Beschreibung der Studie

Es sind histologische, zellbiologische und durchflusszytometrische Untersuchungen an isoliertem Material aus Blutproben geplant. Hiermit sollen grundlagenwissenschaftliche Untersuchungen zur Klärung der Rolle von Thrombozyten in der Alzheimer Erkrankung sowie der Einfluss von Thrombozyten auf die Progression der Erkrankung durchgeführt werden.

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Studiendetails

Studienziel Die Rolle der Thrombozyten für die Progression der Alzheimer Erkrankung soll entschlüsselt werden
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Düsseldorf

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Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Diagnose Demenz vom Alzheimer Typ

Ausschlusskriterien

  • Demenz anderer Ursachen

Adressen und Kontakt

Institut für Hämostaseologie, Hämotherapie und Transfusionsmedizin, Düsseldorf

Ansprechpartner: Univ.-Prof. Dr. Margitta Elvers

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Häufig gestellte Fragen

Die Adhäsion und Aggregation von Thrombozyten an der verletzten Gefäßwand ist essentiell für die Hämostase, um exzessiven Blutverlust zu verhindern. Störungen der Thrombozyten-Aktivität sind ursächlich an der Pathogenese von Thrombosen und Embolien beteiligt und können zu akut ischämischen Ereignissen wie Herzinfarkt und Schlaganfall führen. Untersuchungen der letzten Jahre zeigen zudem, dass Thrombozyten auch bei Prozessen der Inflammation, Angiogenese, Tumorprogression und bei neuroinflammatorischen Erkrankungen wie Morbus Alzheimer eine wesentliche Rolle spielen. M. Alzheimer (AD) ist durch die Ablagerung neurotoxischer Amyloidplaques gekennzeichnet, die zum Verlust von neuronalen Zellen und kognitiver Leistungsfähigkeit führen. Neben dem Gehirn ist auch peripheres Gewebe durch die Erkrankung betroffen, wie z.B. Veränderungen im Gefäßsystem und Blutzellen, die zu Amyloid-Ablagerungen in zerebralen Gefäßen führen und als cerebrale Amyloidangiopathie (CAA) bezeichnet werden. Neben der CAA ist M. Alzheimer sehr stark mit kardiovaskulären Erkrankungen assoziiert ist, wie z.B. dem Schlaganfall oder der Atherosklerose. Wesentliche Spieler dieser Erkrankungen sind Thrombozyten, die ebenfalls das Amyloid Precursor Protein (APP) exprimieren und Amyloidpeptide generieren können. Daher wurden sie in den letzten Jahren als Modell zur Aufklärung relevanter Mechanismen bei M. Alzheimer herangezogen. Thrombozyten enthalten große Mengen an APP und stellen eine bedeutende Quelle von Amyloid β(Aβ) im Blut dar. Aufgrund der Amyloidablagerungen in cerebralen Gefäßen spielen neben den neurotoxischen Effekten weitere Komplikationen durch Gefäßveränderungen und Hypoperfusion durch CAA eine wesentliche Rolle. Daher stellt sich hier die Frage, ob Thrombozyten nicht nur relevante Mechanismen widerspiegeln sondern auch an der Progression von M. Alzheimer maßgeblich beteiligt sind. Derzeit sind jedoch die Bedeutung und der Einfluss von Thrombozyten auf M. Alzheimer nicht ansatzweise verstanden.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Die Ergebnisse von klinischen Studien beeinflussen die Behandlungsmethoden, mit denen Betroffene in der Gegenwart und der Zukunft behandelt werden. Daher ist es wichtig, zuverlässige Ergebnisse zu erhalten. Um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, müssen Studien sorgfältig geplant werden. Dazu gehört, dass die Teilnehmer vor Beginn in verschiedene Gruppen eingeteilt werden und genau definiert wird, wie die Gruppen behandelt werden. Auf diese Weise können Behandlungsmethoden unter gleichen Bedingungen miteinander verglichen werden. So kann im Anschluss der Studie eine Aussage darüber gefällt werden, welche der eingesetzten Behandlungsmethoden für die untersuchte Fragestellung am besten geeignet ist. Unabhängig davon, welcher Gruppe die Teilnehmer angehören, werden Sie intensiv durch das Studienpersonal betreut.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien