Beschreibung der Studie

Sehstörungen bzw. Erblindungen nach Wirbelsäuleneingriffen in Bauchlage ist eine seltene, aber schwerwiegende Operationskomplikation. Es wird vermutet, dass der intraoperativ erhöhte Augeninnendruck für die Entstehungen der Sehstörungen ursächlich ist. Dieser entsteht durch die Bauch- und Kopftieflagerung des Patienten während der Operation. Für neurochirurgische Operationen in der hinteren Schädelgrube, dem Kopf-Hals- Übergang oder innerhalb der Hirnhaut am Rückenmark gibt es keine dokumentierten Fälle von Sehstörungen. Möglicherweise hängt dies mit dem Ablassen des Nervenwassers am Anfang dieser Operationen zusammen. Ziel dieser Studie ist es, den Augeninnendruck bei Patienten mit geplanten Operationen in der hinteren Schädelgrube, am Kopf-Hals-Übergang und bei Eingriffen am Rückenmark innerhalb der Hirnhaut zu messen und zu überprüfen ob die Lagerung des Kopfes im Rahmen der Operation einen Einfluss auf den Augeninnendruck hat. In Abhängigkeit von den Resultaten der Studie können dann ggf. neue Empfehlungen für die Lagerung des Kopfes bei neurochirurgischen Eingriffen gegeben werden.

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Studiendetails

Studienziel Messung und Beschreibung des Augeninnendrucks (mittels tragbarem elektronischen Präzisionstonometer (Tonopen XL) präoperativ, nach Intubation, Lagerung in endgültiger Operationsposition, im Anschluss alle 30min bis zur Eröffnung der Dura mater, nach Ablassen des Liquor, im weiteren Verlauf alle 30min, vor Rücklagerung in Rückenlage und nach Extubation in Rückenlage.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 64
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Nachweis eines pathologischen Befundes in der hinteren Schädelgrube, welcher eine elektive operative Behandlung in Bauchlage in strenger a.-p- Ausrichtung oder Halbseitenlagerung mit maximal rotiertem Kopf erfordert und spinale, intradurale Operationen in strenger a.-p.-Ausrichtung in Bauchlage.
  • Schriftliche Einwilligung des Patienten in die Teilnahme der Studie.
  • Zu erwartende Compliance des Patienten.

Ausschlusskriterien

  • Nachweis oder Vermutung einer Schwangerschaft bei Patientinnen.
  • Hochgradiger Visusverlust (< 0,05) präoperativ bei einem Studienteilnehmer. Eine Augenmotitlitätsstörung aufgrund einer Raumforderung der hinteren Schädelgrube inkl. Kleinhirnbrückenwinkel ist kein Ausschlusskriterium.
  • Jegliche ophthalmologische Erkrankung (insbesondere ein Glaukom), jegliches ophthalmologisches Trauma und jeglicher augenärztlicher Eingriff in der Anamnese mit Ausnahme eines Astigmatismus mit einer Dioptrienzahl bis ± 8.
  • Jegliche Form einer bekannten allergischen Reaktion bzw. Unverträglichkeit auf ein Lokalanaesthetikum bzw. Mydriaticum.
  • Patienten mit bekanntem Diabetes Mellitus, bekannten peripheren Durchblutungsstörungen und einem Body-Mass-Index > 30.
  • Teilnahme an einer anderen Interventionsstudie. (Die Teilnahme an anderen Beobachtungsstudien ist erlaubt)
  • Andere schwere Erkrankungen, die mit der Studienteilnahme interferieren.
  • Andere eindeutige Kontraindikationen zur Teilnahme an der Studie.
  • Jeglicher Notfalleingriff ohne ausreichende Bedenkzeit für den Patienten.

Adressen und Kontakt

Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie, Hamburg

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Visusstörungen bzw. Erblindungen nach Wirbelsäuleneingriffen in Bauchlage sind eine seltene, aber schwerwiegende Operationskomplikation. Es wird vermutet, dass der intraoperativ erhöhte Augeninnendruck für die Entstehungen der Sehstörungen ursächlich ist. Dieser entsteht durch die Bauch- und Kopftieflagerung des Patienten während der Operation. Für neurochirurgische Operationen in der hinteren Schädelgrube, am craniocervicalen Übergang oder intraduralen Eingriffen im Bereich der Wirbelsäule gibt es keine dokumentierten Fälle von Visusstörungen. Möglicherweise hängt dies mit dem Verlust des Liquor cerebrospinalis nach Eröffnung der Dura mater am Anfang dieser Operationen zusammen. Ziel dieser Studie ist es, den Augeninnendruck bei Patienten mit geplanten Operationen in oben genannten Bereichen zu messen und zu überprüfen ob die Lagerung des Kopfes im Rahmen der Operation einen Einfluss auf den Augeninnendruck hat. In Abhängigkeit von den Resultaten der Studie können dann ggf. neue Empfehlungen für die Lagerung des Kopfes bei neurochirurgischen Eingriffen gegeben werden.

Quelle

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