Beschreibung der Studie

Das Delir nach Operationen ist eine Bewusstseinsstörung, die mit Veränderungen kognitiver Funktionen oder dem Auftreten von Wahrnehmungsstörungen einhergeht. Die Inzidenzrate ist für intensivmedizinisch betreute Patienten besonders hoch. Das Auftreten eines postoperativen Delirs ist für das längerfristige Outcome der Patienten von großer Bedeutung (längerer stationärer Verbleib; vermehrte kognitive Dysfunktionen nach dem Krankenhausaufenthalt; schlechtere Prognose hinsichtlich der 6-Monats-Mortalität). Nicht-pharmakologische Maßnahmen zur Beeinflussung der Auftretenshäufigkeit des Delirs zielen auf eine Optimierung der Orientiertheit von Patienten ab. Die Untersuchung soll klären, ob Orientierungshinweise zur Realität, die über die übliche Behandlung hinausgehen (TAU), eine Reduktion der Delir-Inzidenzrate bewirken. Die der Untersuchung zugrunde liegende Hypothese ist, dass Patienten, die postoperativ ergänzende Orientierungsreize erhalten, gegenüber einer Konttrollgruppe eine geringere Inzidenzrate des postoperativen Delirs aufweisen.

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Studiendetails

Studienziel Inzidenzrate des postoperativen Delirs diagnostiziert mittels CAM-ICU. Die CAM-ICU wird an den ersten drei postoperativen Tagen täglich zwei Mal durchgeführt.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 220
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Universität zu Lübeck, Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • elektiver Eingriff in der Kardiochirurgie mit geplantem Aufenthalt auf der Intensivstation

Ausschlusskriterien

  • fehlende Teilnahmeeinwilligung; Nichtbeherrschen der deutschen Sprache; präoperative Diagnose eines Delirs nach CAM-ICU; Psychiatrische Vordiagnosen aus dem Formenkreis der F2-Diagnosen; präoperative Hinweise auf kognitive Dysfunktionen (Wert im Abbreviated Mental Test: AMT<7); RASS-Score <-2 auf der Intensivstation für die aktuelle Testung

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Die Inzidenzrate des postoperativen Delirs wird für intensivmedizinisch betreute Patienten mit bis zu 80% angegeben. Eigene Studien zeigen für kardiochirurgische Patienten eine Delirrate von 30-35%. "Orientierungshinweise zur Realität" sollen die Inzidenz reduzieren. Die Untersuchung prüft die Effekte ergänzender Orientierungsreize auf die Inzidenzrate des postoperativen Delirs. Vergleichsgruppe der RCT sind Patienten, die die übliche Behandlung erfahren (Treatment as Usual: TAU).

Quelle

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