Beschreibung der Studie

Das End-of-Life Nursing Education Consortium (ELNEC) ist ein Schulungsprogramm, das in den USA im Jahr 2000 entwickelt wurde, um Palliative Care in der Pflege weiter zu entwickeln (Ferrell, Virani, Paice, Coyle, Coyne, 2010). ELNEC wurde in die deutsche Sprache übersetzt, an den Kompetenz- und Verantwortungsbereich deutscher Pflegender angepasst (UKF, 2014) und seit 2012 werden Pflegende mittels des ELNEC - Palliative Care Kurses Deutschland nach dem Train-the-Trainer Prinzip weitergebildet. DieTeilnehmer sollen befähigt werden, ihr Wissen in Palliative Care an ihre Kollegen in den jeweiligen Versorgungsstrukturen weiter zu geben. In sechs Kursen wurden bis heute 55 Teilnehmer aus Deutschland geschult. Die Kurse wurden mittels einer schriftlichen Befragung aus geschlossenen und offenen Fragen zu vier Messzeitpunkten evaluiert (vor Beginn des Kurses, direkt nach dem Kurs, nach 6 und nach 12 Monaten). 83% der Teilnehmer (n 46/55) waren mit dem Kurs sehr zufrieden (Likertskala 1-6, sehr zufrieden - unzufrieden). Der Fragebogenrücklauf nach 6 und 12 Monaten betrug 46%. Hier bewerteten die Teilnehmer den Kurs sowie das umfangreiche Lehrmaterial als sehr hilfreich bzw. hilfreich (n=14/18) (Likertskala 1-6, hilfreich - gar nicht hilfreich). Der Transfererfolg, das heißt die Übertragung bzw. Anwendung des Gelernten im Arbeitsalltag wurde mittels offener Fragen untersucht. Hier zeigt sich, dass die Vermittlung von palliativmedizinischen Lerninhalten im jeweiligen Berufsfeld des Teilnehmers durch Faktoren wie einer fehlenden Unterstützung aus dem Pflegemanagement oder fehlendes Interesse der Kollegen erschwert wird. Da diese Faktoren von den Teilnehmern nur stichpunktartig im Fragebogen beantwortet wurden und der Rücklauf der Fragebögen mit 46% als mittelmäßig zu bewerten ist, soll in der vorliegenden Untersuchung der Wissenstransfer von Palliative Care Basiswissen in die jeweiligen beruflichen Praxisfelder der ELNEC-Trainer aus deren Sicht erforscht werden - gerade auch bei Teilnehmern, welche die Fortbildungen nicht umgesetzt haben. Ziel der ergänzenden qualitativen Evaluation ist es somit, den Transfererfolg des ELNEC - Palliative Care Kurses Deutschland aus Sicht der Teilnehmer zu evaluieren und ihr Erleben als ELNEC-Trainer zu untersuchen. Methode: Mit teilnarrativen Interviews werden 10 ELNEC-Trainer aus der Gesamtstichprobe der 55 Teilnehmer, die freiwillig teilnehmen wollen, befragt. Die Daten werden inhaltsanalytisch ausgewertet.

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Studiendetails

Studienziel Erleben ihrer Rolle als ELNEC-Trainer und Erfahrungen als ELNEC-Trainer teilnarrative Interviews Datenanalyse: Inhaltsanalyse nach Mayring
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 10
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • ELNEC-Trainer, die in der allgemeinen palliativmedizinischen Versorgungsstruktur (Krankenhaus, Pflegeheim, ambulanter Pflegedienst) arbeiten
  • ELNEC-Trainer, die freiwillig an einem teilnarrativen Interview teilnehmen

Ausschlusskriterien

  • ELNEC-Trainer, die einem teilnarrativen Interview nicht zustimmen
  • ELNEC-Trainer, dessen Vorgesetzer ein Interview ablehnt

Adressen und Kontakt

Ansprechpartner: Dipl. Pflegewissenschaftler Silke Walter

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Häufig gestellte Fragen

Das End-of-Life Nursing Education Consortium (ELNEC) ist ein Schulungsprogramm, das von „City of Hope“, einem Comprehensive Cancer Center, und der American Association of Colleges of Nursing (AACN) im Jahr 2000 entwickelt wurde, um Palliative Care in der Pflege weltweit weiter zu entwickeln . In den USA haben bis heute 19.300 Pflegende in 50 Staaten der USA an einem ELNEC-Kurs teilgenommen. Im Jahr 2011 wurde das Programm im Rahmen eines Projektes der Dr. Wilhelm Eitel-Stiftung, dem ELNEC – Palliative Care Kurs Deutschland, auch in die deutsche Sprache übersetzt und an den Kompetenz- und Verantwortungsbereich deutscher Pflegender angepasst. Der ELNEC – Palliative Care Kurs Deutschland ist ein Schulungsprogramm für Pflegende nach dem Train-the-Trainer Prinzip und bietet ein breit angelegtes Basiswissen zum Thema Palliative Care an. D.h. den Teilnehmern werden Inhalte und unterschiedliche Lehrmethoden für die Schulung von Palliative Care Basiswissen vermittelt. Hierdurch sollen die Teilnehmer befähigt werden, ihr Palliative Care Wissen an ihre Kollegen in den jeweiligen Versorgungsstrukturen weiter zu geben. Ziel dieser Weitervermittlung von Palliative Care Basiswissen ist die Befähigung von Professionellen in der allgemeinen palliativmedizinischen Versorgung, also der Versorgung von palliativmedizinischen Patienten auch außerhalb der spezialisierten palliativmedizinischen Versorgung (Palliativstationen, Hospize). Dies ist notwendig, da die Zahl der Patienten mit unheilbaren chronischen Erkrankungen aufgrund des demographischen Wandels sowie des medizinischen Fortschritts ansteigen wird, die funktionellen Einschränkungen mit zunehmendem Alter stark wachsen und die Zahl der Pflegebedürftigen größer wird. Der ELNEC – Palliative Care Kurs Deutschland wird seit 2012 vom Lehrstuhl Palliativmedizin der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg angeboten. In sechs Kursen wurden bis heute 55 Teilnehmer aus Deutschland (49 Pflegende, drei Pädagogen, zwei Hospiz- und Palliativkoordinatoren und ein Arzt) geschult. Die Kurse wurden zu vier Messzeitpunkten (vor Beginn des Kurses, direkt nach dem Kurs, nach 6 und 12 Monaten) mittels einer schriftlichen Befragung aus geschlossenen und offenen Fragen evaluiert. Die Hauptpunkte dieser Evaluation waren: 1. Wie gestaltet sich die Anwendung und Umsetzung des ELNEC – Palliative Care Kurses Deutschland durch die Teilnehmer? Welche Aspekte sind hilfreich bzw. erschweren die Umsetzung in der Praxis? 2. Wie ist die Zufriedenheit der Teilnehmer mit dem ELNEC – Palliative Care Kurs? 3. Inwiefern war es den Teilnehmern möglich, ihre Ziele, die sie sich für ihren beruflichen Alltag innerhalb des Kurses gesetzt haben, umzusetzen? Die Hauptpunkte 1 und 3 der Befragung evaluierten den Transfererfolg des ELNEC – Palliative Care Kurses Deutschland. Transfererfolg bedeutet die Übertragung oder Anwendung des Gelernten im Arbeitsalltag. Für die Fortführung des ELNEC – Palliative Care Kurses Deutschland ist vor allem interessant, wie die Weitervermittlung von Palliative Care Basiswissen im Berufsalltag der Teilnehmer gelingt. Dies wurde mittels offener Fragen untersucht. Da diese Faktoren von den Teilnehmern nur stichpunktartig im Fragebogen beantwortet wurden und der Rücklauf der Fragebögen mit 46% als mittelmäßig zu bewerten ist, soll durch die vorliegende Untersuchung die Umsetzung des Schulungsauftrages ‚Palliative Care Basiswissen in die berufliche Praxis der ELNEC-Trainer zu transferieren‘ erforscht werden. Des Weiteren sollen Faktoren erfasst werden, die die Vermittlung von Palliative Care Basiswissen im eigenen beruflichen Umfeld positiv als auch negativ beeinflussen, damit das Schulungsprogramm Aspekte, die den Transfererfolg positiv beeinflussen, für die zukünftige Schulungen aufgreifen kann. Ziele: (1) vertiefte Evaluation des Transfererfolgs des ELNEC - Palliative Care Kurses Deutschland aus Sicht der Teilnehmer und (2) Beschreibung, wie ELNEC - Trainer ihre Rolle als Multiplikator erleben. Fragestellung: Wie erleben ELNEC-Trainer ihre Rolle als Multiplikatoren, die Palliative Care Basiswissen an ihre pflegerischen Kollegen in ihrem eigenen beruflichen Umfeld weitervermitteln. Welche Erfahrungen haben sie als ELNEC-Trainer gemacht? Welche Faktoren beeinflussen die Wissensvermittlung ins eigene berufliche Umfeld positiv bzw. negativ?

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien