Beschreibung der Studie

Wie die Sinneswahrnehmung unsere Bewegungen beeinflussen, ist nach wie vor Gegenstand der Forschung. Um eine Bewegungsaufgabe zu erlernen und auszuführen, ist die sensorische Empfindung sehr wichtig. Zum Beispiel wenn Sie im Fussball sehen, dass Sie einen Ball immer über das Tor schiessen, dann werden Sie automatisch Ihren Bewegungsablauf ändern. In der Rehabilitation ist dieses Feedback ebenfalls wichtig, da man die kompletten Bewegungsabläufe neu lernen muss. In diesem Forschungsprojekt untersuchen wir bei gesunden Probanden, welchen Einfluss die Sinneswahrnehmung auf unser motorisches Verhalten hat. Spezifisch untersuchen wir den Einfluss des Sehens und des Tastsinns auf die Wahrnehmungsfähigkeit und das Lernen während verschiedener Aufgaben. Zusätzlich untersuchen wir, ob wir die Leistungsfähigkeit während dieser Aufgaben mittels nicht-invasiver Hirnstimulation noch weiter verbessert werden kann.

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Studiendetails

Studienziel Verhaltensmarker (Genauigkeit, Geschwindigkeit, Wahrnemungswelle) und Neurophysiologische Marker.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 520
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle NCM-Lab, ETH Zürich

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Gesunde Versuchsteilnehmer.
  • In normaler physischer und psychischer Verfassung.

Ausschlusskriterien

  • Neurologische oder muskuläre Erkrankungen.
  • Metallimplantate im Körper.

Adressen und Kontakt

Eidgenössische Technische Hochschule Zürich, Zürich

Ansprechpartner: Prof. Dr. Nicole Wenderoth

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Häufig gestellte Fragen

Während der letzten Jahre wurde es immer wichtiger heraus zu finden, ob sensorische Stimulation die Aktivität des motorischen Systems verändern bzw. beeinflussen kann. Die Effekte sensorischer Stimulation auf das motorische System sind im Moment noch ziemlich unbekannt. Das sensorische System umfasst verschiedene Sinne, wie Tastsinn (auch bekannt als Haptik), Sehsinn und Hörsinn. Sensorische Informationen, insbesondere haptische und propriozeptive Informationen, sind essentiell um mit der Umwelt erfolgreich zu interagieren (zum Beispiel für die Interaktion mit Objekten). Sie sind aber auch für die Bewegungskontrolle wichtig, da sie kontinuierliche Rückmeldungen über im Moment aktive Bewegungsabläufe liefern. In der Vergangenheit hat sich die Forschung vor allem auf die Untersuchung von somatosensorischer Plastizität (unter der Verwendung sensorischer Diskriminationsaufgaben) in gesunden Probanden und Patienten konzentriert. Es besteht kein Zweifel daran, dass somatosensorisches Training zu signifikanten Verbesserungen der sensorischen Wahrnehmung führt. Die dadurch vergrößerten rezeptiven Felder verstärken Antworten des somatosensorischen Kortex nach der Stimulation und verbesserten die Leistung in somatosensorischen Diskriminationsaufgaben. Dennoch ist es bis jetzt noch nicht bekannt, in wie weit sensorische Information (vermittelt durch somatosensorische oder visuelle Reize) das motorische System direkt, im Sinne einer verbesserten Leistung oder einer Verbesserung der Neuroplastizität und des motorischen Lernens, beeinflussen kann. Wir werden untersuchen, ob die sensorische Wahrnehmung von haptischen oder visuellen Stimuli durch minimal- invasive Stimulationstechniken verbessert werden kann. Wir werden untersuchen ob die somatosensorische Information den motorischen Output und das motorische Lernen beeinflussen kann und ob die visuelle Information das motorische System beeinflussen kann. Dazu werden wir neurophysiologische Parameter oder motorische Leistung messen bzw. untersuchen.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien