Beschreibung der Studie

Das Gefäßsystem des Gehirns ist bei gesunden Menschen in der Lage, die Hirnblutung innerhalb gewisser Grenzen unabhängig vom Blutdruck konstant zu halten. Diese Fähigkeit nennt man zerebrale Autoregulation, sie ist bei verschiedenen Erkrankungen des Gehirns allerdings gestört, so auch beim Schlaganfall. Nicht geklärt ist, ob die Störung der Autoregulation auf das eigentliche Infarktgebiet beschränkt ist oder auch angrenzende Regionen mitbetroffen sind. Im Rahmen der Studie soll versucht werden, die zerebrale Autoregulation mit Hilfe der Nahinfrarotspektroskopie zu untersuchen. Bei diesem Verfahren wird mit Laserlicht durch Kopfhaut und Schädelknochen hindurch eine Messung des Sauerstoffgehalts des Blutes im Gehirn möglich, ohne das hierzu ein operativer Eingriff notwendig würde.

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Studiendetails

Studienziel Primäres Zielkriterium ist die Möglichkeit einer Messung der cerebralen Autoregulation aus spontanen Blutduckschwankungen am Zeitpunkt der Untersuchung (96-144h nach Infarkt). Es wird pro Patient und Proband der Mittelwert der aus den 52 Kanälen bestimmten Autoregulationsparameter (Correlation coefficient index (CCI) zwischen mittlerem ABP und den NIRS-Signalen HbTot, HbOx und HbRed [MxHbTot, MxHbOx, MxHbRed]) berechnet. Auf Grundlage dieser Mittelwerte kann dann mittels eines Wilcoxon-rank-sum-Tests festgestellt werden, ob eine Trennung der Gruppen und somit eine Messung der cerebralen Autoregulation möglich ist.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 20
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum FreiburgNeurologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Akuter unilateraler Infarkt im Stromgebiet der A. cerebri media vor 96 bis 144 Stunden
  • Einwilligung zur Studienteilnahme und anonymisierten wissenschaftlichen Verwertung der Daten

Ausschlusskriterien

  • Fehlende Kooperation
  • Anderes ischämisches Ereignis binnen 3 Monaten vor Messung
  • ber 50%-ige Stenose der A. carotis interna oder der A. cerebri media ipsilateral zum Infarkt
  • Periphere arterielle Verschlusskrankheit

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sie aktuelle Schlaganfall-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Die cerebrale Autoregulation ist ein hirneigener schneller Schutzmechanismus, welcher die Perfusion relativ unabhängig vom Blutdruck hält. Bei verschiedenen Erkrankungen wie Steno-sen oder Verschlüssen der hirnversorgenden Gefäße kann die cerebrale Autoregulation gestört sein. Auch Schlaganfälle können zu einer Störung der cerebralen Autoregulation führen. Allerdings ist nicht bekannt, ob sich initial das autoregulationsgestörte Areal nur auf das Infarktgebiet beschränkt, die nähere Umgebung betroffen ist, oder das gesamte versorgte Stromgebiet betroffen ist. Die transkranielle Dopplersonographie erlaubt als nichtinvasive Methode nur die Erfassung der Blutflussgeschwindigkeit und damit der cerebralen Autoregulation im Hauptstamm der A. cerebri media und somit relativ unspezifisch des Mediastromgebiets als Ganzem. Mittels Nahinfrarot-Spektroskopie (NIRS) lassen sich Oxy- und Desoxyhämoglobin-Konzentrationen zeitlich hochaufgelöst messen und somit räumlich höher aufgelöste Aussagen über die cerebrale Hämodynamik machen. Eine räumlich aufgelöste Messung der Hämody-namik ist mit Multikanal-NIRS-Geräten (52 Messkanäle) in größeren Arealen des cerebralen Kortex prinzipiell möglich. Bei gleichzeitiger Blutdruckmessung kann somit auch auf nichtinvasive Weise die cerebrale Autoregulation (v.a. deren raschen Regulationsanteile, sog. dynamische Autoregulation) bestimmt werden. Hierzu werden sowohl spontane Blutdruckschwankungen, ateminduzierte Schwankungen als auch eine durch Thigh-Cuff-Deflation induzierte kurz leichte Hypotonie eingesetzt. Ziel dieser Pilot-Studie ist zum Einen zu zeigen, dass eine Messung der cerebralen Autoregulation mittels NIRS aus Spontanschwankungen möglich ist, zum Anderen die räumliche Vertei-lung der Autoregulationsstörung bei Patienten mit unilateraler Ischämie im Mediastromgebiet zu untersuchen.

Quelle

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