Beschreibung der Studie

Komplikationen nach einer Stammzelltransplantation, die die Lunge betreffen, sind gefürchtet. So ist das Sterblichkeitsrisiko in diesem Fall um das 15 fache erhöht. Neben Infektionen und Unverträglichkeiten der Medikamente (Immunsuppressiva) spielt die Graft versus Host Disease (GvHD) eine entscheidende Rolle. Schwierigkeiten bereitet die genaue Diagnose, da neben der Veränderung der Lungenfunktion nur invasive Maßnahmen wie die Bronchoalveoläre Lavage oder eine Histologiegewinnung zur Verfügung stehen, welche bei diesem Patientenkollektiv nur risikoreich durchführtbar sind. Andererseits ist eine frühzeitige Diagnose wichtig, um eine irreversible Verschlechterung zu vermeiden. Mit der Atemwegskondensatanalyse steht heute ein Instrument zur Verfügung mit dem sich einfach und für den Patienten risikolos eine Untersuchung der Veränderung der Lunge möglich ist. Ziel dieses Forschungsvorhabens ist es nun zu untersuchen, ob sich bei Patienten mit Lungen-GvHD spezifische Eigenschaften wie pH, aber auch spezifische Protein/Zytokinmuster im Exhalat nachweisen lassen. Hierzu soll zunächst ein Vergleich von Patienten mit und ohne Lungen-GvHD durchgeführt werden.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Unterschiede im Atemwegskondensat
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Standort Marburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Prüfgruppe (V.a. Lungen-GvHD):
  • Z.n. allogener Stammzell- oder Knochenmarkstransplantation
  • Von einer GvHD der Lunge wird ausgegangen bei:
  • gt;respiratorischen Symptome
  • gt;Veränderung der Lungenfunktion i.S. FEV1< 75% , FEV1/VCIN < 0,7, Zeichen des Airtrapping (RV > 120 %),
  • gt;Ausschluß infektiöser Komplikationen durch CT Thorax (klinische Routine/keine Studienuntersuchung), Labordiagnostik (CRP, PCT), infektiologische Diagnostik (CMV PCR, Blutkultur, ggf. Sputumuntersuchungen)
  • gt;CT morphologischen Verdacht durch Wandverdickung der kleinen Atemwege oder Bronchiektasen
  • gt;nach Klinik Ausschluß kardialer Ursachen (EKG und UKG)
  • gt;ggf. anderen GvHD Manifestationen
  • Vergleichsgruppe
  • keine respiratorischen Symptome
  • Zustimmung zur Studienteilnahme

Ausschlusskriterien

  • Prüfgruppe (V.a. Lungen-GvHD)
  • infektöse oder kardiopulmonale Ursachen der pulmonalen Symptomatik. Ausschluß durch Thorax-CT, Entzündungsparamter (CRP, PCT), ggf. mikrobiologische Diagnostik, EKG und UKG
  • Vergleichsgruppe
  • klinische oder bildgebende Hinweise auf ein pulmonale Erkrankung (GvHD, Infektionen, kardiopulmonale Erkrankung) im Monat vor der Untersuchung

Adressen und Kontakt

Klinik für Innere Medizin, Pneumologie, Marburg

Vielen Dank! Wir haben Ihnen die angeforderten Kontaktdaten aus Marburg via E-Mail geschickt.

Bitte überprüfen Sie auch Ihren SPAM Ordner.

Wenn Sie weitere Fragen haben sollten, helfen wir Ihnen gerne. Unsere E-Mail-Adresse lautet kontakt@viomedo.de. Schreiben Sie uns Ihre Anregungen, Fragen und Tipps – auch Kritik und Probleme können Sie gerne äußern.

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Wir senden Ihnen die Kontaktdaten der Klinik und Informationen über mögliche nächste Schritte auf Ihre E-Mail-Adresse

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Durch das Absenden erkläre ich mich ausdrücklich damit einverstanden, dass Viomedo meine Daten, einschließlich Gesundheitsdaten, verarbeitet, um mir die Kontaktdaten der Studie zuzusenden und um mir Informationen (z.B. über klinische Studien) per E-Mail zuzusenden. Mein Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen. Die Datenschutzerklärung, insbesondere die Hinweise zum Anfordern von Kontaktdaten und zum Studienberater, habe ich zur Kenntnis genommen.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Pulmonale Komplikationen bei allogen Stammzell-transplantierten Patienten gehören zu den gefürchteten Komplikationen. So ist in diesem Fall das Mortalitätsrisiko auf Grund pulmonaler Dysfunktionen um das über 15 fache erhöht. Neben pulmonalen Infektionen, Toxizitäten der Vortherapie insbesondere der Konditionierung vor Transplantation und Nebenwirkungen der eingesetzten Immunsuppressiva spielt hier insbesondere die Graft versus Host Disease (GvHD) eine entscheidende Rolle. Schwierigkeiten bereitet die genaue Diagnose, da neben den z.T. unspezifischen Veränderungen der pulmonalen Funktionstests und der HR-CT nur invasive Maßnahmen wir die Bronchoalveoläre Lavage oder eine Histologiegewinnung zur Erhärtung der Diagnose zur Verfügung stehen, welche letztendlich bei dem hier angesprochenen Patientenkollektiv z.T. nur riskoreich durchführbar sind. Anderseits ist gerade eine frühe Diagnose wichtig, da durch frühzeitige Therapie eine z.T. irreversible Verschlechterung vermieden werden kann aber natürlich die Behandlung einer GvHD konträr zu beispielsweise einer Infektion oder einer medikamentös verursachten Lungenschädigung ist. Mit der Atemwegskondensatanalyse steht heute ein Instrument zur Verfügung mit dem sich einfach und für den Patienten risikolos eine Untersuchung pulmonaler Veränderungen/Entzündungsprozesse möglich ist. Ziel dieses Forschungsvorhabens ist es nun zu untersuchen, ob sich bei Patienten mit pulmonaler GvHD spezifische Eigenschaften des Atemwegskondensates feststellen lassen was zum einen globale Eigenschaften wie den pH, aber auch spezifische Protein/Zytokinmuster nachweisen lassen. Hierzu soll zunächst ein Vergleich von Patienten mit und ohne V.a. Lungen-GvHD durchgeführt werden.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.