Beschreibung der Studie

In dieser Studie soll der Zusammenhang von verschiedenen Personenvariablen, wie Religiosität, Optimismus und Persönlichkeit sowie situativen Variablen mit der Lebensqualität, Symptombelastung, dem Immunstatus sowie der Rate des Tumorwachstums bei Tumorpatienten in einem Längsschnittdesign untersucht werden. Es gilt zu untersuchen, welche Faktoren einen positiven Effekt auf die Symptombelastung, Lebensqualität und den Immunstatus der Patienten haben.

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Studiendetails

Studienziel Die Patienten werden vor der Diagnosestellung einer Krebserkrankung (T1) mit den folgenden Fragebögen als Paper-Pencil-Version befragt (Dauer insgesamt ca. 50 - 60 min): Brief-Symptom-Checklist (BSCL-53; Franke, in prep.); Freiburger Persönlichkeitsinventar (FPI-R; Fahrenberg, Hampel, & Selg, 2010); Fragebogen zur sozialen Unterstützung (F-SozU; Fydrich, Sommer, & Brähler, 2007); Engagement in spiritual and religious practices (SpREUK-P SF 17; Büssing, Reiser, Michalsen, & Baumann, 2012) Fragebogen zu Kompetenz- und Kontrollüberzeugungen (FKK; Krampen, 1991) Herth Hope Index (HHIndex; Herth, 1992); Life-Orientation-Test Revision (LOT-R; Glaesmer, Hoyer, Klotsche, & Herzberg, 2008); Positive and negative religious Coping (Brief COPE; Lehr, Fehlberg, Hess, & Fix, 2007) Skalen zur Erfassung von Hoffnungslosigkeit (H-Skalen; Krampen, 1994); State-Trait-Ärgerausdrucks-Inventar (STAXI; Schwenkmezger, Hodapp, & Spielberger, 1992); University of Washington Quality of Life Scale (UW-QOL 4; Lowe & Rogers, 1999). Ways of Coping Cancer Version (WOC-CA; (Dunkel-Schetter, Feinstein, Taylor, & Falke, 1992). Die zweite Befragung erfolgt direkt nach der operativen Behandlung (T2). Es werden die Krankheitsverarbeitung, Lebensqualität und Symptombelastung erfragt (Dauer ca. 30 - 40 min.). Zudem werden vorhandene Blutanalysewerte aus der medizinischen Behandlung durch das Krankenhaus hinzugezogen (Immunstatusanalyse). Die anfängliche Tumorgröße wird bei Vorliegen bildgebender Verfahren bestimmt. Nach ca. 3 (T3) und 6 Monaten (T4) werden erneut die Krankheitsverarbeitung, Lebensqualität, Symptombelastung sowie das religiöse Coping erhoben (Dauer ca. 30 min) und die Verlaufswerte der Blutanalysen sowie die Rate des Tumorwachstums (bei Vorliegen radiologischer Untersuchungen) analysiert.
Status Teilnahme nicht mehr möglich
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Medizinische Hochschule Hannover

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

Ausschlusskriterien

  • Tumor-Rezidiv
  • Präkanzerose
  • Keine Möglichkeit zur Follow-up Befragung
  • Schwangerschaft oder Stillen
  • Herz-, Lungen-, Leber- oder Nierenerkrankungen
  • Chronische Schmerzen
  • Drogensucht
  • Kürzliche Operationen
  • Infektionen
  • Durchblutungsstörungen
  • Systemische Erkrankungen
  • Allergische Reaktion auf Arzneimittel

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Häufig gestellte Fragen

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Anliegen der geplanten Längsschnitt-Studie ist es, einen Beitrag zum besseren Verständnis der Krankheitsverarbeitung von Tumorpatienten (und anderen schwer Erkrankten) zu liefern, indem nicht nur wesentliche Umweltfaktoren, sondern auch Persönlichkeitsfaktoren unter funktionalen Gesichtspunkten in die Analyse einbezogen werden, sodass ein integratives Modell der Krankheitsverarbeitung entwickelt werden kann, welches die Mechanismen von Copingstilen und persönlichen Lebensumständen aufdeckt. Hierbei steht die Frage im Vordergrund, bei welcher Persönlichkeit, bei welchem Krankheitsschweregrad und bei welcher persönlichen Situation welcher Coping-Stil funktional und welcher dysfunktional ist. Zudem soll der Frage nachgegangen werden, welcher psychosoziale Umgang für welche dieser Personen am effektivsten ist. 200 Tumorpatienten aus der Abteilung für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf werden vor (T1) und nach Ihrer OP (T2) sechs Fragebögen mit folgenden Inhalten, zum Ausfüllen vorgelegt: Es geht darin um Persönlichkeit, soziale Unterstützung, Krankheitsverarbeitung, klinisch-psychische Symptombelastung, Religiosität, Kontrollüberzeugungen, Optimismus, Ärgerausdruck und demografische Daten. Nach drei Monaten (T3) und nach einem halben Jahr (T4) soll jeweils ein Follow-up zeigen, wie in Abhängigkeit von individueller Belastungssituation, umgesetzten Verarbeitungsmechanismen und Persönlichkeitsstruktur die klinisch-psychologischen Symptome wie Depressivität und Ängstlichkeit, Lebensqualität sowie die körperliche Genesung und Compliance verlaufen sind. Strukturgleichungsanalysen und komplexe Regressionsanalysen dienen dabei der Aufstellung des Modells der Krankheitsverarbeitung, aus welchem schließlich der Leitfaden für das medizinische Personal abgeleitet wird.

Quelle

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