Beschreibung der Studie

Die zervikale Dystonie ist eine Erkrankung, die durch überaktive Hals- und Nackenmuskeln gekennzeichnet ist, und sich in einer unwillkürlich abnormen Kopfstellung widerspiegelt. Diese Fehlhaltungen können äußerst schmerzhaft und behindernd sein, oft kann eine gerade Kopfausrichtung nicht selbstständig erreicht werden. Die Ursachen dieser Erkrankung sind noch nicht eindeutig geklärt. Man geht jedoch davon aus, dass die zentrale Regulierung zwischen Muskeln und ihren Gegenspielern gestört ist. Bei der Behandlung der zervikalen Dystonie steht heute die Botulinumtoxin-Therapie im Vordergrund. Diese Behandlung ist aufgrund ihres guten Erfolges nicht mehr weg zu denken. Ob jedoch zusätzliche Therapieansätze einen besseren Behandlungserfolg verschaffen, wird zurzeit erforscht. So ist auch der Nutzen einer zusätzlichen physiotherapeutischen Behandlung nicht eindeutig geklärt. Ziel dieser Studie ist zu untersuchen, inwieweit Physiotherapie in Form von verschiedenen Anwendungen einen ergänzenden Effekt zur Botulinumtoxin-Therapie hat.

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Studiendetails

Studienziel Hauptziel dieser Studie ist die Überprüfung der Effektivität eines multimodalen Physiotherapieprogramms als adjuvante Therapie zur BTX Injektion gegenüber der alleinigen Applikation von BTX. Primärparameter zur Detektion der Effektivität sind die Lebensqualität in Form des generischen SF-36 Fragebogens und das Bewegungsausmaß der Halswirbelsäule, welches mittels dem ZEBRIS Messsystem erfasst wird. Diese Assessments werden zu Beginn und darauffolgend in einem Intervall von sechs Wochen bis zum Ende der Studie erhoben.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 20
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Jena, Institut f. Physiotherapie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Diagnose zervikale Dystonie
  • Laufende Behandlung mit Botulinumtoxin in einem dreimonatigen Intervall
  • Mindestens einjährige Behandlung mit Botulinumtoxin

Ausschlusskriterien

  • Kontraindikationen für die physiotherapeutische Intervention
  • Kontraindikationen für BTX-Therapie
  • Ablehnung der Studienteilnahme

Adressen und Kontakt

Hans-Berger-Klinik für Neurologie, Jena

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Häufig gestellte Fragen

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Hintergrund Therapie der Wahl bei zervikalen Dystonien ist die lokale Behandlung mit Botulinumneurotoxin-A (BTX). Ob jedoch zusätzliche physiotherapeutische Maßnahmen einen Nutzen bringen, ist nach aktuellem Forschungsstand nicht eindeutig belegt. Aus diesem Grund soll diese Studie zeigen, ob Physiotherapie in Kombination mit Botulinumneurotoxin-A einen Benefit in Bezug auf Schmerzen, Ausprägung der Dystonie, Statik und Funktion der Halswirbelsäule sowie die Lebensqualität liefert, um somit die Behandlung der cervicalen Dystonie zu optimieren. Design/Methoden Es handelt sich um eine prospektive monozentrische Interventionsstudie, in der ein Patientenkollektiv von 20 Teilnehmern angestrebt wird. Die Studie teilt sich in zwei Phasen mit jeweils drei Monaten Dauer auf. Innerhalb der ersten Phase findet die gewohnte BTX Applikation statt. Hier werden zudem die Baseline-Werte und darauffolgend in einem Intervall von sechs Wochen die Parameter erhoben. In der zweiten Phase erhalten die Teilnehmer zusätzlich zur laufenden BTX Behandlung ein Physiotherapieprogramm, welches aus zwei Einheiten pro Woche besteht. Auch in dieser Phase finden im gleichen Intervall die Untersuchungen statt. Auswertung Für die Quantifizierung des Effekts eines zusätzlichen Physiotherapieprogramms werden zu jeder Untersuchung alle der folgenden Parameter erhoben. Hierbei stellen die Lebensqualität in Form des SF-36 Scores und das Bewegungsausmaß, ermittelt durch ein apparatives Messsystem, die beiden primären Endpunkte dar. Weiterhin wird zu jeden Messzeitpunkt der Toronto Western Spasmodic Torticollis Rating Scale (TWSTRS) erhoben sowie der Tonus der betroffenen Muskulatur durch ein Oberflächen-EMG. Im Anschluss wird für alle erhobenen Daten eine deskriptive statistische Analyse durchgeführt. Mögliche Veränderungen in den Messwerten werden im Zeitverlauf durch den Wilcoxon-Test auf einem Signifikanzniveau von p<0,05 zum Basline-Wert verglichen. Die statistische Auswertung erfolgt mittels der SPSS 22.0 Software.

Quelle

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