Beschreibung der Studie

In der Studie soll anhand eines Dokumentationsbogen festgestellt werden, was die konkreten Beratungsanlässe für dringende Hausbesuche in Seniorenzentren sind und welche diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen dabei ergriffen werden. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse sollen neue Studienkonzepte zur Verbesserung der Effizienz bei der medizinischen Versorgung von Heimbewohnern erstellt werden. Der Beobachtungszeitraum erstreckt sich über 3 Monate.

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Studiendetails

Studienziel Erhebung der Beratungsanlässe und durchgeführten Maßnahmen.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Hausärztliches Institut der Universität Bonn

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Dringende Hausbesuche in Seniorenzentren, die am selben tag der Bestellung noch ausgeführt werden.

Ausschlusskriterien

  • Allgemeine und geplante Hausbesuche

Adressen und Kontakt

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Klaus Weckbecker

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Häufig gestellte Fragen

Hausbesuche sind in der primärärztlichen Versorgung mit einem hohen Zeitaufwand verbunden. Insbesondere die dringenden Besuche verlangen eine besondere Logistik im Praxisalltag. Seit dem EBM (Einheitlicher Bemesssungmaßstab) 2008 werden dringende Hausbesuche in Seniorenheime besonders gefördert. Dabei wurde ein „dringender“ Hausbesuch definiert als ein Besuch, der am Tag der Bestellung durch den Pflegedienst oder den Bewohner selber vom Hausarzt ausgeführt wird. Bisher wurde wissenschaftlich nicht erfasst, aufgrund welcher Anlässe diese Form von Hausbesuche in den Seniorenheimen bestellt werden. In dieser Studie werden die Beratungsanlässe qualitativ erhoben und nach der Datenerfassung in der zweiten Version der International Classification of Primary Care (ICPC-2) zur statistischen Auswertung kodiert (Voigt et al. 2011). Zusätzlich findet eine Einschätzung der Dringlichkeit statt aus der Sicht des Hausarztes und des Pflegepersonals im Seniorenzentrum.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien