei, ob und inwieweit eine kostenfreie App eine simulierte Stresssituation tendenziell erfassen kann. Dafür sollen zum einen Messungen an Probanden durchgeführt werden und zum anderen Messungen simulierter Extremsituationen in einem technischen Modell folgen um auszuschließen, dass die App ihr Ergebnisse lediglich auf die Beurteilung der Höhe der Herzfrequenz stützt. Die Messungen an den Probanden erfolgen gleichzeitig über einen Ohrclip und anhand der Kamera eines Apple iPhones zum einen in Ruhe im Liegen nach 10-minütigem Liegen und zum anderen nach Simulation einer Stresssituation (10 Kniebeugen und anschließendes Stehenbleiben) für jeweils circa 5 Minuten.

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Studiendetails

Studienziel Unterschiede in der Veränderung der Herzfrequenzvariabilität nach Intervention; Messung direkt nach Intervention; Messung mit beiden Systemen
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 20
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Universitätsmedizin Mannheim, Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • gesunde, volljährige, einwilligungsfähige Probanden

Ausschlusskriterien

  • Schwangerschaft
  • regelmäßige Einnahme von Medikamenten mit Einfluss auf das Herz-Kreislaufsystem oder das autonome Nervensystem (Blutdruck-/Herzfrequenzmedikamente, Psychopharmaka, neurologische Medikamente)

Adressen und Kontakt

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Unter Herzfrequenzvariabilität (HRV) versteht man die Fähigkeit eines Organismus die Frequenz des Herzrhythmus zu verändern. Die Messung dieses Parameters des autonomen Nervensystems wird schon lange ganz generell zur Zustandsbeurteilung eines Patienten heran gezogen. Die Messung der HRV hat hierbei in unterschiedlichen Bereichen Bedeutung. Im medizinischen Bereich bestehen beispielsweise Zusammenhänge im Rahmen der Risikoevaluation nach Herzinfarkt oder der Entwicklung einer Neuropathie bei Vorliegen eines Diabetes mellitus (5; 6). Darüber hinaus entwickelten sich neue Anwendungsfelder, zum Beispiel im Bereich der Psychosomatik (Depression und HRV, (3; 4)), Umweltmedizin (Luftverschmutzung und HRV, (2)) oder auch Sportmedizin und Sportwissenschaft (1). Schließlich findet man Geräte zur Messung der HRV nun auch unter den Schlagwörtern Stressprävention oder Biofeedback (4), sodass die Messung der HRV sowohl im medizinischen als auch im Sport- oder auch lifestyle-Bereich Anwendung findet. Ermittelt werden kann sie direkt aus der EKG-Kurve oder indirekt aus Pulswellenkurven, welche am Ohr oder Finger nichtinvasiv abgeleitet werden können. In dieser Untersuchung sollen nun an Probanden und an einem technischen Modell die Erfassung der HRV und ihre Veränderung nach Simulation einer Stresssituation mit zwei unterschiedlichen Messsystemen verglichen werden: ein professionelles HRV-System zur Durchführung von Probandenstudien (HRV-Scanner Study der Firma BioSign) mit einer kostenfrei im App-Store der Firma Apple erhältlichen Stresssoftware (Stress Check der Firma Azumio Inc. auf einem Apple iPhone 4S). Von Interesse ist hierbei, ob und inwieweit eine kostenfreie App eine simulierte Stresssituation tendenziell erfassen kann. In dieser Untersuchung sollen nun an Probanden und an einem technischen Modell die Erfassung der Herzfrequenzvariabilität und ihre Veränderung nach Simulation einer Stresssituation mit zwei unterschiedlichen Messsystemen verglichen werden: ein professionelles Herzfrequenzvariabilität-System zur Durchführung von Probandenstudien (HRV-Scanner Study der Firma BioSign) mit einer kostenfrei im App-Store der Firma Apple erhältlichen Stresssoftware (Stress Check der Firma Azumio Inc. auf einem Apple iPhone 4S). Von Interesse ist hierbei, ob und inwieweit eine kostenfreie App eine simulierte Stresssituation tendenziell erfassen kann. Dafür sollen zum einen Messungen an Probanden durchgeführt werden und zum anderen Messungen simulierter Extremsituationen in einem technischen Modell folgen um auszuschließen, dass die App ihr Ergebnisse lediglich auf die Beurteilung der Höhe der Herzfrequenz stützt. Die Messungen an den Probanden erfolgen gleichzeitig über einen Ohrclip und anhand der Kamera eines Apple iPhones zum einen in Ruhe im Liegen nach 10-minütigem Liegen und zum anderen nach Simulation einer Stresssituation (10 Kniebeugen und anschließendes Stehenbleiben) für jeweils circa 5 Minuten. Literaturverzeichnis (1) Hottenrott K; Hoos O; Esperer HD (2006): Herzfrequenzvariabilität und Sport. Herz 31 (6), S. 544–552. (2) Magari SR; Hauser R; Schwartz J; Williams PL; Smith TJ; Christiani DC (2001): Association of Heart Rate Variability With Occupational and Environmental Exposure to Particulate Air Pollution. Circulation 104 (9), S. 986–991. (3) Mück-Weymann M; Mösler T; Joraschky P; Rebensburg M; Agelink MW (2002): Depression modulates autonomic cardiac control: a physiological pathway linking depression and mortality? German Journal of Psychiatry (5), S. 67–69. (4) Siepmann M; Aykac V; Unterdörfer J; Petrowski K; Mueck-Weymann M (2008): A pilot study on the effects of heart rate variability biofeedback in patients with depression and in healthy subjects. Applied psychophysiology and biofeedback 33 (4), S. 195–201. (5) Task Force of the European Society of Cardiology the North American Society of Pacing Electrophysiology (1996): Heart Rate Variability. Standards of Measurement, Physiological Interpretation, and Clinical Use. Circulation 93 (5), S. 1043–1065. (6) van Ravenswaaij-Arts, Conny M. A. (1993): Heart Rate Variability. Ann Intern Med 118 (6), S. 436.

Quelle

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