Beschreibung der Studie

Postoperativer Schmerz beeinflusst die Genesung negativ, neigt zur Chronifizierung und ist für den Patienten ein äußerst unangenehmes Ereignis. Der Akutschmerztherapie kommt daher besonders im Aufwachraum (AWR) eine hohe Bedeutung zu. Die Erfassung dieses subjektiven Erlebnisses ist allerdings schwierig. Bisher kann man den Schmerz nur „messen“, indem der Patient die Schmerzintensität auf einer „Numeric Rating Scale“ (NRS) angibt. Dieses konventionelle Procedere wird in einem der beiden Studienarme durchgeführt. Mit Hilfe des A.N.I.- Monitors soll über die Berechnung eines Indexes aus verschiedenen Parametern, wie der Herzfrequenzvariabilität und dem Atemmuster, eine objektive Schmerzskala ermittelt werden, die eine hohe Korrelation mit dem Wert auf der NRS aufweist und unabhängig von der Kooperation des Patienten erhoben werden kann. In der zweiten Studiengruppe kommt dieses Gerät zum Einsatz. Das Ziel dieser randomisiert kontrollierten, einfachblinden Studie ist die Untersuchung der Eignung des A.N.I.-Monitors zur Unterstützung der Schmerztherapie im Aufwachraum durch Vergleich der beiden Studienarme.

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Studiendetails

Studienziel Numeric Rating Score (durchschnittlicher vom Patienten geäußerter Punktwert), gemessene Schmerzintensität
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 150
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Aachen Klinik für Anästhesiologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Mindestens 18 Jahre, einwilligungsfähig
  • schmerzhafter operativer Eingriff, geplante Mindestdauer 90min
  • Vollnarkose
  • geplanter postoperativer Aufenthalt im Aufwachraum

Ausschlusskriterien

  • Betablocker, Herzschrittmacher/ICD, laufende Katecholamin-Therapie, Periduralkatheter (PDK), PCA-Pumpe (Patienten-kontrollierte Analgesie), Arrhythmien, Bradypnoe <9/min, Z.n. Herztransplantation

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Das Ziel unserer Studie ist die Evaluation des ANI-Monitors zur kontinuierlichen Überwachung der Algesie postoperativer Patienten im Aufwachraum. Die Überschreitung vorher festgelegter Schwellwerte soll zur Sensibilisierung des Personals im AWR beitragen, das hierdurch getriggert den Patienten nach Schmerzen befragt. Damit soll bereits in einem frühen Stadium Schmerz behandelt werden, noch bevor der Patient die Schmerzen spontan äußert, da dies oft erst bei sehr starken Schmerzen geschieht (z.B. wenn der NRS>6). Die zu verabreichende Analgetika-Dosis kann ggf. reduziert und die durchschnittliche Schmerzbelastung (gemessen am mittleren NRS) für die Patienten gesenkt werden. Durch die höhere Konstanz eines adäquaten Wirkspiegels ist möglicherweise auch die Gesamtmenge verabreichter Analgetika und somit auch der Nebenwirkungen geringer. Zusätzlich werden die Daten der gewöhnlichen Pulsoximetrie aufgezeichnet, um post hoc eine Berechnung des SSI durchzuführen und mit dem ANI sowie der NRS zu vergleichen. Als sekundäre Zielparameter sollen weitere Parameter, wie der Fragebogen, um das subjektive Empfinden des Patienten zu dokumentieren, erfasst und in beiden Gruppen vergleichend ausgewertet werden.

Quelle

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