Beschreibung der Studie

Die Tiefe Hirnstimulation (THS) hat sich bei Patienten mit primärer Dystonie als sicheres und effektives Therapieverfahren etabliert. In den letzten Jahren haben auch zunehmend Patienten mit einer erworbenen dystonen Bewegungsstörung, die durch Pharmakotherapie wenig oder nicht gebessert werden konnten, eine THS erhalten - allerdings mit unterschiedlichem Ansprechen. Insgesamt ist die Datenlage zum Effekt der THS vor allem bei erworbenen Dystonien noch sehr begrenzt - insbesondere im Kindes- und Jugendalter. Daher sollen im Rahmen dieser deutschen Registerstudie alle vorliegenden Daten der Patienten erfasst werden, die aufgrund einer dyskinetischen Bewegungsstörung vor dem 18. Lebensjahr eine THS erhalten haben. Die Daten dieser Patienten sollen dazu beitragen, den Effekt dieser Therapieoption umfassend beurteilen zu können und mögliche Einflussfaktoren auf die Wirkung identifizieren zu können. Dadurch soll die Beratung betroffener Familien und die Auswahl geeigneter Patienten verbessert werden. Langfristiges Ziel ist es, Behandlungsstandards für die Anwendung der THS im Kindesalter entwickeln zu können.

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Studiendetails

Studienziel Veränderungen im Burke-Fahn-Marsden Dystonia Rating Scale nach Tiefer Hirnstimulation.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Univerität zu Köln

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Diagnose einer im Kindesalter begonnenen dyskinetischen Bewegungsstörung
  • THS-Implantation vor dem 18. Lebensjahr

Ausschlusskriterien

  • Keine gesicherte Diagnose einer dyskinetischen Bewegungsstörung
  • THS-Implantation nach dem 18. Lebensjahr

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Hallervorden-Spatz Syndrom-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Die Tiefe Hirnstimulation (THS) hat sich bei der primären Dystonie als sichere und effektive Therapieoption erwiesen. Die Ergebnisse bei sekundären Dystonien sind eher variabel. Es liegen bisher nur wenige Studien zum Effekt der THS im Kindes- und Jugendalter vor. Einige Studien weisen auf einen Zusammenhang zwischen Krankheitsdauer und THS-Effekt hin, so daß die THS zu einem frühen Zeitpunkt der Entwicklung für manche Patienten sinnvoll sein kann. Mithilfe der Registerstudie sollen alle vorliegenden Daten von Patienten mit im Kindesalter begonnener dyskinetischer Bewegungsstörung, die vor dem 18. Lebensjahr eine THS in einem deutschsprachigen Land erhalten haben, gesammelt und systematisch ausgewertet werden. Dadurch soll der Effekt der THS umfassend re-evaluiert und potentielle Einflussfaktoren identifiziert werden. Die prä-, peri- und postoperativen Daten umfassen Angaben zu Anamnese, Ätiologie und Ausprägung der Bewegungsstörung, Alter zum Krankheitsbeginn und Operationszeitpunkt, Motorik, Sprache, Kognition, Lebensqualität, Bildgebung, Zielpunktlokalisation, Stimulationsparameter, Komplikationen, Pharmakotherapie sowie supportiver Therapie. Ziel ist es, die Beratung betroffener Familie zu verbessern und die Auswahl geeigneter Patienten zu erleichtern durch die Identifikation potentieller Outcome-Prädiktoren. Zudem soll die Behandlung pädiatrisher Patienten mit THS optimiert werden, in dem Therapiestandards entwickelt werden. Langfristig ist die Synchronisation mit einem internationalem Register geplant.

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