Beschreibung der Studie

Ziel der vorliegenden Studie ist es, den sexuellen Missbrauch innerhalb der katholischen Kirche sowohl für die Betroffenen, als auch für die Öffentlichkeit so transparent wie möglich aufzuarbeiten. Neben einer umfassenden Erhebung aller Fälle und Verdachtsfälle (im Zeitraum 1945 bis 2014), soll die wissenschaftliche Analyse über die Daten der Kirchenarchive hinaus erstreckt werden. Im Rahmen des geplanten modularen Projektablaufs werden auch externe Datenquellen genutzt, die eine vergleichende Analyse mit anderen Formen des institutionellen Missbrauchs (z. B. staatliche Jugendhilfeein-richtungen, Schule) ermöglichen. Die Erfahrungen der Opfer werden bei der Entwicklung der Forschungsinstrumente und bei der Interpretation der Ergebnisse durch Einrichtung eines Beirats miteinbezogen. Die vielfältigen Facetten der Thematik sollen darüber hinaus durch semistrukturierte Interviews mit Opfern, Tätern und Kirchenverantwortlichen aufgearbeitet werden.

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Studiendetails

Studienziel offen, Bestandserhebung (2015/2016) und Opferbefragung, Täterbefragung (jede Person die sich meldet bis 2016)
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Epidemiologische Studie
Finanzierungsquelle Verband der Diözesen Deutschlands, Deutsche Bischofskonferenz

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Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Betroffeneninterviews: minderjährig bei Missbrauch
  • Täterinterviews: jeder der bereit ist

Ausschlusskriterien

  • alle Personen, die nicht geschäftsfähig sind

Adressen und Kontakt

Bistümer, Deutschland

Ansprechpartner: Professor Dr. Dr. h.c. Andreas Kruse

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Häufig gestellte Fragen

Das Projekt erfordert einen interdisziplinären wissenschaftlichen Ansatz, der kriminologische, psychologische, soziologische, psychiatrische und forensisch-psychiatrische Kompetenz einbezieht. Erarbeitet werden sowohl Kennzahlen des quantitativen Umfangs des Missbrauchs (Personalbestand, Aktensichtung etc.) als auch mittels Betroffenen- und Täterinterviews und weiteren Ansätzen organisatorische Elemente und Gelegenheitsstrukturen, die Missbrauch befördern. Das Projekt umfasst folgende Teilprojekte: 1. Erfassung der Datenlage und Datenhaltungs-praktiken hinsichtlich von Fällen sexuellen Missbrauchs im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz 2. Qualitative biografische Analyse Betroffener (Opfer-, Täterinterviews) 3. Institutionenvergleich 4. Analyse von Präventionsaspekten 5. Sekundäranalyse nationaler u. internationaler empirischer Befunde 6. Quantitative Analyse von Stichproben aus kirchlichen Personalakten

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien