Beschreibung der Studie

Der Übergang zwischen stationärer und nachfolgender ambulanter Weiterbehandlung von Schlaganfallerkrankten wird aus Sicht von Patienten, stationären Behandlern sowie durch niedergelassene Hausärzte, Physio- und Ergotherapeuten als nicht zufriedenstellend angesehen. Die Studie hat zum Ziel, Barrieren der aktuellen Überleitungspraxis aus stationärer in ambulante Behandlung nach Schlaganfall zu identifizieren und Interventionen zu finden, mit denen man der Problemstellung wirksam begegnen kann. Dazu wird eine systematische Literaturrecherche durchgeführt sowie Schlaganfallpatienten nach ihrer Entlassung aus der Klinik nach Hause befragt. Ergänzend finden Interviews mit ambulant tätigen Ärzten, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Logopäden und Pflegekräften statt, um Näheres zu Erfahrungen und Einschätzungen der aktuell üblichen Praxis der Therapieüberleitung zu erfahren.

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Studiendetails

Studienziel Patientenbefragung wird einmalig durchgeführt. Da keine Interventionsprüfung vorliegt, wird nicht nach primären und sekundären Endpunkten unterschieden. Folgende Informationen werden im Patienteninterview erhoben: krankheitsspezifische Einschränkungen, krankheitsspezifische Lebensqualität, Inanspruchnahme von Leistungen und Zufriedenheit mit Leistungen
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 360
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Martin-Luther-Universität Halle-WittenbergMedizinische FakultätProdekanat Forschung

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Hauptdiagnose I63 oder I61 ICD-10, Entlassung in die Häuslichkeit, fortgesetzter Therapiebedarf (Heilmittelempfehlung in Entlassungsbrief)

Ausschlusskriterien

  • Patienten, die bereits an einer poststationären Interventionsstudie teilnehmen

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sie aktuelle Hirnblutung-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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In Sachsen-Anhalt erkranken mehr Menschen (371/100.000 EW pro Jahr) als im Bundesdurchschnitt an einem Schlaganfall (326/100.000 EW). Die Schnittstelle zwischen stationärer Behandlung und ambulanter Weiterbehandlung von Schlaganfallerkrankten wird von Seiten stationärer Behandler sowie durch niedergelassene Hausärzte, Physio- und Ergotherapeuten als nicht zufriedenstellend angesehen. Die Studie hat zum Ziel, Barrieren der aktuellen Überleitungspraxis aus stationärer in ambulante Behandlung nach Schlaganfall zu identifizieren und Interventionen zu finden, mit denen man der Problemstellung wirksam begegnen kann. Das forschungslogische Vorgehen der Studie orientiert sich am UK Medical Research Council zur Entwicklung und Evaluation komplexer Interventionen. In einem ersten Schritt wird in einem Scoping Review die vorliegende Evidenz zu Maßnahmen der Überleitung systematisch aufbereitet. Als zweites werden als insgesamt 360 Patienten 6 Wochen nach Entlassung telefonisch befragt. Nimmt der/die Befragte zum Befragungszeitpunkt Therapien in Anspruch, werden zusätzlich die behandelnden Therapeuten zu den Spezifika der Therapieverordnung befragt. Experteninterviews mit Ärzten (n=8) sowie Gruppendiskussionen mit Ergo-, Physiotherapeuten und Logopäden explorieren Erfahrungen und Einschätzungen der aktuell üblichen Praxis der Therapieüberleitung. Ein abschließender Workshop führt die Ergebnisse der vorherigen Schritte zusammen und diskutiert mit einer Expertengruppe aus Ärzten und Therapeuten potentielle Interventionsbestandteile hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit und konkretisiert ggf. Verfahren und Aufgaben der interprofessionellen Zusammenarbeit.

Quelle

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