Beschreibung der Studie

Hintergrund: Lungenkrebs ist in Deutschland die vierthäufigste Krebsneuerkrankung und gleichzeitig die häufigste Krebstodesursache. Bei Lungenkrebspatienten, die erfolgreich behandelt wurden, werden regelmäßig ärztliche Nachsorgeuntersuchungen durchgeführt, um eine mögliche Wiedererkrankung an Krebs frühzeitig zu erkennen. Zurzeit gibt es jedoch noch nicht ausreichende Forschungserkenntnisse zu der Frage, was eine optimale Nachsorge bei Lungenkrebs ausmacht. Unbekannt ist hierbei auch, wie sich die regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen auf die Psyche, den Alltag und das soziale Leben der Patienten und deren Familien auswirken. Ziel der Studie: Durch die PAUSE-Studie soll das Erleben von Nachsorgeuntersuchungen bei Lungenkrebspatienten erfasst werden, um zu erfahren, ob und wenn ja welche psychosozialen Belastungen damit einhergehen. Basierend auf den Ergebnissen kann die Nachsorgepraxis bei Lungenkrebs hinsichtlich der psychosozialen Bedürfnisse von Patienten neu überdacht werden. Studiendesign: Es werden in einem ersten Schritt ca. 25 erfolgreich beahndelte Lungenkrebspatienten sowie ca. 25 Angehörige interviewt zu ihrem Erleben der Nachsorge und deren Auswirkung im psychosozialen Bereich. In einem zweiten Schritt wird aus diesen Ergebnissen ein Fragebogen entwickelt, an Hand dessen in ganz Deutschland ein gewisse Menge an erfolgreich behandelten Lungenkrebspatienten befragt werden zu ihrem Erleben der Nachsorgeuntersuchungen.

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Studiendetails

Studienziel Erhebung und Analyse der psychosozialen Auswirkungen von Nachsorge-Untersuchungen aus der Sicht von kurativ behandelten Lungenkrebspatienten und deren Angehörigen
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Klinik für Palliativmedizin, Universitätsklinikum Freiburg

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten nach kurativer Lungenkrebs-Behandlung im Stadium I-IIIa; älter als 18 Jahre; freiwillige und informierte Einwilligung; physisch und psychisch in der Lage, ein Interview von 1h zu führen
  • Angehörige von Patienten nach kurativer Lungenkrebs-Behandlung im Stadium I-IIIa; älter als 18 Jahre; freiwillige und informierte Einwilligung; physisch und psychisch in der Lage, ein Interview von 1h zu führen

Ausschlusskriterien

  • Lungenkrebs-Patienten in fortgeschrittenen Stadien (IIIb-IV) und deren Angehörige; jünger als 18 Jahre; keine freiwillige und informierte Einwilligung; physisch und psychisch nicht in der Lage, ein Interview von 1h zu führen

Adressen und Kontakt

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Hintergrund: Das Hauptziel regelmäßiger Nachsorgeuntersuchungen bei kurativ behandelten Krebspatienten liegt in der Früherkennung eines Tumorrezidivs. Bei Lungenkrebs, der in Deutschland vierthäufigsten Krebsneuerkrankung und häufigsten Krebstodesursache, ist aktuell jedoch noch nicht identifiziert, was als optimale Nachsorgestrategie anzusehen ist. Die diesbezügliche Studienlage ist bisher gering – als Schwerpunkte zeigen sich hauptsächlich die Dimensionen Nutzen, Kosten, Häufigkeit und Aufwand – und die Ergebnisse sind oft heterogen. Zu den psychosozialen Auswirkungen von Krebsnachsorgeuntersuchungen auf Betroffene und deren Angehörige findet sich so gut wie keine empirische Arbeit. Vor dem Hintergrund, dass Lungenkrebs-Patienten im Vergleich zu Patienten mit anderen häufigen Tumorentitäten eine signifikant höhere psychosoziale Belastung aufweisen, erscheint dies jedoch als besonders angezeigt. Ziel der Studie: Durch die PAUSE-Studie soll das Erleben von Nachsorgeuntersuchungen bei Lungenkrebspatienten erfasst werden, um zu erfahren, ob und wenn ja welche psychosozialen Belastungen damit einhergehen. Durch die PAUSE-Studie können empirische Daten zur Be- und Entlastung der betroffenen Patienten geliefert werden (Stichwort Lebensqualität) und damit Impulse, • um die derzeitigen Empfehlungen und Praktiken neu zu überdenken, • die Perspektive und Lebensqualität der Betroffenen stärker in den Mittelpunkt zu rücken und • die psychosoziale Nachsorge im Rahmen der Kontrolluntersuchungen zu reflektieren. Studiendesign: Das geplante Mixed-Method-Design umfasst einen qualitativen sowie eine quantitativen Arm. Im qualitativen Arm werden ca. 25 Patienten sowie ca. 25 Angehörige in einem einstündigen, semi-strukturierten Interview befragt werden. Die Interviews werden anschließend wortwörtlich transkribiert und inhaltsanalytisch ausgewertet. Ausgehend von den Ergebnissen der beiden qualitativen Interviewstudien wird anschließend im Rahmen des quantitativen Arms eine Fragebogenstudie durchgeführt, innerhalb derer die verschiedenen Ausprägungen der psychosozialen Belastungen bei kurativ behandelten Lungenkrebspatienten deutschlandweit erfasst werden sollen.

Quelle

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