Beschreibung der Studie

Der Hauptzweck des Projektes ist der wissenschaftlich Vergleich einer Gruppe (Kontrollgruppe) von Patienten, die eine normale Behandlung auf einer psychiatrischen Station erhalten gegen eine Gruppe (Interventionsgruppe) von Patienten derselben Station die durch einen Stations-Apotheker pharmazeutisch betreut wird. Der Hintergrund ist der nachgewiesene Nutzen der Mitarbeit eines Apothekers im stationären Alltag in Bezug auf verschiedene Endpunkte in anderen medizinischen Fachbereichen. In diesem Projekt werden Patienten der Interventionsgruppe ausführlich von den Stationsapothekern zu ihrer Erkrankung und Medikation beraten. Außerdem wird eine ausführliche Überprüfung der Medikation vorgenommen. Die Apotheker stehen den Patienten and Ärzten als Ansprechpartner zur Verfügung. Patienten der Kontrollgruppe erhalten die normale stationäre Versorgung. Alle Patienten die im Studienzeitraum auf 2 offenen, psychiatrischen Stationen aufgenommen werden, werden unabhängig ihrer psychiatrischen Diagnose eingeschlossen. Ziel des geplanten Projektes ist es, zu erfassen, ob die Mitarbeit eines Apothekers in der Psychiatrischen und Psychotherapeutischen Klinik unter anderem zu einer Reduktion bzw. Verbesserung folgender Parameter führen kann: der Anzahl Arzneimittel-bezogener Probleme (AbP) und der Therapietreue, vor allem nach Entlassung.

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Studiendetails

Studienziel absolute Anzahl ungelöster Arzneimittelbezogener Probleme (AbP) pro Patient nach Abschluss des Studienplans des jeweiligen Patienten (geplant: durchschnittliche Aufenthaltsdauer auf der psychiatrischen Station in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Erlangen von 21 Tagen + letzter Kontakt 3 Monate nach der Entlassung (ca. 90 Tage) = ca. 111 Tage pro Patient) Adhärenz der Patienten, im Vergleich zwischen Aufnahme, Entlassung und 3 Monate nach Entlassung gemessen mit dem Medication Adherence Report Scale (MARS) - deutsche Version
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 184
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Professur für Molekulare und Klinische Pharmazie, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Eingeschlossen werden psychiatrische Patienten der Stationen P21 und P31 der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Erlangen unabhängig ihrer Diagnose.
  • Weitere Einschlusskriterien müssen erfüllt sein:
  • Alter: ≥ 18
  • Fähigkeit, selbstständig Fragebögen auszufüllen
  • Fähigkeit, gesprochenes und geschriebenes Deutsch zu verstehen
  • Geistige Zurechnungsfähigkeit
  • Stationärer Aufenthalt in der Psychiatrischen Klinik Erlangen > 7 Tage
  • Bereitschaft zur Kontaktaufnahme nach Entlassung

Ausschlusskriterien

  • Ausgeschlossen werden Patienten, die ausschließlich psychotherapeutisch behandelt werden und keine zusätzliche Begleitmedikation (nicht-psychiatrisch) einnehmen. Patientinnnen, die von der Akut-Station der Frauen (P12) auf die 2 offenen Stationen verlegt wurden.

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Ziel des geplanten Projekts ist es, in einer klinischen Studie zu erfassen, ob pharmazeutische Betreuung durch Integration eines Stationsapotheker in das multidisziplinäre Behandlungsteam der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Erlangen zu einer Reduktion bzw. Verbesserung folgender Parameter führen kann: der Anzahl Arzneimittel-bezogener Probleme (AbP) und der Therapietreue, vor allem nach Entlassung. Die pharmazeutische Betreuung beinhaltet in diesem Projekt eine gründliche Medikamentenanamnese sowie eine ausführliche Beratung der Patienten zu ihrer Erkrankung und Medikation. Eine genaue und vollständige Arzneimittelanamnese ist bei dieser Patientengruppe enorm wichtig, da psychiatrische Erkrankungen häufig von Nebenerkrankungen und damit von eine Polypharmazie begleitet werde. Das Risiko für Arzneimittelbezogene Probleme steigt exponentiell an. Außerdem ist durch die spezielle Wirkweise vieler psychotroper Medikamente (Wirkungseintritt erst nach 2-3 Wochen, Auftreten von Nebenwirkungen jedoch sofort) die Rate der Therapieabbrüchen sehr hoch. In anderen medzinischen Fachrichtungen konnte bereits gezeigt werden, dass pharmazeutische Betreuung die Adhärenz verbessern und Arzneimittelbezogene Probleme reduzieren kann. Mit dieser Studie soll der Einfluss der pharmazeutischen Betreuung nun auch für psychiatrische Patienten evaluiert werden.

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