Beschreibung der Studie

Die breite Anwendung der antibiotischen Therapie hat sowohl in Deutschland als auch weltweit zur deutlichen Zunahme der Neuerkrankungen mit Clostridium difficile (CD)geführt. CD-Infektionen (CDI) sind die schwerwiegenste Antibiotika-assoziierte Infektion des Dickdarmes und die häufigste Krankenhausinfektion des Verdauungstraktes. Patienten mit mikrobiologisch nachgewiesenem Rückfall einer CDI wird die Stuhl-Therapie angeboten. Die Inanspruchnahme diese Therapie ist freiwillig und kann unabhängig von bereits begonnener Rückfall-Therapie zu jeder Zeit initiiert werden. Der Stuhl für die Therapie wird von gesunden Spendern nach Prüfung der für diese vorgesehenen Ein- und Ausschlußkriterien gewonnen.

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Studiendetails

Studienziel Evaluierung der Bereitschaft von Patienten zur Durchführung einer Stuhl-Therapie mittels Fragebögen an Tag -2 vor Therapie bzw. Tag 1, 3, 7, 14, 30, 90 nach Therapie
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Universitätsklinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patientenaufklärung und Einwilligung
  • Alter > 18 Jahre
  • Lebenserwartung > 6 Monate
  • Mikrobiologischer Nachweis von CDI-Rezidiv nach mindestens einer adäquaten antibiotoischen Standardtherapie mit Vancomycin >125 mg/4x täglich >10 Tage oder Metronidazol 400 mg/3x täglich
  • CDI-Nachweis:
  • Diarrhoe (>3 in 2 aufeinanderfolgenden Tagen)
  • C. difficile Toxin Nachweis im Stuhl

Ausschlusskriterien

  • Angeborene oder erworbene prolongierte Immunschwäche wegen z.B.
  • Chemotherapie/Medikamente (z.B. Dauertherapie mit Prednisolon 60 mg)
  • HIV im Stadium AIDS mit CD4-Zellzahl unter 250
  • Schwangerschaft/Stillzeit
  • Instabile Kreislaufverhältnisse (Katecholaminbedarf/Respiratorische

Adressen und Kontakt

Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie, Magdeburg

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Clostridium difficile (CDI) ist die schwerwiegenste Antibiotika-assoziierte Infektion des Dickdarmes und die häufigste nosokomiale Infektion des Verdauungstraktes. Die breite Anwendung der antibiotischen Therapie hat in Deutschland als auch weltweit zur deutlichen Zunahme der lnzidenz von CDI geführt. Aktuell stellen symptomatische Therapien wie lnfusionssubstitution, nach Möglichkeit das Absetzen der auslösenden antibiotischen Therapie (z.B. Clindamycin, Cephalosporine oder Chinolone) und eine antimikrobielle Therapie mit oralem Metronidazol oder oralem Vancomycin sowie neuere antibiotische Substanz wie Fidaxomicin den Therapiestandard dar. Trotz der Therapie erleiden bis 25% der Patienten einen oder mehrere Rezidive. Wesentliche Mechanismen für diese Rezidive sind die Persistenz von Sporen von CDI im Stuhl und eine antibiotika-bedingte Dysregulation des physiologischen Mikrobioms des Darmes. Die Wiederherstellung des Darmmikrobioms der Patienten durch Transfer von physiologischer Darmflora von einem Gesunden wird seit über 50 Jahren als möglche Alternative angesehen. Beobachtungsstudien der letzten 2 Jahre haben hohe Evidenz für die Effektivität der Theraipe geschaffen. ln neuesten Leitlinien hat die Stuhl-Therapie einen festen Platz gewonnen.

Quelle

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