Beschreibung der Studie

Der Ernährungsstatus von stationären Patienten findet im Rahmen der Patientenbetreuung innerhalb der letzten Jahre mehr und mehr Beachtung. Diverse Studien konnten bereits belegen, dass in unterschiedlichen Fachdisziplinen von einer Mangelernährung von über 30% aller ausgegangen werden kann. Im Fachbereich der Orthopädie und Unfallchirurgie zeigt sich die Datenlage bisher noch als sehr begrenzt, weshalb anhand eines Fragebogens der Ernährungsstatus der stationären Patienten an der BG Unfallklinik Tübingen bestimmt werden soll. Die Auswirkungen einer möglicherweise bestehenden Mangelernährung auf das klinische Behandlungsergebnis soll untersucht werden.

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Studiendetails

Studienziel Mangelernährung der stationär behandelten Patienten zum Zeitpunkt des stationären Aufenthaltes, beim 8 Wochen und 6 Monats follow-up (in %). Mangelernährung ist definiert als NRS ≥3.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 600
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Siegfried-Weller-Institut für unfallmedizinische Forschung der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Tübingen

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Einwilligung des Probanden
  • Stationärer Aufenthalt an der BG Unfallklinik Tübingen

Ausschlusskriterien

  • Patient lent die Studienteilnahme ab
  • Patient wird ambulant behandelt
  • Die Befragung stellt beim gegenwärtigen Gesundheitszustand eine zu große Belastung für den Patienten dar
  • Die Befragung ist aufgrund fehlender sprachlicher Kenntnisse nicht möglich
  • Patient ist dement und die Befragung kann nicht über die rechtliche Vertretung des Patienten erfolgen

Adressen und Kontakt

Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Tübingen, Tübingen

Ansprechpartner: Dr. Christoph Ihle

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Häufig gestellte Fragen

Nachdem die Berücksichtigung des individuellen Ernährungsstatus hospitalisierter Patienten im Rahmen der Patientenversorgung in der Vergangenheit wenig Beachtung erfahren hat konnten in den letzten Jahren diverse Studien die hohe Prävalenz mangelernährter Patienten und dessen Einfluss auf das klinische Ergebnis belegen. Bei einem Viertel aller hospitalisierten Patienten in Deutschland kann von einer bestehenden Mangelernährung ausgegangen werden. Bei internistischen Klinikpatienten mit entzündlichen Darmerkrankungen, chronischer Herzinsuffizienz und benignen Lungenerkrankungen wurden Prävalenzraten mangelernährter Patienten von über 30% beobachtet. Als Risikofaktoren eine Mangelernährung zu entwickeln wurden insbesondere ältere, allein lebende Patienten mit geringem Bildungsgrad definiert. Zusammenhänge zwischen einem reduzierten Ernährungsstatus und erhöhten Komplikationsraten sowie längeren stationären Aufenthalten wurden im Rahmen klinischer Studien unterschiedlicher medizinischer Fachbereiche aufgezeigt. Inwieweit eine Mangelernährung bei Patienten des Fachbereichs der Orthopädie und Unfallchirurgie vorliegt und welchen Einfluss ein reduzierter Ernährungsstatus auf das klinische Outcome traumatologischer Patienten hat, ist uns nicht bekannt. Anhand der vorliegenden Studien anderer Fachbereiche (Urologie, Gynäkologie und Innere Medizin) ist jedoch von einem Anteil mangelernährter Patienten von 15-30% auszugehen. Ebenfalls sind längere Hospitalisierungszeiten sowie höhere Komplikationsraten zu erwarten. Das Ziel der vorliegenden prospektiven klinischen Studie stellt daher die deskriptive Erfassung des Ernährungsstatus unfallchirurgischer Patienten an der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Tübingen dar. Der Einfluss von Mangelernährung auf das klinische Ergebnis soll untersucht werden.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien