Beschreibung der Studie

Die Systemmedizin strebt auf der Grundlage der Zusammenführung einer großen Menge und Vielfalt an biologischen, neuropsychologischen, klinischen und soziodemographischen Daten Fortschritte im Verständnis, in der Erkennung, in der Vermeidung und in der Behandlung von Krankheiten an. Patienten und Risikopersonen müssen die neuen Möglichkeiten der Systemmedizin zur Krankheitsvermeidung und -behandlung als selbstbestimmte Akteure zu nutzen wissen. Dazu bedarf es einer ausreichenden Gesundheitskompetenz. Gesundheitskompetenz beschreibt die Fähigkeit, sich Zugang zu Gesundheitsinformationen zu verschaffen, diese zu verstehen und zu bewerten und in gesundheitsförderliches Verhalten umzusetzen. Zum einen wird untersucht, über welche Gesundheitskompetenz Menschen mit psychischen Gesundheitsproblemen verfügen und wie sie die systemmedizinische Diagnostik einschätzen. Befragt werden sollen ca. 300 Personen zwischen 15 und 40 Jahren, die sich hilfesuchend an ein Früherkennungszentrum für psychische Erkrankungen wenden. Auf dieser Grundlage werden Handlungsempfehlungen zur Förderung der Gesundheitskompetenz von Menschen mit psychischen Gesundheitsproblemen entwickelt. Besonderer Fokus wird dabei auf den Umgang mit systemmedizischen Optionen gelegt, die in der Früherkennung psychischer Erkrankungen immer greifbarer werden. Amendment: Rekrutierungsschwierigkeit aufgrund struktureller institutioneller Veränderungen bedingten den Einschluss eines weiteren Früherkennungszentrums. Auf Grundlage der Zwischenergebnisse (Stand: 03/16) wurde die geplanteTeilnehmerzahl von 500 auf 300 Teilnehmer reduziert.

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Studiendetails

Studienziel Querschnittserhebung der individuellen Gesundheitskompetenz von Personen mit psychischen Gesundheitsproblemen (Selbst-einschätzung) mittels validiertem Fragebogen: Deutsche Version des Messinstruments „HLS-EU-Q47“, Soziodemographische Daten und pseudonymisierte Angaben zum klinischen Befund
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 300
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Befragt werden sollen alle Personen, die sich hilfesuchend an ein Früherkennungszentrum für psychische Erkrankungen wenden und die diagnostische Untersuchung durchlaufen.
  • Die Probanden müssen eingewilligt haben (freiwillige Teilnahme). Der Proband/die Probandin ist zwischen 15 und 40 Jahren alt. Die Befragten müssen die deutsche Sprache beherrschen.

Ausschlusskriterien

  • Mindestens ein Einschlußkriterium trifft nicht zu.

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Psychische Erkrankungen stellen in der heutigen Gesellschaft eine der Volkskrankheiten dar. Jedes Jahr ist ungefähr jeder dritte Mensch zwischen 18 und 79 Jahren in Deutschland von mindestens einer psychischen Störung betroffen, mehr als ein Drittel davon hat mehrere Diagnosen. Seit einigen Jahren wird bei affektiven und non-affektiven psychischen Erkrankungen verstärkt an validen Indikatoren und Risikofaktoren geforscht, die im medizinischen Alltag zur Entwicklung und Ermöglichung einer Prävention und einer frühen Therapie mit Vermeidung einer Chronifizierung breit eingesetzt werden sollen. Risikopersonen müssen in diesem Kontext selbstbestimmte Entscheidungen treffen und entsprechende Handlungen ausführen können. Die dafür erforderliche Gesundheitskompetenz ist schon jetzt zu oft nicht ausreichend gegeben. Die Systemmedizin stellt hier eine vielschichtige Herausforderung dar. Durch die Menge und Komplexität der Daten, durch eine zunehmende Ablösung der Behandlung kranker und leidender Menschen durch eine Risikobestimmung und Früherkennung bei sich noch gesund fühlenden Menschen sowie durch die strukturelle Komplexität systemmedizinischer Gesundheitsversorgung, sind erhebliche Schwierigkeiten bei Zugang, Verständnis, Bewertung und Umsetzung von Gesundheitsinformationen in den unterschiedlichen Bereichen zu erwarten. Im Hinblick auf ein sehr dynamisches Entscheidungsumfeld wirft das die Frage auf, wie jeder Einzelne eine ausreichende Gesundheitskompetenz erlangen kann, um sich in einem solchen komplexen System zurechtzufinden und letztlich auch gesundheitskompetente Entscheidungen treffen zu können.

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