Beschreibung der Studie

Eine Möglichkeit zur Behandlung von Bewegungsstörungen aufgrund neurologischer Erkrankungen stellt eine Operation am Gehirn da, bei der ohne Narkose eine Sonde implementiert wird. Patienten und Patientinnen erleben diesen Eingriff im Wachzustand, was vermutlich sehr stressvoll sein kann. Bisher liegen hierzu aber keine Erkenntnisse aus der Sicht der Betroffenen vor. Mit dieser Studie sollen Erfahrungen von Patientinnen und Patienten, die Schädel- und Hirnoperationen ohne Narkose erlebt haben, erfasst werden. Hierzu werden zehn Patienten und Patienten, dies sich dieser Operation in den letzten acht Monaten unterzogen haben, im Rahmen von ca. 60-minütigen Gesprächen interviewt. Die Daten werden digital aufgenommen, aber bei der Verschriftlichung kodiert und anonymisiert. Dadruch wird gewährleistet, dass ein Rückschluss auf die Teilnmehnden verhindert wird. Die Erkenntnisse aus der Studie sollen in Zukunft in die Begleitung und Unterstützung von Patientinnen und Patienten zur Vorbereitung für eine solche Operation einfliessen, um die Betreuung während und nach der Operation zu optimieren.

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Studiendetails

Studienziel nicht zutreffend, da qualitatives Design Studienziel: Gewinnen von Erkenntnissen zu den Erfahrungen von Patientinnen und Patienten die Wachkraniotomie bei einer Sondenimplantation für die tiefe Hirnstimulation zur Behandlung von Bewegungsstörungen
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 10
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Universitätsklinik für Neurochirurgie, Inselspital, Universitätsspital Bern,

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patientinnen und Patienten, welche
  • sich auf Grund einer Bewegungsstörung vor drei bis acht Monaten einer Wachkraniotomie zur Sondenimplantation für eine Tiefenhirnstimulation unterzogen haben.
  • sich in deutscher Sprache ausdrücken können sowie diese lesen und verstehen können.
  • ber 18 Jahre alt sind

Ausschlusskriterien

  • Patientinnen und Patienten, welche
  • postoperativ eine Einschränkung der Sprachfähigkeit erfahren
  • sich auf Grund einer psychischen Erkrankung einer Sondenimplantation zur Tiefenhirnstimulation und somit einer Wachkraniotomie unterziehen

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Das Verfahren der Wachkraniotomie wird u. a. bei der Implantation der Sonden für die tiefe Hirnstimulation angewendet. Die so genannte Deep Brain Stimulation (DBS) ist ein Verfahren, bei dem die Kerngebiete der gewünschten Hirnregion mit hochfrequentem Wechselstrom durch präzise platzierte Sonden ausgeschaltet werden. Menschen mit einer Bewegungsstörung auf Grund neurologischer Erkrankungen erlangen durch die tiefe Hirnstimulation eine Reduktion der Bewegungsstörung oder der Schmerzen (Schirmer, 2005). Für die Implantation der Sonden wird der Schädel eröffnet und die Sonden werden durch das Hirnparenchym bis zur stimulierenden Hirnregion vorgeschoben. Um während des Eingriffes die optimale Lage bestimmen zu können und Schädigungen der Sprachfertigkeit zu vermeiden, sind die Patientinnen und Patienten für die Sondenlagetestungen bei vollem Bewusstsein. Nur an den Stellen, wo die Schrauben und der Rahmen perkutan zur Schädelfixation angebracht sind, wird die Kopfhaut lokal anästhesiert. Es wird angenommen, dass die Wachheit während des Eingriffs am zentralen Nervensystem kombiniert mit der absoluten Schädelfixation und dem daraus resultierenden Kontrollverlust über die ganze Situation von Patientinnen und Patienten als eine enorm stressvoll erlebt wird. Zu der subjektiven Sicht von Patientinnen und Patienten, die sich aufgrund von neurologisch bedingten Bewegungsstörungen für diese Operation entschieden haben, gibt es bislang keine wissenschaftlichen Erkenntnisse.

Quelle

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