Beschreibung der Studie

Die Adipositaschirurgie führt im Allgemeinen zu einer langfristigen Gewichtsreduktion und zu Verbesserungen in der medizinischen Krankheitslast. Jedoch zeigt ein substantieller Anteil von Patienten keinen oder einen nur unzureichenden Gewichtsverlust sowie eine Gewichtswiederzunahme über die Zeit hinweg. Erste Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Adipositaschirurgie das Essverhalten und die psychosoziale Anpassung wesentlich beeinflusst und dass diese Faktoren relevant für die postoperative Gewichtskontrolle sind. Das vorliegende Forschungsprojekt beinhaltet im Rahmen eines Registers eine umfassende Erhebung psychosozialer Aspekte bariatrischer Chirurgie in einer konsekutiven Stichprobe erwachsener und adoleszenter Patienten. Psychopathologie, Ess- und Bewegungsverhalten, Körperbild, Lebensqualität, soziale Kritik und Unterstützung sowie Impulsivität und Emotionsregulationsschwierigkeiten werden prospektiv dokumentiert, Zusammenhänge zwischen diesen Faktoren und ihre Vorhersagekraft für den Behandlungserfolg werden bestimmt.

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Studiendetails

Studienziel Deskriptive Beschreibung der Registerdaten zur Hypothesenvalidierung. Genutzt werden die Ergebnisse der Befragungen zu Baseline und zu dem 6 Monats- und dann weiteren jährlichen Follow-Ups (bis zu 4 Jahren nach der OP): o Pubertätsstand (bei unter 18-jährigen) o Begleiterkrankungen o Begleitmedikation o Interview: - EDE-BSV (Essstörung) o Fragebögen: - PHQ-D (Gesundheitsfragebogen) - IWQOL-Lite (Lebensqualität) - EDE-Q (Essstörung) - DEBQ-EE (Essverhalten, emotionales Essen) - EAH (Essen ohne Hunger) - PFS (Einfluss des Essens) - YFAS (Nahrungsabhängigkeit) - IPAQ (physische Aktivität) - GSES (Selbstwirksamkeit) - POTS (emotionales Wohlbefinden i. B. a. Hänseleien) - WBIS (Gewichtempfinden) - RAS (Einschätzung von Beziehungen) - BDSEE (Gefühlsausdruck) - F-Sozu (soziale Unterstützung) - LS (Einsamkeit) - DERS (Emotionsregulation) - BIS/BAS (persönliche Inhibition und Aktivierung) - ATQ-EC (Temperament) - FRS (Körpergefühl) - Pubertätsstadium
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Berlin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patientinnen und Patienten in bariatrischer Chirurgie
  • Alter ≥ 8 Jahre
  • Schriftliche Einwilligungserklärung zur Studienteilnahme

Ausschlusskriterien

  • Patientinnen und Patienten, bei denen es unwahrscheinlich ist, dass das Follow-up-Protokoll eingehalten werden kann (z.B. aufgrund von Unerreichbarkeit bei Auslandsaufenthalten)
  • Patientinnen und Patienten, die außer Stande sind, mit den Studienmitarbeitern zu kommunizieren

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Fettleibigkeit-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Im Rahmen eines longitudinalen Registers erfolgt die Erhebung psychosozialer Aspekte bariatrischer Chirurgie mit Hilfe von Fragebögen und Interviews. Das Register dient der Identifikation von Faktoren, die eine dauerhafte Gewichtsreduktion bei adipositaschirurgischen Patienten unterstützen bzw. die ein Risiko für eine neuerliche Gewichtszunahme darstellen. Basierend auf diesem Register sollen die im Folgenden aufgeführten Hypothesen beantwortet werden: 1. Unbehandelte essstörungsspezifische und allgemeine Psychopathologie, die über die bariatrische Chirurgie hinaus besteht oder die sich post-operativ entwickelt, ist verbunden mit einem geringeren Gewichtsverlust und einer Abnahme der Lebensqualität. Soziale Unterstützung beeinflusst diesen Zusammenhang. 2. Syndromale/subsyndromale Essstörungen vor der Operation, einschließlich der Binge-Eating- Störung und des Night Eatings, sind verbunden mit Essstörungssymptomen und einem geringeren Gewichtsverlust im Langzeit-Follow-up. 3. Eine erhöhte Impulsivität und Emotionsregulationsschwierigkeiten, vermehrte Stigmatisierungserfahrungen und interpersonelle Konflikte, eine geringere soziale Unterstützung und Selbstwirksamkeit prädizieren einen geringeren Gewichtsverlust im Langzeit-Follow-up. 4. Unbehandelte Psychopathologie zum Zeitpunkt der bariatrischen Operation, einschließlich einer affektiven Störung und Drogen-/Alkoholmissbrauch, ist verbunden mit einem Anstieg von Komplikationen (z.B. Verstopfung, Erbrechen). 5. Patienten, die sich bariatrischer Chirurgie unterziehen, erfahren einen signifikante Reduktion der essstörungsspezifischen und allgemeinen Psychopathologie einschließlich von depressiven Störungen. 6. Patienten, die sich bariatrischer Chirurgie unterziehen, erfahren post-operativ eine signifikante Verbesserung von Lebensqualität, Selbstwirksamkeit und Bewegungsverhalten sowie Impulsivität.

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