Beschreibung der Studie

Menschen mit Migräne leiden häufig unter einer erhöhten Lichtempfindlichkeit während, aber auch zwischen den einzelnen Migräneattacken. Bislang wird in erster Linie geraten, helles Licht zu meiden. Der Zweck dieser Studie ist es, zu untersuchen, ob Sitzungen in einer völlig abgedunkelten Umgebung bzw. im Flackerlicht zu einer Verbesserung dieser erhöhten Lichtempfindlichkeit führen. Zusätzlich soll mit der sogenannten funktionellen Magnetresonanztomographie vor und nach den Sitzungen der Blutfluss in den Hirnarealen, die für das Sehen zuständig sind, gemessen werden. Es gibt in dieser Studie zwei Gruppen, von denen eine die insgesamt 7 Sitzungen im Dunkeln und die andere die Sitzungen unter Flackerlicht verbringt. Der Hauptzielparameter ist die Lichtempfindlichkeit bei Menschen mit Migräne vor und nach den Sitzungen. Als Kontrollen werden auch Menschen ohne Kopfschmerzerkrankung an dieser Studie teilnehmen.

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Studiendetails

Studienziel a. Unterschied der mittleren gesamten (=iktalen und interiktalen) Lichtempfindlichkeit in der Woche nach der Intervention (Tag 8-14) zwischen Migränepatienten mit Lichtdeprivation vs. Lichtexposition b. Änderung der mittleren gesamten Lichtempfindlichkeit nach der Lichtexposition (Tag 8-14) im Vergleich zur Baseline (Tag -7- -1) bei Migränepatienten c. Änderung der mittleren gesamten Lichtempfindlichkeit nach der Lichtdperivation (Tag 8-14) im Vergleich zur Baseline (Tag -7- -1) bei Migränepatienten
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle FWF Der Wissenschaftsfonds Haus der Forschung

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten:
  • Migräne ohne Aura nach ICHD-III beta
  • Migräne an 1 bis 4 Tagen pro Monat in den 3 Monaten vor Studieneinschluß
  • Intensität der interiktalen Lichtempfindlichkeit zwischen 2 und 6 auf einer numerischen Ratingskala
  • Intensität der iktalen Lichtempfindlichkeit >4 auf einer numerischen Ratingskala
  • Kontrollen:
  • gematcht für Alter, Geschlecht, Bildung und sozioökonomischen Status
  • negative Migräneanamnese
  • negative Familienanmnese für Migräne
  • Intensität der Lichtempfindlichkeit <2 auf einer numerischen Ratingskala

Ausschlusskriterien

  • Andere aktuelle oder frühere Kopfschmerzerkrankung (außer episodischem Spannungskopfschmerz)
  • Schwangerschaft
  • Photosensible Epilepsie
  • Andere neurologische Erkrankungen
  • Schwere somatische oder psychiatrische Erkrankungen
  • Zirkadiane Rhythmusstörung
  • Medikamentenabusus
  • Suchterkrankung
  • Metallimplantate
  • Laufende Migräneprophylaxe in den letzten 3 Monaten
  • Schicht-/Nachtarbeit
  • Sehr dunkle oder sehr helle Arbeitsumgebung
  • Lichttherapie in den letzten 3 Monaten
  • Bewußte Strategien zur Vermeidung von hellem Licht bzw. Sonneneinstrahlung
  • Klaustrophobie
  • Andere fMRI-Kontraindikationen
  • Erkrankungen des Sehapparats

Adressen und Kontakt

Universitätsklinik für Neurologie, Wien

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Häufig gestellte Fragen

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Erhöhte Lichtempfindlichkeit ist ein Kennzeichen von Migränepatienten. Diese Überempflindlichkeit löst oft Kopfschmerzattacken aus und kann zu erheblichen Alltagsbeeinträchtigungen der Patienten führen, da sie sich in einen dunklen Raum zurückziehen müssen. Gegenwärtig ist nicht bekannt, wie dieses Symptom am besten behandelt werden kann und es existieren sogar 2 konträre Therapievorschläge: Reduktion der Lichtexposition versus Desensibilisierung mittels kontrollierter Exposition. Diese Studie soll die ersten umfassenden Daten zur bestmöglichen Therapie generieren. Hierzu sollen beide Therapievorschläge an derselben Patientengruppe untersucht werden. Neben einer umfassenden klinischen Evaluation wird auch eine objektive Darstellung der Effekte auf die Hirnaktivitäten der Patienten mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) durchgeführt werden. Mit den Studiendaten soll eine neurophysiologisch basierte Therapieempfehlung für die belastende Lichtempfindlichkeit erstmals möglich werden.

Quelle

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