Beschreibung der Studie

Bei Notfällen mit schweren Blutungen ist die rasche Diagnose von Blutgerinnungsstörungen sehr wichtig um eine effektive Therapie durchzuführen. Hierfür wird sehr häufig die sogenannte „Rotationsthrombelastometrie“, kurz ROTEM genannt, eingesetzt. Dabei wird aus einer geringe Menge abgenommenem Blut die Dauer der Blutgerinnselbildung sowie die Festigkeit des entstehenden Blutgerinnsels gemessen. Daraus lassen sich wichtige Störungen der Blutgerinnung innerhalb weniger Minuten erfassen. Bei Notfallpatienten kann es jedoch schwierig sein auf Grund der schweren Kreislaufstörung einen Zugang in einer Vene (Blutgefäß) anzulegen um das für die Messung erforderliche Blut zu erhalten, was zu Verzögerungen in der Diagnose und Therapie von Blutgerinnungsstörungen führen kann. Die europäischen Richtlinien zur Wiederbelebung sehen daher vor, dass im Notfall bei Schwierigkeiten mit dem venösen Zugang rasch auf einen sogenannten intraossären Zugang zurückgegriffen werden soll. Dabei wird eine Nadel in die Knochenmarkshöhle eines Knochens, meist in das Schienbein eingebracht. Über diesen intraossären Zugang können die Notfallmedikamente verabreicht werden und es kann auch Blut für Laboranalysen entnommen werden. Einige Laborwerte liefern dabei vergleichbare Werte wie die aus venösem Blut erhobenen Werte, andere können nicht verglichen werden. Es scheint bezüglich der Vergleichbarkeit der Werte aus intraossärem Blut und venösem Blut auch eine Rolle zu spielen, ob die Pateinten kurz davor Medikamente über den intraossären Zugang verabreicht bekommen haben. Ob die Laborwerte mit denen Blutgerinnungsstörungen diagnostiziert werden vergleichbar sind wenn sie aus venösem oder intraossärem Blut erhoben werden wurde bisher nicht untersucht. Dieser Studie ist es zu überprüfen ob die Blutgerinnungswerte die mit der ROTEM Methode gewonnen werden vergleichbar sind, wenn sie mit venösem und intraossärem Blut durchgeführt werden. Nach Auswertung der Blutabnahmen von gesunden Probanden werden anschließend auch Patientinnen der Erstversorgung miteingeschlossen.

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Studiendetails

Studienziel Vergleichbarkeit der mittels Rotationsthrombelastometrie erhobenen Messergebnisse aus intravenösem und intraossärem Blut
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 161
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Medizinische Universität Wien

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • gesunde Probanden (männlich und weiblich) ohne bekannte Erkrankung des Blutgerinnungssystems; polytraumatisierte PatientInnen

Ausschlusskriterien

  • Einnahme von Substanzen, die die Blutgerinnung beeinträchtigen . Schwangerschaft . Alter <18 oder > 99Jahre

Adressen und Kontakt

Universitätsklinik für Anästheise, allgemeine Intensivmedizin und Schmerztherapie, Wien

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Häufig gestellte Fragen

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Störungen der Hämostase, die im Rahmen schwerer Traumata auftreten, können mit Hilfe viskoelastischer Methoden diagnostiziert und therapiert werden. Im Vergleich zu herkömmlichen Standardlabortests liegen die Ergebnisse vergleichsweise schneller vor da es sich um eine bedside anwendbare Diagnostik handelt. Die Anlage venöser Zugänge kann im Falle der Versorgung polytraumatiesierter PatientInnen aufgrund der begleitenden zirkulatorischen Störungen zu einer Herausforderung werden. Um keine Zeit in der Diagnostik und Therapie zu verlieren, empfehlen internationale Guidelines daher die Anlage eines intraossären Zugangs für den Fall, dass mehr als eine venöse Fehlpunktion erfolgt ist. Die Verabreichung einiger Medikamente sowie die Blutabnahme aus intraossären Zugängen ist erlaubt. Bisher liegen keinerlei Daten darüber vor, ob Blut, dass aus introssären Zugängen gewonnen wurde, auch für viskoelsatische Testmethoden herangezogen werden kann. Ziel dieser Studie ist es, Ergenisse der Rotationsthrombelastometrie aus venös und intraossär gewonnenem Blut zu vergleichen.

Quelle

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