Beschreibung der Studie

Lebertransplantationen werden heute bei schweren chronischen Lebererkrankungen in spezialisierten Zentren routinemäßig durchgeführt. Durch die anschließend notwendige Immunsuppression besteht für die Transplantierten dann aber ein erhöhtes Risiko für Infektionen mit Viren. Bekannt ist, dass sich im Falle des Auftretens einer solchen Infektion das Risiko für ein Transplantatversagen deutlich erhöht. Daher erhalten die transplantierten Patienten meist antivirale Medikamente zur Vorbeugung. Diese haben allerdings deutliche Nebenwirkungen, sind kostenintensiv und können zudem eine Infektion nicht immer verhindern. Die hier vorliegende Studie soll bei Patienten die sich einer Lebertransplantation unterziehen, die Inzidenz von Virusinfektionen ermitteln. Gleichzeitig soll versucht werden, Prognoseparameter zu definieren, die eine frühzeitige Abschätzung des Risikos einer Virusinfektion erlauben und somit eventuell zu einem besseren Transplantatüberleben nach Lebertransplantation führen. Das frühzeitige Erkennen und Abschätzen kann helfen, die Notwendigkeit einer medikamentösen Virusprophylaxe abzuschätzen.

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Studiendetails

Studienziel An einem der größten deutschen Lebertransplantationszentren soll prospektiv der Verlauf von Patienten nach Lebertransplantation untersucht werden. Im Vordergrund stehen die Bestimmung des viralen Ausgangsbefundes (IgG) für HSV (Herpes simplex Viren) und CMV (Cytomegalievirus) mittels ELISA-Technik und PCR-Analysen (Polymerasekettenreaktion) aus dem Blutplasma. Zudem soll untersucht werden, inwieweit eine Virusprophylaxe effektiv in Bezug auf die Prävention einer invasiven Virusinfektion ist.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 80
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Klinik für Anaesthesiologie Universitätsklinikum Heidelberg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Lebertransplantation am Transplantationszentrum Heidelberg
  • schriftliche Einverständniserklärung durch den Studienteilnehmer
  • Alter >18 Jahre

Ausschlusskriterien

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Die orthotope Lebertransplantation ist heute ein routinemäßig eingesetztes Verfahren, um Patienten mit ansonsten unheilbaren chronischen Leberkrankheiten oder akutem Leberversagen ein Überleben zu ermöglichen. Durch Innovationen der letzten Jahre ist heute ein Langzeitüberleben bei guter Lebensqualität die Regel. In einigen Fällen kommt es jedoch zum primären oder sekundären Transplantatversagen mit weitreichenden Folgen für den Patienten wie der Notwendigkeit einer Re-Transplantation oder Tod. In Bezug auf Virusinfektionen bei Lebertransplantierten ist bekannt, dass diese mit einer deutlichen Verschlechterung des Outcomes assoziiert sind. Aus diesem Grund wird in der Regel eine medikamentöse Prophylaxe durchgeführt, wenngleich die hierzu verwendeten Medikamente ein breites Nebenwirkungsspektrum aufweisen und nicht in allen Fällen eine Infektion sicher vermeiden können. Die hier vorliegende Studie hat daher zum Ziel, bei Patienten die sich einer Lebertransplantation unterziehen, die Inzidenz von Virusinfektionen zu ermitteln. Zudem soll versucht werden, prospektive Prognoseparameter zu definieren, die eine Abschätzung des Risikos einer Virusinfektion erlauben und somit eventuell zu einem besseren Transplantatüberleben nach Lebertransplantation führen. Dabei sollen klinisch-chemische Parameter wie die Kinetik der Transaminasen und der Lebersyntheseparameter sowie klinische Scores (MELD, SOFA, APACHE II) untersucht werden. Zudem sollen Virusantigene und serologische Parameter (Immunglobuline) gemessen und PCR-Analysen auf Virus-DNA durchgeführt werden. Das frühzeitige Erkennen und Abschätzen kann helfen, die Notwendigkeit einer medikamentösen Virusprophylaxe zu erleichtern und genauere Therapiestrategien zu entwickeln, um einem Transplantatversagen oder dem Tod des Patienten entgegenzuwirken.

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