Beschreibung der Studie

Rehabilitation ist in Deutschland grundsätzlich eine Antragsleistung der Versicherten. Die Gewährung von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation ist an eine Reihe versicherungsrechtlicher und persönlicher Voraussetzungen gebunden. Zu letzteren zählen Rehabedarf, positive Rehaprognose sowie Rehafähigkeit. Die Prüfung des individuellen Rehabedarfs obliegt den Rehabilitationsträgern. Ein aktives Screening auf möglichen Rehabedarf („abholende Reha“) findet so gut wie nicht statt. In dem Projekt soll ein Web-basiertes, interaktives Screeningprogramm (Selbsttest) zur Überprüfung von möglichem Rehabedarf entwickelt und in der Praxis evaluiert werden. Ein solcher Web-basierter Selbsttest könnte den Zugang zur medizinischen Rehabilitation z. B. für bislang unterversorgte Versichertengruppen erleichtern, auf diese Weise mehr Zugangsgerechtigkeit schaffen und zu einer noch stärkeren Einbeziehung der Versicherten beitragen. Sollte sich das hier geplante Verfahren bewähren, wäre eine Übernahme in das Routineverfahren der Rehabilitationsträger denkbar.

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Studiendetails

Studienziel Primärer Endpunkt ist die Häufigkeit, mit der im Beobachtungszeitraum Rehaanträge gestellt und bewilligt wurden. Nach Ablauf von 24 Monaten sollen die Versichertenkonten der einbezogenen 8.000 ProbandInnen nach (1) Tod, (2) beantragten und gewährten medizinischen Rehaleistungen (Antragsdatum, Art der beantragten Leistung, Erledigungsart, Rehabeginn und -ende), (3) Erwerbsstatus und Arbeitsunfähigkeitszeiten sowie (4) Rentenanträgen und -bewilligungen wegen Erwerbsminderung abgefragt werden. Die Bewilligung der gestellten Rehaanträge gilt als ein Hauptkriterium dafür, dass die Antragstellung sinnvoll war (= „richtig Positive“). Außerdem werden die Ergebnisse der Selbsttestungen hinsichtlich der Problemlagen ausgewertet und mit (bevölkerungsbezogenen) Normdaten (z. B. „Lübecker Kohorte“; WAI-Normen) verglichen.
Status Teilnahme nur nach Einladung
Zahl teilnehmender Patienten 8000
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Grundlage für die Randomisierung ist eine Kohorte von Versicherten der DRVen Baden-Württemberg und Rheinland im Alter zwischen 40 und 54 Jahren (Stichtag), die die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen für eine Rehamaßnahme erfüllen. Die Stichprobe sollte je zur Hälfte aus Versicherten mit und ohne frühere Rehaerfahrung bestehen (letzte Rehamaßnahme in der ersten Gruppe mindestens 4 Jahre zurückliegend).

Adressen und Kontakt

UNIVERSITÄTSKLINIKUM FREIBURG, Institut für Medizinische Biometrie und Statistik, Sektion Versorgungsforschung und Rehabilitationsforschung, Freiburg

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Häufig gestellte Fragen

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Es handelt sich um eine randomisierte, kontrollierte Interventionsstudie (RCT). 8.000 Versicherte der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg und Rheinland im Alter zwischen 40 und 54 Jahren erhalten entweder Informationen zu dem im Internet implementierten Selbsttest (Interventionsgruppe) oder werden als stille Kontrollgruppe geführt. Über 24 Monate wird die Nutzung des Screeningprogramms dokumentiert. Anschließend werden die Versichertenkonten beider Gruppen nach gestellten Rehaanträgen, Erledigungsart, Erwerbsstatus und AU-Zeiten abgefragt. Außerdem wird die Akzeptanz des Verfahrens bei den Versicherten evaluiert.

Quelle

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