Beschreibung der Studie

In der Studie „Therapeutische Möglichkeiten und neurobiologische Prädiktoren akustischer Halluzinationen“ werden die Effekte verschiedener Behandlungsmöglichkeiten für akustische Halluzinationen (Stimmenhören) bei Schizophrenie untersucht. Da bei etwa 20-30% der Patienten, die Stimmen hören, Medikamente nicht wirken, soll die Wirkung von neuen Behandlungsmethoden, zwei Arten von Gehirnstimulation (Transkranielle Magnetstimulation (TMS) und transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS), untersucht werden. In früheren Studien konnte gezeigt werden, dass beide Stimulationen Patienten mit Stimmenhören helfen konnten, jedoch nicht allen. Ausserdem waren in früheren Studien nur Patienten eingeschlossen, denen Medikamente nicht gegen das Stimmenhören geholfen haben. Deshalb sollen in dieser Studie auch Patienten untersucht werden, die keine Medikamente nehmen, jedoch mit Gehirnstimulation behandelt werden. Um noch mehr über die Effekte der Stimulation zu erfahren, wurde durch die Ethikkomission eine Erweiterung der Studie genehmigt. Dadurch kann auch Patienten, die Medikamente nehmen, eine Behandlung mit tDCS (oder dem dazugehörigen Placebo) angeboten werden. Zusätzlich sollen in der Studie mögliche Eigenschaften der Patienten gefunden werden, die später Behandlungserfolge voraussagen könnten (um in der Zukunft von vorneherein die beste Behandlung geben zu können). Hierzu werden insgesamt 140 Patienten eingeschlossen, die je nach Behandlungsgruppe für eine bzw. zwei Wochen behandelt werden. Vor und nach der Behandlung werden bildgebende Untersuchungen durchgeführt (mittels Kernspintomografie (MRT) und Elektroenzephalografie (EEG)) und Interviews zur Erfassung von Informationen zur Schizophrenie-Erkrankung, im Speziellen zu den akustischen Halluzinationen.

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Studiendetails

Studienziel Primärer Endpunkt stellen Werte des Instruments Psychotic Symptom Rating Scales (PsyRats) vor (Baseline) und nach der Behandlung dar, das Stärke und Auftreten akustischer Halluzinationen bei Patienten mit Schizophrenie misst. Diese Veränderungen werden in den verschiedenen Behandlungsgruppen miteinander verglichen
Status Teilnahme nicht mehr möglich
Zahl teilnehmender Patienten 140
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung, Placebo
Finanzierungsquelle Schweizerischer Nationalfonds (SNF)
Weitere Informationen Studienwebseite

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • ICD-10: Patienten der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bern mit einer Schizophrenie (F20), akuter vorübergehender psychotischer Störung (F23) oder schizo-affektiven Störung (F25), mit Neigung zu akustischen Halluzinationen während den akuten Phasen der Erkrankung
  • Patienten, die eine konventionelle medikamentöse Behandlung nicht ablehnen (Gruppen A, F, G)
  • Patienten, die eine konventionellen medikamentösen Behandlung ablehnen (Gruppen B-E)
  • Rechtshändigkeit
  • Urteils- und Einwilligungsfähigkeit

Ausschlusskriterien

  • Fürsorgliche Unterbringung (FU)
  • Andere psychiatrische oder neurologische Erkrankungen
  • Hauterkrankung am Kopf
  • Teilnahme an anderer klinischer Studie
  • Nicht entfernbare metallische Fremdkörper am oder im Körper (z.B. Metallsplitter, Herzschrittmacher, Gefässclips, Metallprothesen, Spirale, Cochlea-Implantat, künstlicher Darmausgang mit Metallverschluss, Hörgerät, Zahnimplantate, Insulinpumpe)
  • Tätowierungen im Kopf-, Hals- oder Schulterbereich und Permanent-Make-up
  • Klaustrophobie
  • Zeichen erhöhter zerebraler Erregbarkeit im EEG
  • Weibliche Patientinnen:
  • Schwangerschaft (bei jeder Patientin wird ein Schwangerschaftstest durchgeführt) oder Stillen
  • Wunsch, schwanger zu werden oder fehlende sichere Verhütung (Frauen im gebärfähigen Alter, die keine medizinisch sichere Verhütungsmethode verwenden oder verwenden wollen, wie etwa oral, injektiv, transplantativ oder intrauterinal, oder anderweitige als sicher erachtete Mittel)

Adressen und Kontakt

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