Beschreibung der Studie

Das Ziel der Studie ist, den Bedarf einer gemeinsamen kardiovaskulären Prävention von Betriebsärzten und Hausärzten in einem mittelständischen Unternehmen zu ermitteln. Dazu wird anhand des PROCAM-Score das kardiovaskuläre Gesamtrisiko berechnet. Ab einem mittleren Risiko in den nächsten 10 Jahren einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden ist eine Gespräch über eine kardiovaskuläre Prävention sinnvoll. Die Studie findet in der Firma TRIMET Aluminium SE statt. Dort sind ca. 750 Mitarbeiter beschäftigt. Die Mitarbeiter werden wie üblich durch den Betriebsarzt im Rahmen der arbeitsmedizinischen Vorsorge-untersuchungen nach berufs-genossenschaftlichen Grundsätzen untersucht. Im Rahmen der betriebsärztlichen Untersuchung wird das Angebot zur Teilnahme an der Studie unterbreitet und mögliche Fragen beantwortet. Ist er mit der Teilnahme an der Studie einverstanden, bekommt er einen persönlichen Studienfragebogen. Dieser beinhaltet Fragen zu Vorerkrankungen, familiäre Belastung und Wünsche für Präventionsmassnahmen. Der Teil 1 des Fragebogens wird vom Betriebsarzt auf Vollständigkeit überprüft und mit dem Mitarbeiter besprochen. Danach erfolgt durch den Betriebsarzt die Dokumentation der im Teil 2 des Studienfragebogens aufgeführten Messwerte (Größe, Gewicht, Bauch- und Hüftumfang, RR-Messungen, Medikamente). Anhand der gemessenen Werte wird für die Probanden das individuelle Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall innerhalb der nächsten 10 Jahre ermittelt. Die Berechnung erfolgt mit dem PROCAM-Schnelltest (http://www.assmann-stiftung.de/procam-studie/procam-tests/). Anhand des ermittelten kardiovaskulären Risikos erfolgt eine Einstufung des Probanden in drei Kategorien niedriges (0-10%*), mittleres (10-20%*) oder hohes (>20%*) Risiko. Auf eine Blutuntersuchung kann bei dem verwendeten Schnelltest verzichtet werden. Der ermittelte Risikobereich wird dem Probanden durch den Betriebsarzt am Ende der Untersuchung mitgeteilt. Bei Bedarf werden der Proband und/oder der Hausarzt über notwendige Therapien informiert. Auf ausdrücklichen Wunsch des Probanden könnte auch eine direkte Kontaktaufnahme zwischen Betriebs- und Hausarzt erfolgen.

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Studiendetails

Studienziel Kardiovaskuläre Gesamtrisiko: Prozentuales Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall in den nächsten 10 Jahren. Berechung und Aufklärung über das Risiko nach der Durchführung der Ananmnese und körperlichen Untersuchung des Patienten. Berechung mit dem PROCAM-Score.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 250
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Institut für Hausarztmedizin der Universität Bonn

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Mitarbeiter der untersuchten Firma
  • Schriftliche Einverständniserklärung

Ausschlusskriterien

  • Intellektuelle Einschränkung zur Teilnahme an der Studie

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sie aktuelle Koronare Herzkrankheit-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Durch eine Risikodetektion können gezielt Präventionsmaßnahmen eingeleitet werden . Die Gesundheitsuntersuchung ist die erste Untersuchung beim Hausarzt, bei der eine Risikoaufklärung durchgeführt wird. Jedoch nehmen nur 17 Prozent der Anspruchsberechtigten an dieser Untersuchung teil. Die meisten Patienten sind bei dieser Untersuchung über 55 Jahren alt. Diese Patienten haben schon größtenteils chronische Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes mellitus. Für viele Patienten ist der Betriebsarzt der erste Ansprechpartner. Durch eine Einbindung des Betriebsarztes könnten Folgekrankheiten durch eine frühzeitige Initiierung eines gesundheitsbewussten Verhaltens vermieden werden. Im Projekt „ÄrBeK – Ärzte und Betrieb als Kooperationspartner“ von der Bertelsmann Stiftung wurde die Erfassung von kardiovaskulären Risikofaktoren und Einteilung in Risikoklassen als eine Möglichkeit zu Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Hausarzt und Betriebsarzt gesehen. Patienten mit einem mittleren Risiko sollen nach Rücksprache mit dem Hausarzt gezielt Präventionsmaßnahmen innerbetrieblich angeboten werden sollen. Bei einem erhöhten Risiko sollte mit einer leitlinienorientierten Therapie wie z.B. eine medikamentöse Therapie einer Fettstoffwechselstörung begonnen werden. Zusätzlich sollen Präventionsprogramme zur Motivation einer Verhaltensänderung wie z.B. Rauchstopp den Mitarbeitern angeboten werden. Eine konkrete Umsetzung dieses Konzeptes hat bisher nicht stattgefunden.

Quelle

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