Beschreibung der Studie

Wir wollen den Einfluss von Herzkreislauf-Parametern auf den Langzeitverlauf bei Schlaganfällen besser verstehen. In dieser Situation ist in der akuten Phase eine optimale Durchblutung der das Schlaganfallgebiet umgebenden Gefäße sehr wichtig. Durch die Optimierung der Durchblutung der Umgehungskreisläufe kann die Ausdehnung des vom Schlaganfall betroffenen Hirnareals oftmals eingedämmt werden. Die Optimierung der Durchblutung erfolgt in der Regel durch eine Verbesserung des mittleren arteriellen Blutdruckes. Es wird angenommen, dass die Herzauswurfleistung einen weiteren wichtigen Parameter für die Gehirndurchblutung darstellt. Alle teilnehmenden Patienten werden gemäß des Standards unserer Schlaganfallversorgung entsprechend den Vorgaben der deutschen Schlaganfallgesellschaft zur Optimierung des mittleren arteriellen Blutdruckes behandelt werden. Die Hälfte der teilnehmenden Patienten (Entscheidung per Losverfahren) wird zusätzlich zu der Standardüberwachung des mittleren arteriellen Blutdruckes einen Monitor, der die Herzauswurfleistung ermitteln kann, erhalten. Die Aufteilung der Patienten in 2 Gruppen erfolgt zum Vergleich der beiden Behandlungsmethoden (Standardbehandlung versus Standardbehandlung plus zusätzlichen Monitor). Der Monitor wird an die kontinuierliche Blutdruckmessung angeschlossen, es sind keine weiteren eingreifenden oder belastenden Maßnahmen hierzu nötig (kein zusätzlicher Katheter o.ä.). Mittels des zusätzlichen Monitors kann zusätzlich zur Optimierung der Blutdruckwerte zeitgleich die Herzauswurfleistung auf einen vorgegebenen Zielwert, der einer normwertigen Herzauswurfleistung entspricht, eingestellt werden. Um diese Zielwerte zu erreichen, erfolgen ggfs. gemäß der Messwerte eine sehr differenzierte und indvidualisierte, den Kreislauf unterstützende Behandlung mit ggfs. Flüssigkeitstherapie oder Medikamenten, die die Herz- Kreislauffunktion unterstützen.

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Studiendetails

Studienziel Klinisches Outcome anhand des modified Rankin Scores nach 3 Monaten
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 300
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Freiburg
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter >18 und <85 Jahre, Nachweis eines ischämischen Hirninfarktes mittels Computer- oder Kernspintomographie ≥30% des Mediaterritoriums, Symptombeginn <12h

Ausschlusskriterien

  • v.-Thrombolysetherapie mit rtPA, Vorliegen einer intrazerebralen Blutung als Ursache des Schlaganfalls, vorbestehendes behinderndes Defizit entsprechend eines mRS >2, schwerwiegende Begleiterkrankung, die mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer relevanten Beeinflussung des 3 Monats-Outcomes führt (z.B. malignes Grundleiden)

Adressen und Kontakt

Klinik für Neurologie, Jena

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Universitätsklinikum, Freiburg im Breisgau

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Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Die frühe Optimierung der zerebralen penumbralen Perfusion eines ischämischen Schlaganfalls ist zur Aufrechterhaltung des Strukturstoffwechsels eine essentielle Voraussetzung für die Begrenzung des finalen Infarktvolumens und damit für eine Verbesserung des klinischen Outcomes. Bislang wird in der Schlaganfallversorgung der mittlere arterielle Druck (MAD) als Zielparameter zur Verbesserung der zerebralen Perfusion genutzt. Hintergrund ist die rasche Verfügbarkeit des Parameters und dessen vermutete Korrelation zur zerebralen Perfusion aufgrund von vaskulärer Autoregulation und Perfusionsdruck. MAD-Werte sind abhängig von der kardialen Auswurfleistung und dem systemischem Gefäßwiderstand. Daher wird davon ausgegangen, dass die MAD-Werte mit der kardialen Auswurfleistung korrelieren. Entscheidend für die Organintegrität und die Organfunktion insbesondere zerebral ist ein ausreichendes Sauerstoffangebot. Die Organperfusion und damit das Sauerstoffangebot wiederum sind abhängig von der Herzauswurfleistung. Eine frühe Optimierung der Herzauswurfleistung und des hieran gekoppelten Sauerstoffangebotes beim kritisch Kranken konnte nachweislich eine Verbesserung des Outcomes erwirken. Aus großen Datenkollektiven anästhesiologischer Intensivpatienten ist bekannt, dass in der klinischen Situation der MAD nur unzureichend mit der Herzauswurfleistung und damit mit der Organperfusion korreliert, da diese Korrelation v.a. vom intravasalen Volumenstatus abhängig ist und der MAD zusätzlich von anderen Parametern abhängig ist (u.a. sprich dem peripheren Widerstand der Gefäße). Möglicherweise ist daher die Herzauswurfleistung ein zusätzlicher Zielparameter um die zerebrale Perfusion zu optimieren. Hinweise hierauf, dass die Herzauswurfleistung eine essentielle Rolle in der Optimierung der zerebralen Perfusion spielt, ergaben Daten zu Patienten mit Subarachnoidalblutung: Eine Erhöhung der kardialen Auswurfleistung bei konstantem MAD steigerte die zerebrale Durchblutung. Wesentlich hierbei ist vor allem, dass eine Optimierung der hämodynamischen Parameter auch eine Verbesserung des finalen funktionellen Outcomes bewirken konnte.

Quelle

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