Beschreibung der Studie

Zahlen und Mathematik sind unsere ständigen Begleiter: Wir benötigen Zahlen, um Uhren zu lesen, Geld zu zählen oder die Fernbedienung zu benutzen, aber auch um komplexere Rechnungen durchzuführen. Zahlreiche Studien belegen, dass sprachliche Fähigkeiten einen Einfluss auf numerische Kompetenzen haben können. In unserem Projekt möchten wir untersuchen, welche spezifischen sprachlichen Faktoren mathematische Fähigkeiten, wie Zählen oder Rechnen, vorhersagen können und inwieweit mathematische Begabungen mit sprachlichen Fähigkeiten in Verbindung stehen. Unter anderem stehen folgende Teilfragen im Zentrum der Betrachtung: 1. Welche sprachlichen Fähigkeiten sagen numerische Fähigkeiten bei unbeeinträchtigten und geistig beeinträchtigten Kindern vorher? 2. Sagen diese sprachlichen Fähigkeiten ausschließlich „exakte" numerische Fähigkeiten (wie z.B. Zählen) oder auch "approximative" Fähigkeiten (wie z.B. Schätzungen von Mengen) vorher ? 3. Inwieweit unterscheiden sich geistig beeinträchtigte Kinder mit verschiedenen Syndromen (Down-Syndrom und Williams-Syndrom) im Hinblick auf sprachliche und numerische Kognition? Zusätzlich zu theoretischen Erkenntnissen gilt es herauszufinden, wie mathematische Fähigkeiten von Kindern durch passgenaue Förderung unterstützt werden können.

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Studiendetails

Studienziel Die statistische Auswertung der verschiedenen Testverfahren bei den unterschiedlichen Gruppen soll zeigen, ob und inwieweit sprachliche Fähigkeiten numerische Fähigkeiten vorhersagen können und ob diesbezüglich Unterschiede zwischen den verschiedenen Probandengruppen bestehen. Gemessen werden das mentale Alter (SON-R, 4-7), um die Gruppen hinsichtlich ihres mentalen Alters vergleichen zu können und dies als Kontrollvariable in die Analysen miteinzubeziehen. Die Hauptmessungen beziehen sich auf die Vorhersage von numerischen Fähigkeiten (Level des Zählens: wie hoch kann das Kind zählen, wie gut ist sein Zahlenverständnis (level 1-5) Level des Schätzens: Weber Bruch (weber fraction)) durch linguistische Fähigkeiten (z.B. prozentualer Anteil der richtig gebildeten Plurale und Quantifizierer). Wir werden hierzu Regressionen, Korrelationen und ANOVAs berechnen.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft
Weitere Informationen Studienwebseite

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Für alle Kindergruppen (unbeeinträchtigte Kinder (Alter: 2-5 Jahre), Kinder mit DS, Kinder mit WS) muss gelten, dass sie in einer monolingual deutsch sprechenden Umgebung aufwachsen und Deutsch als einzige Sprache erwerben. Bei den Kindern mit DS soll das DS-Syndrom diagnostiziert sein (Trisomie 21), andere syndromale Entwicklungsstörungen sollen nicht vorliegen. Analoges gilt für Kinder mit WS.

Ausschlusskriterien

  • Um den Einfluss außersprachlicher Faktoren auf die sprachlichen Leistungen der Kinder mit DS und WS zu minimieren sollen die Kinder keine Beeinträchtigung des Innenohres (Schallempfindungsschwerhörigkeit) aufweisen. Im Fall einer Hörbeeinträchtigungen als Folge von Mittelohrentzündungen (Schalleitungsschwerhörigkeit) soll die Hörstörung lediglich leichtgradig sein (bis zu 30 dB), so dass keine gravierenden Auswirkungen für die Sprachentwicklung zu erwarten sind.
  • Falls die Aufgaben der Testbatterie zu schwierig sind, so dass die Testungen abgebrochen werden müssen, müssen die Daten des/der entsprechenden Kindes/r ggf. ausgeschlossen werden.

Adressen und Kontakt

Department für Heilpädagogik und Rehabilitation, Lehrstuhl für Psycholinguistik und Sprachpsychologie, Universität zu Köln, Köln (NRW)

Ansprechpartner: Dr. Sarah Verlage

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Häufig gestellte Fragen

Numerische Kognition umfasst „approximative“ Fähigkeiten (z.B. Mengen schätzen) sowie „exakte“ Fähigkeiten (z.B. zählen). Letztere scheinen zumindest teilweise auf Sprache zu basieren (z.B. Pica et al., 2004), wobei diesbezüglich widersprüchliche Ergebnisse vorliegen (z.B. Hyde et al., 2011; Pica et al., 2004). Aus diesen diskrepanten Befunden resultiert die folgende Frage: Welchen spezifischen Einfluss kann Sprache auf numerische Kognition haben? Die Beantwortung dieser Frage ist Ziel des Projekts. Insbesondere soll der Zusammenhang zwischen sprachlichen und numerischen Fähigkeiten bei unbeeinträchtigten und geistig beeinträchtigten Kindern untersucht werden, wobei folgende Teilfragen im Zentrum der Betrachtung stehen: I a) Welche sprachlichen Fähigkeiten sagen numerische Fähigkeiten bei unbeeinträchtigten und geistig beeinträchtigten Kindern vorher? I b) Sagen diese sprachlichen Fähigkeiten ausschließlich „exakte“ numerische Fähigkeiten vorher? II) Inwieweit unterscheiden sich geistig beeinträchtigte Kinder mit verschiedenen Syndromen (Down-Syndrom und Williams-Syndrom) im Hinblick auf sprachliche und numerische Kognition? III) Zeigen Kinder mit Down-Syndrom bessere Leistungen, wenn exakte numerische Fähig-keiten räumlich getestet werden?

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Die Ergebnisse von klinischen Studien beeinflussen die Behandlungsmethoden, mit denen Betroffene in der Gegenwart und der Zukunft behandelt werden. Daher ist es wichtig, zuverlässige Ergebnisse zu erhalten. Um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, müssen Studien sorgfältig geplant werden. Dazu gehört, dass die Teilnehmer vor Beginn in verschiedene Gruppen eingeteilt werden und genau definiert wird, wie die Gruppen behandelt werden. Auf diese Weise können Behandlungsmethoden unter gleichen Bedingungen miteinander verglichen werden. So kann im Anschluss der Studie eine Aussage darüber gefällt werden, welche der eingesetzten Behandlungsmethoden für die untersuchte Fragestellung am besten geeignet ist. Unabhängig davon, welcher Gruppe die Teilnehmer angehören, werden Sie intensiv durch das Studienpersonal betreut.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien