Beschreibung der Studie

Im Jahr 2011 erfolgten 20,5 % der Rentenzugänge aufgrund einer Erwerbsminderungsrente. Es ist nicht bekannt, welche Faktoren die Rückkehr in das Erwerbsleben bei zeitlich befristeter Erwerbsminderungsrente beeinflussen. Auch die Gründe für die Inanspruchnahme einer rehabilitativen Leistung während des Erwerbsminderungsrentenbezugs sowie die Effekte dieser Inanspruchnahme auf den Erwerbsstatus nach Ende der Befristung wurden bislang nicht untersucht. Ziel der Studie ist es, diese Fragen unter Berücksichtigung verschiedener Einflussfaktoren zu untersuchen. Hierzu erfolgt zu zwei Messzeitpunkten eine schriftliche Befragung von Versicherten, deren Erwerbsminderungsrente im Rekrutierungszeitraum ausläuft und die während der Zeit des Rentenbezugs eine medizinische Rehabilitation nicht in Anspruch genommen haben (Stichprobe I) bzw. in Anspruch genommen haben (Stichprobe II). Die erhobenen Daten (Befragungsdaten) werden anschließend mit Routinedaten der Rentenversicherung verknüpft.

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Studiendetails

Studienziel a) Beantragung einer MR der gesetzlichen Rentenversicherung; b) Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit; c) Erwerbsfähigkeit: Personen, die am Ende der EMR keine Folgeleistung erhalten und nicht anderweitig berentet werden, gelten als erwerbsfähig. Die primären Zielgrößen werden aus den Versichertenkonten der StudienteilnehmerInnen extrahiert
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 3100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Deutsche Rentenversicherung Bund

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • im Alter von 35- 60 Jahren,
  • mit Wohnort in Deutschland,
  • mit erstmaligem Erwerbsminderungsrentenbezug,
  • mit zeitlicher Befristung der EM-Rente, die
  • im Monat der Ziehung bzw. in einem der beiden vorherigen Monate endet (unabhängig von einer evt. Weitergewährung).

Ausschlusskriterien

  • EM-Renten wegen des verschlossenen Arbeitsmarkts

Adressen und Kontakt

Medizinische Hochschule HannoverKlinik für RehabilitationsmedizinBereich Rehabilitationsforschung und -wissenschaften, Hannover

Ansprechpartner: Dipl.-Psych. Juliane Briest

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Häufig gestellte Fragen

In einer eigenen Studie aus dem Jahr 2011 hat die Deutsche Rentenversicherung Bund die sozioökonomische Situation von Personen mit Erwerbsminderungsrente (EMR) mit Zugangsjahr 2008 untersucht. Es wurde festgestellt, dass ca. 25 % der ErwerbsminderungsrentnerInnen neben der EMR auf weitere Unterstützung durch staatliche Leistungen (Wohngeld, ALG II, Grundsicherung oder Sozialhilfe) angewiesen waren, um auf Haushaltsebene ein soziokul-turelles Existenzminimum zu erreichen. Eine Armutsgefährdung lag bei 37 % der Personen in Haushalten von ErwerbsminderungsrentnerInnen vor, während der Prozentsatz für die Gesamtbevölkerung (Vergleichsdaten aus dem sozio-oekonomischen Panel 2010) lediglich 14 % betrug. Geht man vor diesem Hintergrund davon aus, dass die sozioökonomische Situation der ErwerbsminderungsrentnerInnen prekär ist, ist die Rückkehr ins Erwerbsleben nicht nur aus Sicht der Kostenträger, sondern auch und vor allem aus Sicht der Betroffenen wünschenswert. Leistungen zur medizinischen Rehabilitation, deren Wirksamkeit für eine Vielzahl von Gesundheitsproblemen in internationalen und nationalen Übersichtsarbeiten bestätigt wurde, können hier Maßnahmen darstellen, Erwerbsfähigkeit wiederherzustellen. In 2010 wurde für Personen, die eine EMR antraten, in weniger als 50 % der Fälle im Zeit-raum der vorangegangenen fünf Jahre eine Antragstellung auf Leistungen zur MR dokumentiert. Dies ist möglicherweise ein Hinweis auf Unterinanspruchnahme, wenn man davon ausgeht, dass bei einem Großteil der Personengruppe vor Antritt der EMR Rehabilitationsbedarf vorlag. Während des Bezuges einer befristeten EMR liegt die Inanspruchnahme von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation bei etwa 10%. Die Gründe für die geringe Inanspruchnahme dieser Leistungen während des Erhalts einer EMR wurden bislang nicht untersucht. Die Übertragbarkeit der Gründe für die geringe Inanspruchnahme rehabilitativer Leistungen der noch im Erwerbsleben stehenden Personen auf die Gruppe der ErwerbsminderungsrentnerInnen ist wahrscheinlich nur eingeschränkt möglich. Darüber hinaus fehlen belastbare Ergebnisse zu den Prädiktoren für die Rückkehr in das Erwerbsleben nach Ablauf der EMR. In Bezug auf berufstätige RehabilitandInnen liegen Untersuchungen hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit einer Wiedereingliederung ins Erwerbsleben nach einer medizinischen Rehabilitation vor. Für die Personengruppe der ErwerbsminderungsrentnerInnen wurde hingegen noch nicht untersucht, welchen Einfluss die Inanspruchnahme einer medizinischen Rehabilitation während der EMR auf die positive Entwicklung der für eine Rückkehr ins Erwerbsleben förderlichen psychischen und physischen Aspekte hat. In einer Studie die ErwerbsminderungsrentnerInnen mit psychischen Erkrankungen, deren Anteil bei den bewilligten EMR etwa ein Drittel beträgt betrachtet hat, zeigte sich, dass etwa 30% der Betroffenen in das Erwerbsleben zurückkehren möchten. Dies gelang jedoch nur 6% der befristet berenteten Personen. Es wird angenommen, dass nicht nur der grundsätzliche Wunsch nach einer Wiedereingliederung für eine erfolgreiche Reintegration von Bedeutung ist. Vielmehr sind hierfür vermutlich auch personelle Ressourcen wie hohe Selbstwirksamkeitserwartungen von großer Bedeutung. Ziel des Projektes ist die Identifizierung der Gründe, die zu einer Beantragung einer rehabili-tativen Leistung während des Erhalts einer EMR führen. Zudem soll geklärt werden, ob der Erhalt einer rehabilitativen Leistung die Wahrscheinlichkeit der Wiederherstellung der Er-werbsfähigkeit erhöht. Außerdem sollen Faktoren identifiziert werden, die die Wahrschein-lichkeit einer Rückkehr ins Erwerbsleben nach Ablauf der EMR beeinflussen. Durch diese Erkenntnisse kann besser beurteilt werden, ob die derzeit zur Verfügung stehenden rehabilitativen Leistungen die ErwerbsminderungsrentnerInnen ausreichend bei einer Rückkehr ins Erwerbsleben unterstützen. Die Ergebnisse aus der Studie können zudem dabei helfen, Interventionen für ErwerbsminderungsrentnerInnen zu entwickeln und bedarfsgerecht zu gestalten. Die im Projektverlauf identifizierten Einflussfaktoren für eine Wiedereingliederung können zudem in entsprechenden Interventionen explizit berücksichtigt werden.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Die Ergebnisse von klinischen Studien beeinflussen die Behandlungsmethoden, mit denen Betroffene in der Gegenwart und der Zukunft behandelt werden. Daher ist es wichtig, zuverlässige Ergebnisse zu erhalten. Um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, müssen Studien sorgfältig geplant werden. Dazu gehört, dass die Teilnehmer vor Beginn in verschiedene Gruppen eingeteilt werden und genau definiert wird, wie die Gruppen behandelt werden. Auf diese Weise können Behandlungsmethoden unter gleichen Bedingungen miteinander verglichen werden. So kann im Anschluss der Studie eine Aussage darüber gefällt werden, welche der eingesetzten Behandlungsmethoden für die untersuchte Fragestellung am besten geeignet ist. Unabhängig davon, welcher Gruppe die Teilnehmer angehören, werden Sie intensiv durch das Studienpersonal betreut.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien