Beschreibung der Studie

Eine transiente globale Amnesie (= Gedächtnisverlust), kurz TGA, ist eine Erkrankung mit einer plötzlich einsetzenden und vorübergehenden Störung des Kurzzeitgedächtnisses, während der Betroffene zu Zeit und zu Situationen nicht orientiert sind. Typisch ist, dass die Orientierung zur Person („wer bin ich“, „wie heiße ich“) ebenso wie komplexe Handlungsabläufe immer erhalten sind. Ihrer Umgebung fallen diese Patienten häufig dadurch auf, dass sie immer wieder die gleichen Fragen stellen, sich aber an die Antworten nicht erinnern können. Obwohl sich die Gedächtnisstörung in der Regel komplett zurückbildet, bleibt für den Zeitraum, in welchem die Symptomatik voll ausgeprägt war eine dauerhafte Gedächtnislücke. Interessanterweise gibt es häufig typische Auslösesituationen der TGA, die man unter dem Begriff „psychischer und physischer Stress“ zusammenfassen kann. Man vermutet, dass die Erkrankung durch eine Stress-bedingte Störung der für die Gedächtnisfunktion zuständigen Regionen des Gehirns verursacht wird. Wir möchten untersuchen, inwieweit sich diese Störung des Gedächtnisses mittels funktioneller Kernspintomographie darstellen lässt. Dabei sollen Gedächtnisareale im Gehirn aktiviert werden, um Erkenntnisse über die Entstehungsmechanismen der TGA zu gewinnen. Außerdem möchten wir sogenannte Stresshormone im Blut bestimmen.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Veränderung der zerebralen Netzwerke, gemessen mit Resting-state fMRT (T0, T1, T2), im Vergleich zwischen den Gruppen sowie innerhalb der TGA-Gruppe (Arm 1) im Verlauf der Messzeitpunkte
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 40
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Arm 1:
  • transiente globale Amnesie
  • Patient ist noch in der Episode
  • Arm 2:
  • Kontrollperson, keine akute Erkrankung
  • beide Gruppen:
  • Rechtshänder
  • Einverständnis zur Teilnahme an der Studie (schriftlich dokumentiert)

Ausschlusskriterien

  • Arm 1:
  • Phase der anterograden Amnesie ist beendet.
  • Beide Gruppen:
  • Kontraindikationen gegen die Durchführung einer MRT
  • Einnahme von systemisch wirksamen Cortisol-Präparaten

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Transitorische Ischämische Attacke-Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Transiente globale Amnesie (TGA) ist ein neurologisches Krankheitsbild, das durch eine akut einsetzende Störung des anterograden Gedächtnisses gekennzeichnet ist, die maximal 24 Stunden anhält. Das Muster der Gedächtnisbeeinträchtigung spricht für eine Störung der Gedächtnisbildung im Hippokampus. Die Beobachtung, dass in bis zu 90% der TGA-Fälle eine emotionale oder physische Belastungssituation vorausgeht, führte dazu, dass eine Stress-assoziierte Ätiologie postuliert wurde. Wir haben mittels Magnetresonanztomographie (MRT) nach TGA kleine Läsionen im Hippocampus beobachtet und die Hypothese aufgestellt, dass die Störung durch eine transiente Stress-assoziierte Hemmung der Gedächtnisbildung im Hippocampus verursacht wird. Ziel dieser Studie ist es, die Rolle impliziter und expliziter Lern- und Gedächtnisprozesse sowie die Auswirkungen von Stress und der Arbeitsweise der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HHN-Achse) bei akuter und chronischer Beeinträchtigung des Hippokampus am Beispiel der TGA zu untersuchen. Dabei sollen neben Patienten mit akuter TGA gesunde Kontrollpersonen untersucht werden. Bei den Teilnehmern werden Cortisol-Messungen aus Speichel während und nach der TGA durchgeführt, ein Cortisol Tagesprofil vor und nach Dexamethason-Hemmtest angefertigt sowie Cortisol Messwerte im Rahmen einer experimentellen Stressinduktion mittels Socially evaluated Cold Pressor Test (SECPT) erhoben. Mit Hilfe von funktioneller MRT werden hippocampale Aktivierungsmuster während impliziter Lern- und Gedächtnisprozesse untersucht. Wir verwenden herfür ein Paradigma zur kontextuellen Furchtkonditionierung.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.

Annotation headline

Annotation Synonyms

Annotation text

Weiterlesen Quelle: