Beschreibung der Studie

Estradiol wird von Granulosazellen der Ovarien unter Kontrolle von Follikel stimulierendem Hormon (FSH) und luteinisierendem Hormon (LH) synthetisiert. Es ist bekannt, dass Estradiol eine entscheidende Rolle bei der Reifung und Befruchtung von Oozyten spielt. Weiterhin ist es an der Entwicklung der sekundären weiblichen Geschlechtsmerkmale, Fertilität und Aufrechterhaltung einer Schwangerschaft beteiligt. Estradiol beeinflusst diese Prozesse durch Bindung an Estradiol-Rezeptoren (ER). Es handelt sich dabei um ligandenabhängige Transkriptionsfaktoren. Beim Menschen gibt es 2 Unterarten: ERa und ERb, die von Gen ESR1 auf Chromosom 6 und ESR2 auf Chromosom 14 synthetisiert werden. Beide Subtypen werden im Ovar exprimiert. Beide Gene sind polymorph. Speziell für den ERa Subtyp sind viele Polymorphismen und Mutationen bekannt, die mit Brustkrebs, Spontanabort, Osteoporose und dem Zeitpunkt der Menarche in Verbindung gebracht werden können. Weiterhin haben einige Studien eine Verbindung zwischen bestimmten Polymorphismen und dem Risiko von mit Infertilität assoziierten, gynäkologischen Fehlfunktionen und dem Resultat von IVF Behandlungen aufgezeigt. Progesteron ist ein Hormon, das eine entscheidende Rolle bei der Initiation und Aufrechterhaltung einer Schwangerschaft spielt. Es induziert die Transformation des Endometriums, was die Implantation der befruchteten Oozyte erleichtert und die Schwangerschaft unterstützt. Progesteron wirkt durch Bindung an seinen Rezeptor. Das Gen für diesen Rezeptor ist polymorph innerhalb unserer Population, wobei einige Varianten für ein Implantationsversagen von Embryos verantwortlich zu sein scheinen. In der Studie werden die Prüfärzte die Rolle von ERP und PRP Polymorphismen im Zusammenhang mit IVF Behandlungen analysieren. Die analysierten Genotypen sind 2 Polymorphismen von ESRI, Pvu und Xba genannt, und eine Variante von ESRII, ER2. Im Progesteronrezeptorgen spielt ein einzelner Nukleotidaustausch an Position +331 (G->A) eine Rolle. Die Parameter, die damit korreliert werden, sind die Konzentrationen von Estradiol, Progesteron und FSH, Anzahl der Follikel, Anzahl an befruchteten Oozyten und Schwangerschaftsrate. Die Prüfärzte hoffen, etablierte Behandlungsprotokolle optimieren zu können und die Chancen einer erfolgreichen IVF Behandlung abhängig vom Genotyp des Patienten zu verbessern.

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Studiendetails

Studienziel - Genetischer Test auf 2 Östrogenrezeptorgene, Korrelation mit der Anzahl der erhaltenen Oozyten bei der Oozytenpunktion nach hormoneller Stimulation; Zeitrahmen: 30.06.2013
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 150
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Bitte wenden Sie sich an den Sponsor / Please refer to primary sponsor

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • IVF/ICSI Behandlung mit hormoneller Stimulation
  • Reproduktives Alter
  • Gutes Ansprechen ODER geringes Ansprechen ODER männliche Subfertilität

Ausschlusskriterien

  • Andere Fertilitätsbehandlungen wie zum Beispiel IUI oder zeitliche Abstimmung des Geschlechtsverkehrs

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sie aktuelle Unfruchtbarkeit der Frau-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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