Beschreibung der Studie

Es gibt Hinweise dafür, dass eine speziell auf Impulsivität bezogene Verhaltensänderung impulsives Verhalten und Kontrollverlust bei der Nahrungsaufnahme regulieren kann. Um diese Theorie zu überprüfen, führen wir eine Studie durch, in deren Rahmen ein 8-wöchiges Gruppentraining zur Änderung von impulsivem Verhalten angeboten wird. Dazu suchen wir Personen, die regelmäßig unter Essattacken leiden, also eine sogenannte Binge-Eating-Störung haben. Wir vergleichen dabei eine Experimentalgruppe, die an dem Gruppentraining teilnimmt, mit einer Kontrollgruppe, die nicht an dem Gruppentraining teilnimmt zu 3 verschiedenen Untersuchungszeitpunkten: vor Beginn sowie nach Beendigung des 8-wöchigen Trainingszeitraums und nochmals 3 Monate später. Jeder Untersuchungszeitpunkt umfasst 2 Termine: 1. eine diagnostische Untersuchung (Dauer 2 Stunden) und 2. eine Blickbewegungsmessung (Dauer 2 Stunden). Für die Teilnahme an jedem Untersuchungszeitpunkt erhalten Teilnehmer/innen ein Probandenhonorar von 40 Euro, also insgesamt 120 Euro.

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Studiendetails

Studienziel Der Primäre Endpunkt ist die Veränderung zwischen T0 (zu Beginn) und T1 (nach 8 Wochen, d.h. in der Experimentalgruppe am Ende des Trainingszeitraums) in der Anzahl der Essanfälle in den vergangenen vier Wochen, die über Item 10 des Eating Disorder Examaniation Interview (Hilbert & Tuschen-Caffier, 2004) erhoben wird.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 78
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Tübingen, AKF-Programm (Angewandte Klinische Forschung) der Medizinischen Fakultät

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Für Probanden in beiden Gruppen gelten folgende Einschlusskriterien: Alter > 18 Jahre, Diagnose einer BES nach DSM-5, schriftliche Einverständniserklärung nach Studienaufklärung

Ausschlusskriterien

  • Für Probanden in beiden Gruppen gelten folgende Ausschlusskriterien: 1. aktuelle Bulimia nervosa, aktuelle Substanzabhängigkeit, psychotische Störungen, Bipolar I-Störung, 2. aktuelle Suizidalität, 3. Schwangerschaft und Stillzeit, 4. körperliche Erkrankungen wie Diabetes Typ I oder Schilddrüsenerkrankungen, die Einfluss auf Gewicht oder Essverhalten haben und deren Medikation innerhalb der vorangegangenen drei Wochen umgestellt worden ist, 5. aktuelle psychotherapeutische Behandlung der Binge-Eating-Störung

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Die Binge-Eating-Störung (BES) ist durch wiederkehrende Essanfälle mit Kontrollverlust gekennzeichnet. Experimentelle Studien sprechen dafür, dass sowohl generelle als auch speziell nahrungsbezogene Impulsivität einen Risikofaktor für BES darstellen (vgl. Schag, Schönleber et al., 2013; Schag, Teufel et al., 2013). Demzufolge könnte eine speziell auf Impulsivität bezogene Verhaltensmodifikation die Kontrolle über impulsives Essverhalten erhöhen und damit zu einer Reduktion von Essanfällen, Impulsivität und im Langzeitverlauf auch des Gewichts führen. Daher planen wir erstmals die Überprüfung der Wirksamkeit einer manualisierten Verhaltensmodifikation im Gruppensetting bei Patienten mit BES in einer randomisierten kontrollierten Studie, die speziell Impulsivität adressiert. Dabei werden Probanden einer Experimentalgruppe, in der die impulsivitätsbezogene Verhaltensmodifikation durchgeführt wird, mit Probanden der Kontrollgruppe ohne Verhaltensmodifikation hinsichtlich einer Reduktion der Essanfälle nach Behandlungsende sowie in einer 3-Monats-Katamnese verglichen. Zusätzlich werden weitere Vergleiche der Essstörungspathologie, Prozess-analysen in der achtwöchigen Behandlungszeit sowie objektive Eyetrackingmessungen zur Erfassung der nahrungsbezogenen und generellen Impulsivität durchgeführt.

Quelle

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