Beschreibung der Studie

Ziel der Studie: Ziel dieser Untersuchung ist zum einen die exakte dreidimensionale Markierung und Benennung der Entnahmelokalisation intraoperativer Gewebeproben. Des Weiteren sollen die Ränder nach der Tumorentfernung eindeutig dargestellt und somit eine gezieltere Bestrahlungsplanung ermöglicht werden. Was ist neu an dieser Methode? Bei ausgedehnten Tumorerkrankungen ist die operative Entfernung des Tumorgewebes von herausragender Bedeutung. Um die vollständige Entfernung des Tumors zu kontrollieren, werden im Randbereich Gewebeproben entnommen und diese auf enthaltene Tumorzellen untersucht. Die Schwierigkeit besteht in der anatomischen Zuordnung der untersuchten Proben. Diese Zuordnung unterliegt ausschliesslich dem Chirurgen, der sich die exakte anatomische Lokalisation der entnommenen Gewebeproben merken musste, um gegebenenfalls an dieser Stelle eine Nachresektion durchführen zu können. Zu diesem Zweck werden mit Hilfe computergestützter Navigationsverfahren die Entnahmestellen markiert und automatisch im Sinne eines Koordinatensystems benannt. Dies erlaubt ein genaues Wiederauffinden jeglicher markierter Entnahmestellen. Zusätzlich werden nach kompletter Tumorentfernung die Ränder mit Titanclips markiert. Diese Titanclips wurden konstruiert um komplikationslos im Körper zu verbleiben. Nach der Operation kann somit die Tumorgrenze exakte dargestellt werden. Somit ist es für den Strahlentherapeuten möglich, eine zielgerichtete Bestrahlung zu planen.

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Studiendetails

Studienziel Auftreten eines Rezidive nach abgeschlossener Radiatio, Kontrolle durch routinemässige CT Untersuchung
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Department of Oral and Maxillofacial Surgery

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • orales Plattenepithelkarzinom vor geplanter Tumoroperation

Ausschlusskriterien

  • primäre Radio(chemo)therapie

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Lippenkrebs-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Bei ausgedehnten Tumorerkrankungen ist die operative Entfernung des Tumorgewebes von herausragender Bedeutung. Im Falle einer inkompletten (R1/R2-Resektion) oder „Close-Margin“- Tumorresektion ist häufig eine adjuvante Strahlentherapie notwendig. Bis heute steht der Strahlentherapeut vor der Herausforderung diese Grenzfläche aufgrund der Betrachtung von prä- und postoperativen CT-Bildern, Operationsprotokollen und pathologischen Befundberichten selbständig zu eruieren. Eine exakte Lokalisation dieser strahlentherapeutisch besonders interessanten Grenzschicht war bisher nicht möglich. Besonders vor dem Hintergrund verwendeter lokaler Gewebeersatzplastiken ist dies von großer Bedeutung. Entscheidend ist die gezielte Bestrahlung der Resektionsgrenze sowie der dahinterliegenden Gewebeschicht, bei besonderer Schonung der davorliegenden tumorfreien Gewebeersatzplastik. Im Rahmen der vorliegenden Untersuchung werden nach Tumorentfernung die Resektionsränder sowohl mit computerassistierten Navigationsverfahren, als auch konventionell mit Titanclips markiert. Nach Durchführung einer erneuten postoperativen dreidimensionalen Bildgebung erlaubt dies die exakte virtuelle Darstellung der Tumorresektionsgrenze, mit deren Hilfe es möglich wird, eine gezielte Planung einer adjuvanten Radiatio durchzuführen. Unter Einbeziehung der dreidimensional markierten Schnellschnittlokalisationen lässt sich eine qualitativ optimierte virtuelle Rekonstruktion der Resektionsgrenze generieren. Dies ermöglicht die Planung der adjuvanten Strahlentherapie unter Berücksichtigung der anatomischen Resektionsgrenze. Zusätzlich soll die Lage der Clips, der navigierten Punkte und eventuell ein Rezidiv in Relation zur Resektionsgrenze analysiert werden.

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