Beschreibung der Studie

In dieser Studie geht es um die Erforschung verbesserter diagnostischer Methoden bei der Riesenzellarteriitis. Die Riesenzellarteriitis ist eine systemische Vaskulitis, die vor allem bei älteren Menschen die Schläfenarterien (Arteriae temporales) befällt. Eine frühzeitige Diagnostik mit folgender Therapie ist für den Verlauf essentiell. Der bis dato übliche Diagnose-Standard ist die Biopsie. Dieses invasive Verfahren beinhaltet das Risiko für Komplikationen. Als bildgebende Untersuchung hat sich zunehmend die Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) etabliert. Sie ist jedoch aufwendig und teuer, und die Aussagekraft dieser Methode ist noch nicht abschließend gesichert. Viele Patienten empfinden das lange Liegen in einer lauten Röhre als besondere Belastung. Patienten mit Platzangst oder mit einem Herzschrittmacher dürfen eine solche Untersuchung nicht durchführen lassen. Deshalb sucht die Wissenschaft nach Alternativen. Ein anderes, neu etabliertes Verfahren stellt die hochauflösende Sonographie, besser bekannt als hochauflösender Ultraschall, dar. Hierbei wird über reflektierte Ultraschallwellen ein sehr genaues Abbild kleinster Strukturen möglich, was eine Beurteilung der kleinsten Veränderungen der arteriellen Gefäßwandschichten ermöglicht. Für diese Studie steht ein besonders hoch auflösendes Ultraschallgerät aus der Kleintierbildgebung zur Verfügung, welches ein deutlich höheres Auflösungsvermögen als die gewöhnlich genutzten Ultraschallgeräte besitzt. Durch ein unabhängiges Sicherheitsgutachten wurde die Unbedenklichkeit und Risikofreiheit des Gebrauchs am Menschen bestätigt. Mit diesem Gerät sollen nun die Schläfenarterien zum einen chronisch, zum anderen akut an Riesenzellarteriitis erkrankter Patienten und im Vergleich zusätzlich die Schläfenarterien nicht erkrankter Patienten untersucht werden und die Ergebnisse mit der "üblichen" Sonographie und evtl. durchgeführten MRT-Untersuchungen verglichen werden. So sollen Tendenzen in der hochfrequenten Sonographie bei Riesenzellarteriitis herausgearbeitet werden, damit mit Hilfe von weiteren Studien und Untersuchungen die Aussagekraft dieser Methode optimiert werden kann. Im besten Fall könnte dies dazu führen, dass in der Zukunft eine invasive Biopsie nicht mehr in allen Fällen durchgeführt werden muss.

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Studiendetails

Studienziel Wanddicke der Arteria temporalis
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Klinik für Radiologie und Neuroradiologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • In die Studie eingeschlossen werden Patienten der Klinik für Ophthalmologie und Sektion Rheumatologie des UKSH, Campus Kiel, bei a.) akuter Vorstellung unter V.a. Arteriitis temporalis oder b.) mit diagnostisch ehemals gesicherter Arteriitis temporalis unter-, oder nach medikamentöser immunsuppressiver Dauertherapie und jetzt inaktivem Krankheitsstadium, die schriftlich zur Teilnahme an der Studie eingewilligt haben und keine Ausschlusskriterien aufweisen. Alter ≥50 Jahre.
  • Kontrollgruppe:
  • In die Kontrollgruppe eingeschlossen werden Patienten ≥50 Jahre, welche im Rahmen der unfallchirurgischen Nachsorge eine radiologische Diagnostik in der Klinik für Diagnostische Radiologie, Campus Kiel, erhalten und auf diesem Wege rekrutiert werden können. Das Kontrollkollektiv soll in der Geschlechterverteilung dem Studienkollektiv entsprechen. Die Patienten müssen schriftlich in die Studie eingewilligt haben.

Ausschlusskriterien

  • Patienten < 50 Jahre und nicht geschäftsfähige Patienten sind ausgeschlossen. Patienten mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen, akuter entzündlicher Erkrankung und/oder unter immunsuppressiver medikamentöser Dauertherapie sind von der Studie ausgeschlossen. Nicht geh- oder transportfähige Patienten werden von der Studie ausgeschlossen.

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Vaskulitis-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Die Riesenzellarteriitis ist eine systemische Vaskulitis, die vor allem bei älteren Menschen die Schläfenarterien (Arteriae temporales) befällt. Eine frühzeitige Diagnostik mit folgender Therapie ist für den Verlauf essentiell. Der aktuelle Goldstandard zur Diagnosesicherung ist die Biopsie sowie ergänzende jedoch unspezifische laborchemische Kriterien. Wegen verschiedener Nachteile dieser invasiven Methode ist eine ergänzende Bildgebung von großem Nutzen. Die bisher zunehmend etablierte MRT-Untersuchung birgt ebenso Nachteile und ist bei verschiedenen Kontraindikationen nicht durchführbar. Eine sonographische Diagnostik wird mit zunehmendem Auflösungsvermögen durch den technischen Fortschritt somit immer interessanter. In dieser explorativen Studie soll untersucht werden, ob sich in der „normalfrequenten“ und / oder im Vergleich mit der hochfrequenten Sonographie evtl. Tendenzen des Befallsmusters der akut oder chronisch befallenen Schläfenarterien andeuten, um diese in Folgestudien gezielt untersuchen zu können. Hierfür soll nach entsprechender schriftlicher Einverständnis nach korrekt erfolgter Aufklärung ein Patientenkollektiv von akut und chronisch an Riesenzellarteriitis erkrankten Patienten ( 2 x 20 Patienten) sowie ein nicht erkranktes Kontrollkollektiv (10 Probanden) an den u.g. verschiedenen Sonographiegeräten untersucht werden (Hochfrequenzsonographiegerät vs. „Normal“frequenzsonographiegerät). In tabellarischer Form werden von den genannten Prüfärzten genau festgelegte Daten zur Gefäßwanddicke und –beschaffenheit erhoben. Außerdem sollen mit diesen Ergebnissen eventuelle laborchemische Veränderungen der eingeschlossenen Patienten und die Veränderungen in den zuvor im Rahmen der normalen Diagnostik durchgeführten MRT-Untersuchungen korreliert werden, diese Ergebnisse werden ebenfalls in tabellarischer Form erfasst.

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