Beschreibung der Studie

Screening und Kurzintervention zur Reduktion des Alkoholkonsums von Patienten mit riskantem oder schädlichem Alkoholkonsum (SBI) werden trotz der Empfehlung von WHO und anderen Institutionen von deutschen Hausärzten kaum eingesetzt. Die motivationalen Barrieren von Hausärzten gegen die Umsetzung von SBI sollten deshalb im Interesse einer Verbesserung der hausärztlichen Suchtprävention gründlicher untersucht werden. Im Rahmen unserer Untersuchung soll der negative Einfluss unbefriedigender Vergütung auf die SBI-Motivation von Hausärzten im Vergleich zu anderen Barrieren wie ungenügende Adherence von Patienten oder eingeschränkte Machbarkeit von SBI-Instrumenten (bspw. Screening-Fragebögen) untersucht werden. Auf unseren Ergebnissen aufbauend sollen Empfehlungen zur Weiterentwicklung bestehender Methoden und Strategien im Zusammenhang mit SBI erarbeitet werden.

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Studiendetails

Studienziel SBI-Motivation von Hausärzten, bspw. Bereitschaft zum Aufbau einer Veränderungsmotivation bei Patienten mit riskanten Alkoholkonsum
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Referat Drogen und Sucht 425, Bundesministerium für Gesundheit

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • abgeschlossenes Studium der Humanmedizin,
  • hausärztliche Tätigikeit in der Patientenversorgung

Ausschlusskriterien

Adressen und Kontakt

Hausarztpraxen in Deutschland

Ansprechpartner: Prof. Dr. Thomas Fankhänel

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Häufig gestellte Fragen

Obwohl die Wirksamkeit von Screening und Kurzintervention zur Reduktion des Alkoholkonsums bei Patienten mit zu hohem Konsum in mehreren Untersuchungen gezeigt werden konnte, wird bislang nur ein kleiner Teil von Patienten entsprechend versorgt. Mehrere Studien zeigen, dass auf Seiten der Hausärzte zahlreiche Barrieren gegen die Durchführung entsprechender Maßnahmen bestehen. Neben bspw. Zeitmangel, zu hoher Arbeitsbelastung oder unbefriedigender Vergütung betonen in Studien befragte Hausärzte vor allem Komplikationen im Zusammenhang mit der Arzt-Patient-Beziehung mit der Folge geringer Selbstwirksamkeitserwartung, Behandlungsmotivation und Arbeitszufriedenheit. Methode Befragung von N=200 Hausärzten mittels Fragebogen (Vignettenstudie) mit einem 2(Adherence hoch/niedrig bzw. Machbarkeit hoch/niedrig) x 2(Vergütung hoch/niedrig) Design mit SBI-Motivation als abhängiger Variable. Hypothese 1: Die SBI-Motivation von Hausärzten wird durch unbefriedigende Adherence von Patienten im Zusammenhang mit SBI negativ beeinflusst, jedoch nicht durch die Höhe der Vergütung. Hypothese 2: Die SBI-Motivation von Hausärzten wird durch die eingeschränkte Machbarkeit der SBI-Instrumente negativ beeinflusst, jedoch nicht durch die Höhe der Vergütung. Aktuelle SBI-Instrumente (bspw. Screening-Fragebögen) sollen vor dem Hintergrund unserer Ergebnisse kritisch diskutiert werden. Eine Überarbeitung bestehender Methoden und Strategien zur Verbesserung der hausärztlichen Suchtprävention wird angeregt.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien