Beschreibung der Studie

Die Studie soll die Bedeutung von Herpesviren, insbesondere dem Zytomegalievirus (CMV), bei Kindern mit Fieber und Neutropenie (Zelltief der weißen Blutzellen) nach einer Polychemotherapie untersuchen. Insbesondere soll auch untersucht werden, ob diese Viren bei einer bereits bestehenden Infektion reaktiviert werden könnten. Die Untersuchung findet bei Kindern statt, die in unserem Zentrum eine Therapie einer bösartigen Erkrankung erhalten und mit Fieber im Zelltief nach Chemotherapie aufgenommen werden. Während der Zelltiefepisoden wird neben den therapeutischen Blutentnahmen eine kleine zusätzliche Blutmenge abgenommen, die auf Zytokine und ein bestimmtes Eiweiß, welches eine Reaktivierung von CMV nachweist, untersucht werden. Ziel der Studie ist einen möglichen Zusammenhang zwischen CMV-Infektion bzw. -reaktivierung und Fieber im Zelltief zu erforschen und mit diesem Wissen möglicherweise die Behandlung der Patienten zu optimieren.

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Studiendetails

Studienziel Nachweis einer CMV Reaktivierung bei neutropenem Fieber (CMV DNA Nachweis, Nachweis einer Aktivierung des HCMV-MIEP Promotors mit Patientenserum).
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 140
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Essen

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Einschlusskriterien

  • Chemotherapie aufgrund einer malignen Erkrankung. Erstdiagnose im lokalen Zentrum.

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Kinderhämatologie und -onkologie, Essen

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Häufig gestellte Fragen

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Das neutropene Fieber ist bei Kindern mit onkologischen oder hämatologischen Erkrankungen und Polychemotherapie die häufigste Nebenwirkung und bringt eine hohe Morbidität und Mortalität mit sich. Bei vielen Patienten wird kein ursächlicher Erreger gefunden, der dieses Fieber schlüssig erklärt. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass rekurrierende Herpesvirusinfektionenen eine Rolle spielen könnten. In der vorliegenden klinischen Studie sollen klinische Daten und Patientenmaterial gesammelt werden, um Infektionen mit humanpathogenen Herpesviren bei pädiatrisch hämatologisch-onkologischen Patienten zu erfassen. Einen initialen Hinweis auf eine Reaktivierung des humanen Cytomegalovirus (HCMV, HHV5) soll die quantitative Bestimmung der Kopienzahl der genomischen Virus-DNA erbringen. Bei einem positivem DNA–Nachweis soll per mRNA-basiertem Testverfahren (z.B. einer quantitativen Bestimmung der Transkription der viralen immediate early Gene) eine rekurrierende Virusinfektion diagnostiziert werden. Eine HCMV-Reaktivierung kann nur erfolgen, wenn der wichtigste (bzw. der zeitlich erste) Promotor des Virus (der sog. major immediate early promoter/enhancer [MIEP]) aktiviert wird. Aktuelle virologische Erkenntnisse zeigen, dass der HCMV-MIEP durch Zytokine und verschiedene Interleukine (IL) stimulierbar ist. Interessanterweise ist bekannt, dass eben solche Zytokine Fieber verursachen. Deshalb soll bei allen Patienten des Kollektivs die Serumkonzentration verschiedener Zytokine/Interleukine in der Fieberepisode bestimmt werden. Zusätzlich zu den klinischen Daten und der Virusdiagnostik könnte dies wichtige Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Fieber, Interleukinen und HCMV-Reaktivierung erbringen. In Untersuchungen an einer vorhandenen humanen Zelllinie, die ein leicht quantifizierbares Reportergen (Luziferase-Gen) unter der Kontrolle des MIEP beherbergt, soll eine mögliche (Re-) Aktivierung des MIE-Promotors durch die Patientenseren (und insbesondere die darin enthaltenen Zytokine) untersucht werden.

Quelle

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