Beschreibung der Studie

Frühgeborene können leichte Beeinträchtigungen der Bewegung und des Denkvermögens haben und dadurch z.B. Schulprobleme entwickeln. Hierfür könnte das Kleinhirn möglicherweise mitverantwortlich sein. Das Ziel dieser Studie ist es, herauszufinden in welcher Weise die Frühgeburt Einfluss auf die Entwicklung des Kleinhirns und seiner Strukturen hat. Hierzu werden zwei Gruppe im jungen Erwachsenenalter verglichen: Teilnehmer, die vor der 32. Schwangerschaftswoche geboren wurden und Teilnehmer, die reif geboren wurden. Mit Hilfe zweiter MRT-Untersuchungen bei unterschiedlicher Magnetfeldstärke (3 und 7Tesla) soll die Frage beantwortet werden, inwieweit sich das Kleinhirn , bzw. dessen Strukturen/Volumen in beiden Gruppen unterscheidet und ob sich die Teilnehmer der zwei Gruppen in ihren Bewegungen, ihren Blinkreflexen und ihrem Denken unterscheiden. Bei den frühgeborenen Teilnehmern werden zudem Ultraschallbilder aus der Zeit nach der Geburt und die Ergebnisse der entwicklungsneuroloischen Untersuchung im Alter von 3 Jahren mit den aktuellen Ergebnissen dieser Studie verglichen.

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Studiendetails

Studienziel (Sub-) Struktur und Volumen des Kleinhirns, Visualisierung von Schädigungen und des Ncl. dentatus
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 40
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-EssenIFORES-Programm (Internes Forschungsstipendium für Kliniker)
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Frühchengruppe": 24+0 -
  • Kontrollgruppe": >/= 37 Schwangerschaftswochen geboren

Ausschlusskriterien

  • chromosomale Veränderungen, neurologische, psychiatrische oder andere schwerwiegende Erkrankungen, Epilepsie, Hirnblutung > 1. Grad oder periventrikuläre Leukomalazie im Neugeborenenalter, Sonderbeschulung, Klaustrophobie, metallische Implantate, aktive Implantate, feste Zahnspange, Drogen- oder Alkoholabusus, Einnahme von zentralwirksamen Medikamente, Stillende, schwangere und junge Frauen, bei denen eine Schwangerschaft nicht sicher ausgeschlossen ist,
  • relative Kontraindikationen: Tatoos, Stahlimplantate, Spirale, permanentes Make-up

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Frühgeburtlichkeit kann zu motorischen v.a. aber zu kognitiven Funktionsstörungen führen. MRT-Untersuchungen zeigen eine Volumenminderung des Kleinhirns Frühgeborener. Schädigungen des Kleinhirns könnten Einfluss auf die kortikale Entwicklung haben und umgekehrt. In dieser Studie wird das Kleinhirn sehr kleiner Frühgeborener mit dem reifgeborener Kinder im Erwachsenenalter in zwei MRT Untersuchungen (3 und 7 Tesla) verglichen. Ziel ist es, die Frage zu klären, ob es Unterschiede im Volumen und der Struktur einzelner Bereiche des Kleinhirns gibt und inwieweit der Ncl. dentatus (Output zum Kortex) bei Schädigungen im Rahmen der Frühgeburtlichkeit involviert ist. Wir spekulieren, dass der Ncl. denatus von Frühgeborenen sich von dem reifgeborener Probanden unterscheiden könnte, v.a. im Bereich des kognitiven Kompartiments. Die erhobenen Daten sollen mit den motorischen und kognitiven Leistungen der Patienten und mit den Ergebnissen einer Blinkreflexkonditionierung, ein Test der funktionellen Integrität des Kleinhirns, korreliert werden. Zudem werden die Ergebnisse dieser Studie in der Gruppe der Frühgeborenen mit den Ultraschallbilder aus der Neonatalzeit und den Ergebnissen der entwicklungsneurologischen Testung im korrigierten Alter von 3 Jahren korreliert.

Quelle

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