Beschreibung der Studie

Stress stellt ein gesellschaftliches Problem dar. Eine erhöhte Stressbelastung beeinflusst das Entstehen und die Aufrechterhaltung zahlreicher physischer und psychischer Erkrankungen. Stress vermag das körpereigene Gleichgewicht zu stören, und wenn dies vermehrt und über einen längeren Zeitraum stattfindet, ist die psychische und physische Gesundheit bedroht. Eine bedeutsame Rolle innerhalb dieses Gleichgewichts wird dem Vagusnerv zugeschrieben, der die anderen Stresssysteme orchestriert bzw. diese reguliert. Bereits gut erforscht und erfolgreich eingesetzt wird die invasive Vagusnervstimulation (z. B. durch Implantate mit Verbindungen zum Vagusnerv, ähnlich eines Herzschrittmachers) bei therapieresistenten Depressionen und refraktären Epilepsien. Mit der elektrischen transkutanen Stimulation am Ohr gibt es allerdings eine non-invasive Methode, die ebenfalls gesundheitsfördernde Effekte haben könnte, die jedoch nur spärlich erforscht wurde. Eine zusätzliche Alternative zur non-invasiven Vagusnervstimulation ergibt sich mit dem Cold Face Test, welcher mit einer handelsüblichen Kältemaske durchgeführt werden kann. Das Ziel der Studie beinhaltet die Untersuchung der biopsychologischen Effekte von vier neuen, potentiell das momentane Wohlbefinden steigernden Interventionen. Die akuten stresspuffernden Effekte der elektrischen Ohrstimulation (basierend auf den Erkenntnissen aus der Ohrakupunktur-Forschung) und der Stimulation des Gesichts mit Gesichtsmasken (basierend auf natürlichen Reflexen) auf das körperliche und psychische Wohlbefinden werden untersucht. Ein weiterer Fokus der vorliegenden Studie liegt auf der Untersuchung der Rolle von Körperfett für das Wohlbefinden. Wie man heutzutage weiss, hat Körperfett nämlich zahlreiche Funktionen, und Fettzellen schütten u.a. auch Hormone ins Blut aus. Deshalb sollen nebst normalgewichtigen auch übergewichtige Probanden untersucht werden. An der Studie sollen insgesamt 200 männliche Probanden teilnehmen, wovon bei 100 der BMI zwischen 18.5 und 25 und bei 100 zwischen 28 und 40 liegt.

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Studiendetails

Studienziel Ergebnis: Stressreaktivität Messung: Physiologische Marker (hormonell: Kortisol, Testosteron, Progestoren, Östradiol, inflammatorisch: Zytokine, C-reaktives Protein, metabolisch: Insulin, Glukose, kardiovaskulär: Herzarate, Herzratenvariabilität) Zeitpunkte: vor, während und nach Stresstests
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Placebo
Finanzierungsquelle Swiss National Science Foundation (SNSF)
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Männliches Geschlecht
  • Alter: 18-38 Jahren
  • Gute Deutschkenntnisse
  • BMI zwischen 18.5 und 25 oder zwischen 28 und 40

Ausschlusskriterien

  • Bekannte akute und / oder chronische somatische Krankheiten. U.a. kardiovaskuläre Erkrankungen, Bluthochdruck, niedriger Blutdruck, Epilepsie, Migräne, Entzündungserkrankungen, Allergien (z.B. Heuschnupfen), Diabetes mellitus, gastrointestinale Störungen, Neuralgie/Neuropathie der Gesichtsnerven, Zahnschmerzen, Bluterkrankheit oder Blutarmut
  • Bekannte akute und / oder chronische psychische Störungen. U.a. oder Blut-/Spritzenphobie
  • Kopfschmerzen bei kaltem Wetter, bei Luftzügen, bei Druck am Kopf
  • Medikation in den letzten zwei Monaten
  • Konsum psychotroper Substanzen in den letzten vier Wochen
  • Exzessiver Konsum von Alkohol (mehr als zwei Standardgetränke pro Tag)
  • Hoher Konsum von Tabak (mehr als zehn Zigaretten pro Tag)
  • Bodybuilding (mehr als drei Stunden pro Woche)
  • Tragen von Schrittmachern, Defibrillatoren, Ohr- bzw. metallischen Implantaten
  • Blutspende oder signifikanter Blutverlust (wegen Unfall oder Operation) in den letzten drei Monaten
  • Langstreckenflüge in den vergangenen zwei Wochen
  • Schichtarbeit
  • Teilnahme an früheren Studien unserer Abteilung bzw. gleichzeitige Teilnahme an anderen
  • Interventionsstudien

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Inhalt und Ziel des Forschungsprojektes: Ein Ziel des Projekts ist die Erforschung des Zusammenhangs zwischen dem Vagusnerv und den Effekten von akutem Stress. Dies soll bezüglich verschiedener physiologischer Stresssysteme und Aktivitätszustände untersucht werden. Ein weiteres Augenmerk soll auf einen weiteren Risikofaktor, Übergewicht, gelegt werden. Übergewicht geht u.a. mit einer Abweichung der Aktivität des Vagusnervs einher. Somit stellen Unterschiede im Körpergewicht eine Möglichkeit dar, die Interaktion der verschiedenen physiologischen Systeme auf einer zusätzlichen Ebene zu untersuchen. Dies erlaubt einen differenzierten Einblick in die Rolle der verschiedenen physiologischen Akteure. Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext des Forschungsprojekts: Diese Querschnittsuntersuchung soll einerseits einen verbesserten Einblick in die Rolle zweier gesellschaftlich relevanter Risikofaktoren, Stress und Übergewicht, erlauben. Anderseits sollen neue Erkenntnisse zu aktivierbaren körperlichen Ressourcen und somit wertvolle Hinweise für Präventionsmöglichkeiten gewonnen werden.

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