Beschreibung der Studie

Selbst-verletzendes Verhalten ist ein häufiges Phänomen im Kinder- und Jugendpsychiatrischen Kontext. Jugendliche die sich häufig selbst verletzenden zeigen geringere Schmerzsensibilität im Vergleich zu gesunden Kontrollen. Zum Beispiel, berichten Jugendliche mit nicht-suizidalem selbst-verletzendem Verhalten (NSSV) eine höhere Schmerzschwelle und Schmerztoleranz. Unklar ist bislang ob diese subjektive Wahrnehmung sich auch in der körperlichen Reaktion auf Schmerzen widerspiegelt. Zwei Sternsysteme - das autonome Nervensystem und die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse - zeigen eine deutliche Reaktion auf experimentell induzierte Schmerzen beim Menschen. Die Studie untersucht Unterschiede in der Reaktion beider Systeme auf einen künstlichen Schmerzreize bei Jugendlichen die sich regelmäßig selbst verletzen im Vergleich zu einer Gruppe von gesunden Kontrolle. All Teilnehmer werden gebeten ihre Hand solange in Eiswasser zu halten, bis sie den Schmerz nicht mehr aushalten können. Der Blutdruck und der Kortisolspiegel im Speichel werden vor und nach dem Schmerzreiz gemessen. Herzrate und Herzratenvariabilität werden kontinuierlich über den Verlauf des Experiments gemessen. Die Teilnehmer werden weiter gebeten, eine Fragebogen zur subjektiv erlebten Schmerzintensität auszufüllen. Unterschiede zwischen beiden Gruppen im Hinblick auf die körperliche Reaktion werden mit statistischen Verfahren ermittelt. Es wird erwartet, dass Jugendliche mit NSSV eine verminderte körperliche Erregung als Reaktion auf den Schmerzreiz zeigen.

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Studiendetails

Studienziel Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse gemessen über Speichelkortisol vor und nach der experimentellen Schmerzinduktion; Reaktion des autonomen Nervensystems kontinuierlich gemessen über Herzrate und Herzratenvariabilität; Blutdruckmessung vor und nach der experimentellen Schmerzinduktion
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle SRH Hochschule Heidelberg, Fakultät fuer Therapiewissenschaften

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Nicht-suizidales selbstverletzendes Verhalten / borderline Persönlichkeitsstörung; Alters- und Geschlecht-gematchte Kontrollgruppe

Ausschlusskriterien

  • andere psychiatrische Erkrankungen (z.B. Schizophrenie), akute Substanzabhängigkeit, körperliche Erkrankungen mit Einfluss auf ANS/HPA (z.B. Bluthochdruck, kardiovaskuläre Erkrankungen)

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Jugendliche mit selbst-verletzendem Verhalten berichten geringere Schmerzsensibilität im Vergleich zu gesunden Kontrollen. Unklar ist bislang, ob diese verminderte Schmerzsensibilität auch mit einer veränderten körperlichen Reaktion auf experimentell-induzierte Schmerzen einhergeht., Die Reaktion der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (Speichelkortisol) und des autonomen Nervensystems (Herzrate, Herzratenvariabilität, Blutdruck) auf induzierten Kälteschmerz wird in einer Gruppe von Jugendlichen mit nicht-suizidalem selbstverletzenden Verhalten und gesunden Kontrollen verglichen. Als standardisierter Kälteschmerzreiz wird der Cold Pressor Task verwendet. Die Schmerzschwelle und Schmerztoleranz der Teilnehmer wird erfasst während Speichelprobe vor und nach der schmerzhaften Stimulation gesammelt werden, und die Reaktion des autonomen Nervensystems kontinuierlich über den Verlauf des Experiments durch Ableitung der Herzrate und Herzratenvariabilität erfasst wird. Darüber hinaus, wird vor und nach dem Schmerzreiz der Blutdruck der Teilnehmer gemessen. Es wird erwartet, dass die geringe Schmerzsensibilität bei Jugendlichen mit nicht-suizidalem selbst-verletzendem Verhalten auch mit einer geminderten körperlichen Reaktion einhergeht.

Quelle

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