Beschreibung der Studie

Das Regenerations-Training richtet sich ArbeitnehmerInnen, die regelmäßig keinen erholsamen Schlaf finden und sich gedanklich nur schwer von der Arbeit lösen können. Nach Phasen starker (beruflicher) Belastungen verlangen unsere körperlichen und mentalen Kräfte nach Erholung. In vielen Berufen verschwimmen jedoch die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit. Durch Internet und Smartphones sind ArbeitnehmerInnen oft ständig für die Arbeit erreichbar und private Räume zur Erholung werden nur noch wenig wahrgenommen. Manche Belastungen erscheinen dann unausweichlich und kaum veränderbar. An diesem Punkt sind gelingende Regenerations-Phasen umso wichtiger, um chronischen Stress zu verhindern. Chronischer Stress entsteht, wenn es nicht gelingt, einen angemessenen Wechsel von beruflicher Anspannung und Regeneration herzustellen. Regeneration beinhaltet: • die gedankliche Distanzierung von beruflichen Problemen, denn Grübeln und Sorgen über die Arbeit können zu ebenso starker Anspannung führen, wie die Arbeit selbst. • aktives Erholungsverhalten, das wichtig ist, um die gedankliche Distanzierung zu fördern. Erholungsaktivitäten helfen, den Kopf frei zu kriegen. • erholsamen Schlaf. Das ist der wichtigste Baustein der Regeneration. Beruflicher Stress und insbesondere das Grübeln und Sorgen darüber führen zu erhöhter Anspannung, was eine Ursache für Schlafstörungen darstellt. 10 % der Bevölkerung leiden unter Einschlaf-, Durchschlafschwierigkeiten, nicht-erholsamen Schlaf oder Früherwachen. Ziele und Forschungshypothesen: Das zu evaluierende Online Training wurde bereits im Rahmen von zwei randomisiert-kontrollierten Studien auf Wirksamkeit hin erfolgreich evaluiert. Stichprobe waren Lehrerinnen und Lehrer. Das primäre Ziel der hier zu beurteilenden Studie ist, ob sich die positiven Effekte und die Zufriedenheit der Lehrerinnen und Lehrer auch allgemein auf Arbeitnehmer_innen übertragen lassen.

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Studiendetails

Studienziel Schweregrad insomnischer Beschwerden, gemessen durch den Insomnia Severity Index (ISI, Morin, 2011) vor dem Training (Baseline), nach dem Training (8 Wochen) und 6 Monate nach Randomisierung.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle European Union (finanzielle Förderung organisiert über NBank bzw. Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • momentan Arbeitnehmer (nicht arbeitslos)- Internetzugang; gültige E-Mail-Adresse

Ausschlusskriterien

  • zum Baseline-Zeitpunkt leichte Suizidalität, gemessen durch das Item 9 des BDI II (Wert >1); nicht bereit, die Einverständniserklärung zu unterschreiben

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Insomnien und arbeitsbezogener Stress treten häufig gemeinsam auf und sind mit individuellem Leiden und Funktionseinschränkungen, sowie mit hohen ökonomischen Kosten verbunden. Internet-basierte kognitiv-verhaltenstherapeutische Interventionen für Insomnien (IKVT-I) haben das Potenzial, die bestehende Versorgungslücke zu verringern und haben sich vielfach als effektiv erwiesen. Weniger bekannt ist über die Effektivität von IKVT-I in Populationen mit arbeitsbezogenem Stress. Dabei richtet sich das Training besonders an solche Arbeitnehmer_innen, bei denen die Trennung zwischen Arbeits-und Privatleben, z.B. aufgrund von der antizipierten Erwartung ständiger Erreichbarkeit, schwierig ist. Ist die Trennung zwischen Arbeits-und Privatleben durch die Beschaffung des Arbeitsplatzes erschwert, fällt die gedankliche Distanzierung und somit Regeneration von der Arbeit schwerer. In einer zweiarmigen, randomisiert-kontrollierten Studie (N = 200) werden die Effekte eines IKVT-I Trainings (GET.ON Regeneration) mit denen einer Warte- Kontrollbedingung vor und nach dem Training verglichen. Deutsche Arbeitnehmer werden in die Studie eingeschlossen. GET.ON Regeneration betont neben klassischen KVT-I Elementen (z.B. Schlafrestriktion, Überprüfung dysfunktionaler schlafbezogener Kognitionen) die gedankliche Distanzierung von beruflichen Problemen und die Förderung von Erholungsaktivitäten. Das primäre Zielkriterium ist die Schwere insomnischer Beschwerden, gemessen durch den Insomnia Severity Index (ISI).

Quelle

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