Beschreibung der Studie

Ähnlich wie schizophrene Patienten leiden auch depressive Patienten unter kognitiven Defiziten in den Bereichen Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Problemlösen, deren Ausmaß mit sozialem Funktionsniveau und beruflicher Leistungsfähigkeit negativ korreliert ist. In der geplanten Studie soll untersucht werden, ob computergestütztes kognitives Training bei depressiven Patienten zu (1.) Verbesserungen in der kognitiven Leistungsfähigkeit, (2.) zu erhöhter sozialer Kompetenz, Selbstwirksamkeit und Therapiemotivation und (3.) zu einem schnelleren Rückgang der depressiven Symptomatik führt.

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Studiendetails

Studienziel kognitive Leistungsfähigkeit: Problemlösefähigkeit (gemessen mit dem Wisconsin Card Sorting Test und dem Trail-Making-Test B), visuell-räumliches und verbales Arbeitsgedächtnis, visuell-räumliches und verbales Gedächtnis (gemessen mit der Wechsler Memory Scale Revised), selektive Aufmerksamkeit (gemessen mit dem Continuous Performance Test), kognitive Verarbeitungsgeschwindigkeit (gemessen mit dem Trail-Maiking-Test A) vor und nach der Behandlung
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 40
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Sozialstiftung Bamberg Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit einer depressiven Episode im Rahmen einer unipolaren Störung (ICD-10: F32.x oder F33.x); Fähigkeit zur Teilnahme am nichtmedikamentösen Therapieprogramm

Ausschlusskriterien

Adressen und Kontakt

Sozialstiftung Bamberg, Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Bamberg

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Häufig gestellte Fragen

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Kognitive Defizite gelten bei schizophrenen und depressiven Patienten als Risikofaktoren für einen ungünstigen weiteren Krankheitsverlauf und beeinträchtigen das soziale Funktionsniveau und die beruflicher Leistungsfähigkeit. Jüngste Meta-Analysen fanden übereinstimmend mittlere Effektstärken für die Wirksamkeit kognitiven Trainings bei schizophrenen Patienten. Diese Ergebnisse werfen nun zunächst die Frage auf, ob Verfahren zur kognitiven Remediation auch bei Patienten mit einer depressiven Störung gewinnbringend eingesetzt werden könnten. Gegenwärtig existieren zu dieser Fragestellung nur wenige kontrollierte Studien mit sehr geringer Stichprobenzahl. In diesen Studien wurde das kognitive ambulant und mit relativ langer Trainingsdauer bei niedriger Trainingsdichte durchgeführt. Bislang ist deshalb völlig ungeklärt, ob auch unter den Rahmenbedingungen eines stationären Settings mit dann kürzerem Trainingszeiträumen und höherer Trainingsdichte Erfolge zu erzielen wären. Der erzielte Übungsfortschritt während des kognitiven Trainings könnte sich zusätzlich auf die intrinsische Motivation der Teilnehmer zur therapeutischen Behandlung sowie auf ihre Selbstwirksamkeitserwartung auswirken und damit möglicherweise zusätzlich den Verlauf der depressiven Symptomatik positiv beeinflussen.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien