Beschreibung der Studie

Internationale Studien zeigen, dass soziale Ungleichheiten sowohl im Zugang und der Inanspruchnahme als auch in der Qualität der kardiologischen Versorgung zu Lasten von Personen mit niedrigem sozioökonomischen Status existieren. Ziel der Studie ist es, im Rahmen einer qualitativen Längsschnittstudie den Einfluss sozialer Faktoren auf den Zugang zur medizinischen Versorgung sowie auf die Inanspruchnahme und die Qualität von Versorgungsleistungen bei Patienten mit KHK zu untersuchen. Dazu werden konsekutiv über 6 Monate 60 Patienten mit KHK im Alter von 60-80 Jahren in der Klinik für Innere Medizin III (Kardiologie) der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg rekrutiert. Die Patienten werden während des Krankenhausaufenthaltes und 6 Monate später persönlich mittels leitfadengestützter Interviews mündlich befragt.

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Studiendetails

Studienziel Mittels leitfadengestützer Interviews werden die Krankheitsgeschichte, die positiven und negativen Erfahrungen während der Versorgung, die wahrgenommenen Qualität der Behandlung und der persönliche Umgang mit der Krankheit erfasst. Die Interviews werden während des Krankenhausaufenthaltes geführt. Folgende Fragestellungen sollen beantwortet werden: 1. Welchen Einfluss haben soziale Ungleichheiten auf den Zugang, die Inanspruchnahme und die Qualität gesundheitlicher Versorgungsleistungen in den einzelnen Versorgungsphasen bei KHK? 2. Lassen sich bestimmte Einflussfaktoren und Mechanismen identifizieren, die zu sozialen Ungleichheiten in der Versorgung führen? 3. Wie interagieren und akkumulieren soziale Ungleichheiten über den Behandlungs- und Versorgungsverlauf?
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Wilhelm-Roux-Programm zur Nachwuchs- und Forschungsförderung der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • stationär aufgenommene PatientInnen der Klinik für Innere Medizin III des Universitätsklinikums Halle/Saale, 60-80 Jahre alt, mit Koronarer Herzkrankheit als Haupt- oder Nebendiagnose und mit einer weiterer Haupt- oder Nebendiagnose: stabile Angina pectoris, akutes Koronarsyndrom oder Herzrhythmusstörungen

Ausschlusskriterien

  • Nicht-ausreichende Sprachkenntnisse zur Durchführung eines Interviews in Deutsch, andere Herzerkrankungen ohne KHK und/oder moribunde Patienten

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Die koronare Herzkrankheit (KHK) zählt in allen modernen Gesellschaften zu den führenden Todesursachen. Unzählige medizinische, soziologische und epidemiologische Studien haben soziale Ungleichheiten in der Morbidität und Mortalität bei KHK zu Ungunsten sozial benachteiligter Personengruppen nachweisen können. Trotz relativ klarer diagnostischer Kriterien und etablierter Behandlungsprinzipien zeigen internationale Studien, dass Ungleichheiten sowohl im Zugang und der Inanspruchnahme als auch in der Qualität der kardiologischen Versorgung zu Lasten von Personen mit niedrigem sozioökonomischen Status existieren. Ziel der Studie ist es, im Rahmen einer qualitativen Längsschnittstudie den Einfluss sozialer Faktoren auf den Zugang zur medizinischen Versorgung sowie auf die Inanspruchnahme und die Qualität von Versorgungsleistungen bei Patienten mit KHK zu untersuchen. Dazu werden konsekutiv über 6 Monate 60 Patienten mit KHK im Alter von 60-80 Jahren in der Klinik für Innere Medizin III (Kardiologie) der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg rekrutiert. Die Patienten werden während des Krankenhausaufenthaltes und 6 Monate später persönlich mittels leitfadengestützter Interviews mündlich befragt. Im Rahmen eines qualitativen Stichprobenplans werden jeweils 20 Patienten mit stabiler Angina pectoris, akutem Koronarsyndrom und Herzrythmusstörungen ausgewählt, von denen jeweils 10 aus einer hohen und 10 aus einer niedrigen Statusgruppe kommen. Die Interviews werden mit Hilfe der Grounded Theory ausgewertet.

Quelle

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