Beschreibung der Studie

Seit Jahrzehnten dienen Medikamente aus der Gruppe der Kumarine (z.B. Marcumar) zur Vorbeugung von Komplikationen wie z.B. Schlaganfall bei Vorhofflimmern. Mit den sogenannten Neuen oralen Antikoagulantien (Pradaxa, Xarelto, Eliquis) stehen erstmals alternative Medikamente zur Verfügung. Diese sollen laut Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) vor allem bei Patienten eingesetzt werden, die sich mit der bisher üblichen Marcumartherapie nicht gut einstellen lassen. Doch wie sieht die Praxis aus? Aus welchen Gründen werden Patienten auf diese neuen oralen Antikoagulantien umgestellt? Wie gut war die Marcumar-Einstellung zum Zeitpunkt des Wechsels? Diesen Fragen geht die vorliegende Studie nach und untersucht zu diesem Zwecke Daten von Hausarztpatienten, die in den letzten zwei Jahren Pradaxa, Xarelto oder Eliquis verordnet bekommen haben.

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Studiendetails

Studienziel TTR bei Wechsel von VKA zu NOAK (wird mit einer Formel anhand der INR-Werte berechnet)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Institut für Hausarztmedizin, Universitätsklinikum Bonn

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Hausarztpatienten, die in den letzten zwei Jahren eines der Medikamte Pradaxa, Xarelto oder Eliquis verordnet bekommen haben

Ausschlusskriterien

  • Dauer der Marcumar-Einnahme vor Wechsel auf die neuen oralen Antikoagulantien < 6 Monate

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Seit Jahrzehnten dienen die Vitamin-K-Antagonisten (VKA) aus der Gruppe der Kumarine zur Prävention von kardioembolischen Komplikationen bei nichtvalvulärem Vorhofflimmern. Mit den neuen oralen Antikoagulanzien Dabigatran (Pradaxa®), Rivaroxaban (Xarelto®) und Apixaban (Eliquis®) stehen erstmals Alternativen zur Verfügung. In der S1-Handlungsempfehlung der DEGAM wird ein Wechsel von einem VKA auf die neuen oralen Antikoagulantien (NOAK) bei einer stabilen INR-Einstellung nicht empfohlen. Bei einem TTR (=time in therapeutic range, Maß für Güte der Einstellung; beschreibt prozentualen Anteil der Zeit, in der INR-Werte im Zielspiegelbereich liegen) > 72,6% geht man davon aus, dass die NOAK den VKA nicht klinisch überlegen sind. Doch wie sieht es in der Praxis aus? Dieser Frage geht die vorliegende retrospektive Studie nach und berechnet den TTR-Wert zum Zeitpunkt eines Wechsels von VKA auf NOAK. Eingeschlossen werden Hausarztpatienten, die in den letzten zwei Jahren Pradaxa, Xarelto oder Eliquis verordnet bekommen haben. Ziel ist die Überprüfung der Anwendung der Handlungsempfehlung für NOAK.

Quelle

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